mein Wochenrückblick und warum ich die Pubertät so richtig kacke finde…

mein Wochenrückblick und warum ich die Pubertät so richtig kacke finde…

Vor ungefähr 4 Jahren zog Bommel bei uns ein. Ein zuckersüßer Havaneser-Mischling. Als das kleine Fellknäuel ungefähr 10 Wochen alt war, sind wir mit ihm in die Hundeschule gegangen. Das war eine wirklich wichtige Zeit, denn ich habe etliche Ratschläge für die Hunderziehung mitnehmen können, die mir so einfach nie in den Sinn gekommen wären. Da gibt es nämlich einiges zu beachten. Nicht nur Kinder kommen in die Pubertät (dazu gleich mehr)….Hunde auch.

Bommel ist definitiv der beste Hund der Welt! Aber! Er hat mich in den ersten beiden Jahren ganz oft an den Rand des Wahnsinns gebracht. Er ist für sein Leben gern einfach abgedampft. Ich weiß gar nicht, wie oft ich ihm schreiend hinterhergerannt bin und mich zur Lachnummer für die gesamte Nachbarschaft gemacht habe.

 

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Wenn er da so in aller Seelenruhe am Busch oder Baum schnupperte, während ich ihn – wild gestikulierend – zurück beorderte, kroch jedes verdammte Mal die Wut in mir hoch. Es hat ihn einen scheiß Dreck interessiert. Ich hätte ihm am liebsten seine beiden Schlappohren lang gezogen.

Wer einen Hund hat, der weiß jetzt was kommt….denn genau das darf man nämlich nicht…bestrafen. Denn, wenn man zwar vor lauter Wut fast explodiert, muss man die Fellnase loben. In dem Moment, wo Bommel dann (sehr unschuldig guckend) vor mir stand, musste ich ihn jedes mal überschwenglich loben…dafür das er zurückgekommen ist. An dieser Stelle geht es um Vertrauen. Würde ich ihn schlagen oder ausschimpfen, käme er nämlich gar nicht mehr zurück. Das Lob erzeugt ihn ihm quasi eine Art Urvertrauen zu seinen Menschen. Natürlich hat das auch noch andere Gründe, aber das würde an dieser Stelle einfach zu weit führen. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber Geduld und Training haben sich gelohnt. Er kommt zurück, wenn ich ihn rufe. Er vertraut mir.

 

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Hallo Pubertät….was willst Du denn schon hier?

Ich wünschte es gäbe ein Training, was man auch auf die Pubertät anwenden könnte. Ich bin mit meinem Sohn (er ist 11) leider sehr früh dran. 1, 2 Jahre später hätte der Sprung in diese pubertäre Hormonwelt auch noch gereicht.

Vorbei sind die Zeiten, in denen es scheiß egal war, wenn er mich angekotzt hat oder ich mich über seine Kackhaufen freuen konnte. Vorbei sind die Nächte, in denen ich mir mit Charlotte die Köpfe heiß diskutiert habe, wie wir unsere Jungs endlich auf’s Klo bekommen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich die wichtigste Frau in seinem Leben war. Vorbei sind die Zeiten, in denen es gute Nacht Küßchen oder Kuscheleinheiten gab. Aktuell muss ich mir jede Form von Nähe wie ein Gladiator erkämpfen.

Es ist gerade wirklich nicht einfach mit dieser Pubertät. Und natürlich ist auch für mich nicht jeder Tag, wie der andere. Manchmal kann ich besser und manchmal eben schlechter damit umgehen. Meistens bin ich tatsächlich ziemlich entspannt und akzeptiere diesen hormonellen Zustand einfach. Im Klartext bedeutet das, dass ich ihn weitestgehend in Ruhe lasse. Das geht natürlich nicht immer. Zumal ich es für wichtig halte, ihn aus seiner Räuberhöhle auch mal rauszuholen.

 

 

Jungs in dem Alter merken nämlich gar nicht, dass sie bald den Erstickungstod erleiden. Frischluft ist in der Pubertät scheinbar die herrlichste Nebensache der Welt.

Ganz nebenbei wären da auch noch solche Dinge, wie Schule, geregelte Mahlzeiten, Hygiene, Ordnung und eben blöde Elternregeln. Doof ist nur, dass man in dem Alter mit seinen Eltern solche Dinge absolut nicht besprechen möchte. Da steck ich also manchmal ganz schön in der Tinte. Ich verstehe ihn, ich verstehe aber auch mich und ich kann mir nur wünschen, dass ich es schaffe die richtigen Weichen zu stellen und ihm das Gefühl zu geben, dass ich da bin. Egal was ist.

Im Prinzip bedeutet das nichts anderes, als das ich ihn nicht zurückstoße, wenn er kommt…Nähe braucht und reden will. Völlig egal, ob er mich kurz vorher zur Weißglut gebracht und auch verletzt hat. Dieses Grundvertrauen, diese Liebe….muss einfach da sein. Es ist die Basis. Die Basis für alles, was folgt.

Ist halt alles nicht so einfach. Bei ihm heißt es Pubertät und bei mir PMS. Hormone sind manchmal echt uncool und unterm Strich sind wir quitt.

 

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Meine Woche

Die ist mit einer ziemlich verrückten Reise nach Portugal gestartet. Ich war für und mit Knorr unterwegs, hab internationale Blogger kennengelernt und bin in Tomatenfeldern rumgekrabbelt. Dazu gibt es in Kürze eine ganze Reihe auf dem Blog zu lesen.

Mittwoch war ich wieder daheim und ziemlich happy darüber. Und irgendwie hat mich ein echter Energieschub gepackt. Ich hab ordentlich was weg gearbeitet, Bürokram erledigt, die Bude geputzt und was eben sonst noch so anstand.

In einer Woche stehen die Herbstferien vor der Tür und ich bin fast die ganze Zeit in Südtirol unterwegs. Ganz ohne Internet, Blog und Social Media wird es im Moment nicht gehen, aber ich versuche hier wirklich ordentlich was vorzuarbeiten, damit ich weitestgehend offline sein kann. Ich weiß jetzt schon, dass dies sicher nicht ganz einfach für mich wird….vor allem, weil sich mein komplettes Leben mit dem Blog vermischt….da verschwimmen hin und wieder die Grenzen und ich muss mich da selber etwas zurücknehmen.

 

 

Ansonsten bin ich dankbar für das tolle Wetter. Ich finde es gerade genau richtig. Die Sonne scheint und es ist nicht zu heiß….! Heute werde ich mit Luca eine dieser tollen Bootstouren auf den Kanälen hier in Leipzig machen. Später gucken wir Fußball. Mir ist dieses Genörgel um den RB Leipzig pupsegal. Ich finds mega, dass sie die 1. Liga mal etwas aufmischen. Red Bull mag ich auch und alles andere ist einfach echt Kindergarten. Heute wird gegen Köln gespielt. Da schlagen natürlich 2 Herzen in meiner Brust…..also stellt Luca sich auf die Kölner Seite und ich bin für Leipzig. Hätten wir das auch geregelt.

Und überhaupt….Leipzig wird immer mehr zur Gewohnheit….zu meiner Heimat. Alle Wohnungen in meinem Haus sind mittlerweile belegt mit entzückenden Nachbarn. Eine bunte Mischung interessanter und netter Menschen. Die Sanierung nimmt langsam Formen an und auch draußen wird es immer schöner. Ich fühl mich pudelwohl hier.

 

 

Gestern sind wir mal wieder durch die wunderschöne Innenstadt gebummelt und haben bei Handbrotzeit in der Nikolaistraße gefrühstückt. Da will ich schon seit 4 Monaten hin und jetzt haben wir es endlich geschafft und es war der Hammer! Solltet Ihr mal ne Sightseeing Tour nach Leipzig machen, dann müsst Ihr dort was essen…..das war so unfassbar lecker! Die Innenstadt ist wirklich toll….einfach weil es so historisch ist und sämtliche Geschäfte in hübsche Altbauten und Gassen eingelassen sind. Es wirkt irgendwie immer gemütlich und charmant und auch kulinarisch ist echt was los.

Falls Ihr Euch fragt, warum ich ständig Selfies vor Spiegeln in Shops mache….das liegt daran, das zwischen Charlotte und mir 500 km liegen….und weil ich mich natürlich selbst total geil finde (was sonst). So stimmen wir uns quasi ab……das nennt man “Virtuellesbestefreundinnenshopping” (damit dürfte nun auch allen klar sein, dass wir beim Shopping Detox kläglich….ganz kläglich…..versagt haben….dazu aber demnächst mehr).

 

 

Mein Song der Woche

Er ist wieder da! Endlich! Philipp Poisel! 2012 habe ich Projekt Seerosenteich rauf und runter gehört. Wir alle haben es rauf und runter gehört. Wir haben mit diesem Album gesungen und geträumt. Großartiges Werk. Und auch mit seinem aktuellen Song “Erkläre mir die Liebe” hat er mein Herz im Sturm erobert. Ich mag einfach alles an diesem Lied. Hier wieder ein kleiner Auszug aus dem Songtext:

 

Erkläre mir das Leben.
Ich weiß nicht wie es geht.

Erzähl mir von der Liebe.
Ich hab sie nie gesehen.

 

Ich hoffe wirklich ihn irgendwann auf einem Konzert live sehen zu können. Als er das letzte Mal in Köln am Tanzbrunnen war, gab es einfach keine Möglichkeiten mehr an Karten zu kommen.

 

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Mein Geschreibsel der Woche

Ihr kennt das schon….es ist Sonntag, Ihr habt Zeit….also klickt Euch mal rein in meine megatollen Blogartikel aus den letzten 7 Tagen:

 

 

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Die kommende Woche

Die ist pickepackepickepackepickepackevoll mit Arbeit. Ich bin ein paar mal zu Terminen unterwegs und außerdem geh ich mit Bommel zum Friseur. Nachdem ich  ja schon meine Haarpracht mit dem Calligraphy Cut bei den Bergmann Friseuren in Leipzig verschönern lassen durfte, ist jetzt mein Hund dran. Also er bekommt natürlich keinen Calligraphy Cut, aber eine “ichtobeindenbergenüberwälderundwiesenfrisur”. Sein Fell ist zu lang…das nervt ihn und mich nervt es auch. Da wachsen nämlich auch immer die Haare in die Ohren und das ist wirklich schmerzhaft für  Hunde.

Und wenn ich diese arbeitsreiche Woche hinter mich gebracht habe….sehe ich am Wochenende meine allerliebste Charlotte wieder und dann….dann ist es endlich soweit. Wir düsen ins Hotel Emmy nach Südtirol. Mädelsurlaub. Ist das nicht toll?

 

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Wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht schon ein paar Pläne gemacht hätten. Der größte Plan sind Fotos. Fotos von uns. Das ist ja immer so ne Sache….Bilder von sich selbst. Ich hoffe das Wetter spielt mit. Die Dolomiten und Südtiroler Almen bieten ja eine perfekte Kulisse im Hintergrund. Naja und was soll ich sagen….wir vor den Bergen…da platzt die Linse vor Freude.

Ansonsten wollen wir wandern, schlemmen, wellnessen, lesen, schlafen, genießen, quatschen…..Und ich freu mich total, dass ich Charlotte endlich mein heißgeliebtes Südtirol zeigen darf. Ich kann es kaum abwarten die Berge zu sehen. Meine Sehnsucht ist ziemlich groß. Wenn es nicht so weit wäre, wäre ich wesentlich häufiger dort.

 

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Ich wünsche Euch den allerbesten Sonntag! Von mir hört Ihr heute nichts mehr. Luca und ich haben den Sonntag nämlich ansonsten zur “Smartphone freien Zone” erklärt. Was dieses Thema angeht, sind wir nämlich irgendwie beide in der Pubertät. Da müssen wir nun irgendwie durch….

Macht es Euch schön!

 

Eure Schnimpeline

 

PS: Und an dieser Stelle wieder der Hinweis…Ihr seht hier Fotos aus alten Blogartikeln und natürlich Bilder von meinem Smartphone aus der vergangenen Woche. Es gibt also keinerlei Anspruch an die Qualität. Der Großteil sind Schnappschüsse.

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8 Kommentare

  1. 25. September 2016 / 8:22

    Guten Morgen,

    deine kleine Verzweigung mit deinem Elfjährigen kann ich verstehen. Meiner ist jetzt fünfzehn und die Zeit mit 11/12 Jahren war die schlimmste… Danach hat es sich beruhigt- es besteht also Hoffnung 😉

    LG Tine

    • 26. September 2016 / 6:53

      Liebe Tine, danke für Deinen Kommentar. Na das klingt ja beruhigend. Dann warte ich jetzt noch ein Jahr und wenn sich dann nichts tut….wende ich mich vertrauensvoll an Dich….;-)

      LG Andrea

  2. 25. September 2016 / 10:41

    Habt einen schönen Sonntag, wir düsen auch gleich ab nach Wittenberg auf den Töpfermarkt. Und ansonsten hast Du wieder einen bezaubernden Blogbeitrag verfasst? LG Antje

    • 26. September 2016 / 6:52

      Hey Antje, und habt Ihr was gefunden? Ich bin erfolglos geblieben…aber das ist halt manchmal so und auch überhaupt nicht schlimm. Vielen lieben Dank für Deinen netten Kommentar. LG Andrea

  3. Sabine
    25. September 2016 / 17:49

    Liebe Andrea,
    ….same here. Mein Sohn ist 10,5 Jahre – und vor etwa einem halben Jahr hat es angefangen, dass er plötzlich zum “kleinen Böckchen” wurde, um es mal charmant zu bezeichnen 🙂 Ich habe den Eindruck, dass jeden Tag einige Hormone mehr in ihm aufwachen um sich zu den inzwischen zig anderen zu gesellen um zu einer “Hormon-Großveranstaltung” zu werden…. so wird plötzlich aus dem zurückhaltenden, scheuen Kind ein kleiner Besserwisser, der über alles Bescheid weiß und grundsätzlich ein “dagegen!!!” Schild um den Hals zu tragen scheint.
    Schule ? Boah ey, immer dieses Lernen und die Hausaufgaben ! Duschen ? Zähneputzen ? Hab ich doch schon ! Gestern. Essen ? Mag ich nicht ! Aber letzte Woche war’s doch noch lecker ? Jetzt aber nicht mehr ! Klamotten ? Diese Hose zieh ich nicht an ! Sonst gehe ich nicht zur Schule ! Handybegrenzung ? Du bist so gemein, Mama ! Soooooooooooooooooooooo gemein !
    Ich kann dich sehr gut verstehen – an manchen Tagen nehme ich es sehr entspannt und gelassen. An anderen (meist, wenn mein eigener Tag sehr stressig ist), könnte ich aus der Haut fahren und laut rufen “Wer bist du ? Und was hast du mit meinem Kind gemacht ????”
    Ich finde 10 oder auch 11 sehr früh – zu meiner Zeit waren wir da wirklich noch Kinder. Aber ich bin ja auch bereits Mitte 40 und vermutlich kommt die Pubertät inzwischen einfach nur früher 😉 Zumindest die im Kopf, denn optisch ist Sohnemann noch immer ein Kind. Nun ja, vermutlich müssen wir da einfach durch. Bei ihm klopft die Pubertät, bei mir die Wechseljahre. So hat jeder seinen Hormoncocktail intus – mein armer Mann. Der hat gleich doppeltes Glück 😀
    Durchhalten ist meine Devise. Und konsequent bleiben. Zorn und Vorwürfe mir gegenüber aushalten. Auch mal streiten (das muss ja auch gelernt werden). Reden, wenn die Bereitschaft dazu da ist. Fehler machen lassen. Die dann aber auch selbst auszubaden sind. Und natürlich das Wichtigste: Hafen sein. Der immer offen steht. Immer.
    Liebste Sonntagsgrüße, Bine

    • 26. September 2016 / 6:20

      Liebe Bine, ich muss gerade sehr schmunzeln. Genauso ist es. Dieses “Dagegen” Schild kenn ich. Es ist Geduld, sehr viel Geduld erfoderlich. Ich wünsche auch Dir einen guten Weg durch diese verrückte Zeit. Viele liebe Grüße und eine gute Woche….LG

  4. Natalie
    26. September 2016 / 21:28

    Ja “Hallo Pubertät”… im Moment kommt mir das doch sehr bekannt vor, deine Schilderung trifft es ziemlich genau. Mein Sohn ist jetzt 10 1/2 und im Moment habe ich das Gefühl, ich spiele mit ihm “Minesweeper” in echt, jeder falsche Schritt (also Anmerkung, Frage, Tonfall…) kann eine Explosion auslösen… Das PC-Spiel habe ich schon nie begriffen, irgendwas ist immer explodiert 😉 Welcome to reality!!

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