Podcast: Sind wir Frauen nicht alle irgendwie “alleinerziehend”?

Podcast: Sind wir Frauen nicht alle irgendwie “alleinerziehend”?

Steile These…ich weiß!

Und trotzdem…Ihr kennt diese Momente, da bin ich mir ganz sicher. Selbst in intakten Partnerschaften, fühlen wir Frauen uns hin und wieder, wie Alleinerziehende.

Sabine und ich haben dieses Thema in unserem aktuellen Podcast für Frauen aufgegriffen. Bine lebt in einer glücklichen Ehe, die Zwillinge sind erwachsen und gehen ihren Weg. Bine und ihr Mann haben sich für ein Lebensmodell entschieden, was zumindest eine Zeit lang hieß, dass sie mit den Jungs oft allein Zuhause war.

Ich lebte lange in einer Ehe und bin seit fast 3 Jahren offiziell alleinerziehend. Mein Sohn wird 14. Aber auch ich hatte Momente, in meiner Partnerschaft, in denen ich mich mit einfach allem allein gefühlt habe.

Wir diskutieren im Podcast den Unterschied zwischen “alleinerziehend fühlen” und “tatsächlich alleinerziehend sein”.

Ich selbst habe eine ganze Weile mit diesem Zustand gehadert. Wirklich bewusst wurde mir die Situation erst, als ich mit meinem Sohn in Leipzig neu anfing und es kein “greifbares Backup” mehr gab. Da schwingen, vor allem in der Anfangszeit, eine Menge negative Emotionen mit, ob man will oder nicht.

Es hat eine ganze Weile gedauert bis ich diesen Ist-Zustand einfach annehmen und weiterleben konnte. Finanzielle Sorgen, der ewige Stress um das Thema Kindesunterhalt. Es hört nie wirklich auf. Ich höre das auch immer wieder aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Rückblickend bin ich sehr froh, dass mein Sohn schon 11 war, als wir uns trennten und das ich nur für ein Kind die Verantwortung übernehmen durfte. Jede alleinerziehende Mama (oder Papa) hat meinen allergrößten Respekt, wenn kleine Kinder oder auch mehr als nur ein Kind im Haushalt leben. 

 

Aber ich möchte gar nicht entmutigen.

 

Das Leben schreibt eben Geschichte und Dinge verändern sich. Es ist in Ordnung das es Zeit braucht und man sich erstmal in die neue Situation einfinden muss.

Mein Blick auf meine Situation hat sich verändert, als ich mein Dasein als alleinerziehende Mama einfach als Geschenk annahm. Denn genau das ist es! Ich würde jeden Stress, jede finanzielle Notlage vorziehen….solange ich die gegebene Zeit mit meinem Kind verbringen darf. Ich könnte auf alles verzichten in meinem Leben, aber nicht auf meinen Sohn. Die gemeinsame Zeit mit unseren Kindern ist unfassbar stark begrenzt und da möchte ich ihn nicht nur alle 2 oder 3 Wochen mal sehen. Alleine bei dem Gedanken daran wird mein Herz schon ganz schwer.

Es gibt natürlich immer Extremfälle, nur in der Regel ist es eine Sache des eigenen Blickwinkels und den kann ich verändern. Einen Großteil meiner Energie habe ich darauf verwendet, dass es uns wieder gut geht. Ich wollte nach vorne schauen und nicht zurück. Das war nicht immer leicht, aber letztendlich ist es mir gelungen. 

Der springende Punkt ist…ich hadere nicht mit unserem Schicksal (nicht mehr). Für uns ist unser Alltag zu zweit absolute Normalität geworden. Manchmal erschrecke ich mich selbst, wenn mir nach Tagen einfällt….das es da mal noch jemanden gab….

Bine und ich haben das Thema in unserem “25 Stunden Champagner Podcast für Frauen” von sämtlichen Seiten beleuchtet und diskutiert. Wir freuen uns, wenn Ihr mal reinhört.

 

Den kostenlosen Podcast zum Thema “alleinerziehend sein” findet Ihr hier auf SoundCloud:

 

 

Und hier auf iTunes:

 

Podcast für Frauen 25 Stunden Champagner alleinerziehend sein

 

Eure Andrea

1 Kommentar

  1. Anita Reichert
    7. November 2018 / 12:12

    Liebe Andrea,
    bei mir heißt dieser Zustand bzw diese Lebensform ” alleinerziehend mit Verdiener”.
    War ich solange, bis ich dann alleinerziehend ohne Verdiener mit 2 Kindern war….
    LG A

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