#Glücklichmacher #17 – tief berührt…

#Glücklichmacher #17 – tief berührt…

Vergangene Woche gab es auf meinem Instagram Kanal eine Diskussion über „rosarote Welt, Verantwortung von Influencern“ usw…

Es ist manchmal ermüdend, wirklich ermüdend und am Abend löschte ich meine Story und meine Gedanken dazu. Ich empfand es als sinnlos, weil die Menschen, die man wirklich „erreichen“ möchte… erreicht man in der Regel nicht. Ich ging mit dem Gefühl ins Bett am liebsten auf eine einsame Insel auswandern zu wollen.

Das sind immer Momente, in denen man kurzweilig den Glauben verliert in das was man tut, wer man ist und wofür man steht. Es fühlt sich auf einmal alles so leer an und auch ein bisschen nach aufgeben.


Fakt ist… man ist nicht wirklich zufrieden oder wirklich glücklich, wenn man sich mit dem Leben anderer beschäftigt, es bewertet oder beurteilt. Wenn man sich damit beschäftigt, was andere haben oder können oder tun. Wenn man jedes Sequenz des jeweils anderen Leben ins Lächerliche zieht, wenn man mit permanenten Unverständnis reagiert, weil es nicht ins eigene Modell passt.


Ein Thema in einem Fass ohne Boden.

Sagen wir mal, wir kommen in eine Situation, die uns nicht gefällt – wieviel schwieriger ist es, nicht negativ abzugleiten… zu lästern… zu meckern… zu bewerten. Es ist tatsächlich deutlich schwieriger, als es nicht persönlich zu nehmen, auf sich selbst zu beziehen und vielleicht sogar positiv zu betrachten. Das gelingt allerdings erst, wenn man es wirklich schafft die persönlichen Befindlichkeiten abstellen zu können.

Und nein… ich habe in diesem Punkt – weiß Gott nicht – die Weisheit mit Löffeln gefressen. Sollte ich jemals das Stadium erreichen, meine persönlichen Befindlichkeiten komplett über Bord werfen zu können, übernehme ich die Regierung im Himmel.

Diese Glücklichmacher richten sich nicht an die, die bei mir immer mal wieder (zum Glück sehr selten) das Gefühl von Frust, Ermüdung und manchmal sogar Traurigkeit auslösen, sondern diese Glücklichmacher richten sich an die, die genau das Gegenteil tun.

Denn eins ist Fakt: Motzprimeln (diese Wortfindung stammt übrigens von meiner Mama) bekommen viel zu viel Aufmerksamkeit.

Dabei ist es wirklich so… mich erreichen unzählige Nachrichten voller Empathie, Sympathie, Wärme, Respekt, Freundschaft, Vertrauen… Die Fülle dieser Nachrichten liegt zu 99% über denen, die irgendeinen negativen Aspekt haben oder gar respektlos sind.

Das macht Hoffnung. Das lässt mich weitermachen. Das lässt auch all die anderen weitermachen.

Gestern war ich mit meinem Papa hier im Viertel unterwegs. Eine große Hunderunde stand an. Es war ein ganz wunderbar warmer und sonniger Herbsttag. Vermutlich ist es viele Jahre her, dass wir mal so viel Zeit miteinander hatten. Neben uns hielt ein älterer BMW und eine Frau machte deutlich, dass sie etwas sagen wollte… vermutlich nach dem Weg fragen. Stattdessen erzählte sie aber, dass sie mich kennen würde durch den Blog und Instagram und wie begeistert sie sei und das ich unbedingt so weitermachen soll.

So was ist ja tatsächlich schon öfter passiert… es ist immer wieder surreal, schön und überraschend… aber die Tatsache das mein Papa dabei stand, machte es nochmal besonders. Er wurde darüber gar nicht fertig. Er erzählte meiner Mama beim Frühstück davon und thematisierte es den ganzen Tag über mehrfach. Und auch seine Freude über all die freundlichen Menschen hier.

Irgendwie ist es ganz lustig… weil ich merke, wie ich die Welt gerade mit den Augen meines Papas wahrnehme. Kennt ihr das? Der sich über die vielen Hundebesitzer hier freut oder seine Einkäufe im Konsum… das es hier sein liebstes Ur-Krostitzer gibt oder den Käse, den meine Eltern so lieben. Ich freue mich so wahnsinnig über diese Freude.

Jedenfalls merke ich, wie gut mir das tut und das ich die Dünnhäutigkeit der letzten Wochen wieder ablegen konnte.

Ganz viele von euch schreiben mir wirklich bezaubernde Nachrichten mit persönlichen Geschichten oder wie sehr es hilft, fast täglich von mir und meinem Alltag mit allen Hochs und Tiefs zu lesen. Fast täglich hinterlassen ganz viele von euch einen freundlichen Kommentar. Ich musste erstmal wieder realisieren, wieviel mehr das wert ist, als jeder Hass oder jede unreflektierte Respektlosigkeit… von der auch immer wieder gern behauptet wird, dass es „konstruktive“ Kritik sei.

Also vielen Dank für so viel geballte Ladung freundliches Glück.


Eure Andrea

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2 Kommentare

  1. 16. Oktober 2019 / 8:01

    dein papa ist ein wahrer bierkenner! beste grüsse an beide!
    genieße alles mit ihnen!

  2. 18. Oktober 2019 / 11:27

    Ich kann mir ganz genau vorstellen, die Situation im Auto. Das zeigt einfach, dass Du das richtige machst. Werde am Wochenende auch meinen Papa besuchen

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