Fotografie: Smartphone Fotografie #1 – 3 Tipps für richtig schöne Bilder!

Fotografie: Smartphone Fotografie #1 - 3 Tipps für richtig schöne Bilder!

Fotografie hat mich schon immer interessiert. Ich weiß noch, als die ersten Digitalkameras rauskamen und wir stolze Besitzer einer kleinen Canon Ixus waren. An Smartphones war zu dieser Zeit noch nicht mal zu denken. 

Seither ist viel passiert.

Ich liebe es mit meiner Kamera zu fotografieren. Das Gefühl ist einfach ein völlig anderes und man muss sich vielmehr mit der Technik auseinandersetzen, als es bei der Fotografie mit dem Smartphone der Fall ist.

Seit mittlerweile 2 Jahren nehme ich aber auf Reisen keine Kamera mehr mit, außer ich reise bewusst um zu fotografieren, aber dann bin ich auch mit kompletter Ausrüstung unterwegs. Ansonsten fotografiere ich mit meinem iPhone. 

Sich für ein iOS oder ein Android basiertes System zu entscheiden, ist reine Geschmackssache. Fotografieren lässt sich mit den aktuellen Modellen der Hersteller sicher gleich oder ähnlich gut… jedenfalls, wenn man sich die jeweilige, technische Ausstattung etwas genauer anschaut. Noch wichtiger, als Technik ist das Gefühl. Fotografie ist Kunst auf eine ganz spannende Art und Weise und Kunst braucht in jedem Fall ein Gefühl.

Ich persönlich kann mich in der Tiefe von Bildern regelrecht verlieren und bin begeistert von Fotografen, die Emotionen einfangen können und dabei spreche ich nicht von Porträts. Ich meine damit Orte oder Gebäude oder Dinge… selbst eine Tasse Kaffee kann eine tiefe Emotion abbilden.

Es hat lange gedauert, bis mich meine eigenen Bilder berührt haben. Zu jedem meiner Bilder könnte ich Geschichten erzählen.


Fotografie: Smartphone Fotografie #1 - 3 Tipps für richtig schöne Bilder!


3 Tipps für richtig schöne Bilder mit dem Smartphone!


Eigentlich nutze ich nur 2 Dinge für die Smartphone Fotografie… mein Smartphone und eine App zur Bildbearbeitung. Ich empfehle Euch aber noch eine weitere App, die die Bearbeitung der Bilder für Euch vielleicht noch etwas einfacher macht, falls Ihr da noch etwas unerfahrener bzw. Einsteiger seid.

Im Übrigen basieren die Tipps auf meinen persönlichen Erfahrungen und einer langen Odyssee mit Smartphones und gefühlten 1000 Apps, die ich selber ausprobiert habe.



Tipp 1 für die Smartphone Fotografie – das Smartphone selbst:


Ich hab gefühlt ewig gewartet, aber seit Apple auch endlich einen optischen Bildstabilisator und einen optischen Zoom in iPhones eingebaut hat, hat das für mich persönlich das Smartphone für die Fotografie revolutioniert. Soweit ich mich erinnern kann, war Samsung in diesem Punkt deutlich schneller, aber nach einem Ausflug in Richtung Android, wusste ich einfach, dass Apple für mich besser geeignet ist.

Kameras mit optischem Bildstabilisator und optischem Zoom bietet mittlerweile fast jedes gute Smartphone. 


Aber wofür brauche ich überhaupt einen optischen Bildstabilisator (kurz OIS)? 


Vereinfacht gesagt, gleicht ein optischer Bildstabilisator Ruckler und Bewegungen aus. Dieses ausgleichende Gegensteuern sorgt für schärfere Fotos und Videos. Das wirkt sich auch bei schlechten Lichtbedingungen aus. Denn die Kamerablende kann länger verwacklungsfrei geöffnet bleiben und somit kann der Sensor mehr Licht einfangen.


Kurz zusammengefasst: Ein optischer Bildstabilisator sorgt für verwacklungsfreie Bilder, auch bei schlechten Lichtbedingungen.


Fehlt der optische Bildstabilisator… braucht man eine ruhige Hand. Die Bilder werden nie so knackig, wenn die Kamera nur mit einem digitalen bzw. elektrischen Bildstabilisator ausgestattet ist.

Also bitte nicht den optischen mit dem digitalen Bildstabilisator verwechseln! Für scharfe und nicht verwackelte Bilder, sollte ein optischer Bildstabilisator Bestandteil der technischen Ausstattung Eurer Smartphone Kamera sein…

Ein optischer Bildstabilisator gleicht die Bewegung der Kamera aus, nicht die des Motivs. Das einfach nur als Hinweis am Rande.

Eine vereinfachte Erklärung für den Unterschied zwischen digitalem und optischen Zoom ist der Qualitätsverlust eines Bildes bei digitalem Zoom. Umso mehr ich digital heranzoome, umso schlechter wird das Bild. Die technische Erklärung dafür ist weitaus komplexer, würde an dieser Stelle aber nur überfordern.


Merke also: Wichtig für eine Smartphone Kamera sind der optische Bildstabilisator und der optische Zoom!


Für meine eigenen Bilder mit dem Smartphone nutze ich übrigens ganz oft den Porträt Modus, der mir eine tolle Tiefenschärfe in den Bildern ermöglicht. 

Ich kann und möchte Euch hier keine konkreten Tipps für ein Smartphone-Modell geben. Der Markt ist einfach zu schnell und zu dynamisch. Jeder Tipp, den ich heute gebe, ist quasi morgen schon überholt. Die Qualität der Kamera ist in jedem Fall wichtig. Ich selbst fotografiere aktuell mit dem Iphone XS.

Was mir bei den Smartphone Bildern von anderen ganz oft auffällt, ist Verschwommenheit. Achtet darauf, dass die Kameralinse geputzt ist. Das vergessen wirklich ganz viele und das macht einfach jedes Foto kaputt.


Fotografie: Smartphone Fotografie #1 - 3 Tipps für richtig schöne Bilder!


Tipp 2  für die Smartphone Fotografie – Adobe Lightroom!


Lightroom ist ein Fotobearbeitungsprogramm.

Ich nutze Lightroom schon seit Jahren auf dem Laptop für die Bearbeitung meiner normalen Kamerabilder und habe Lightroom auch seit geraumer Zeit, als Fotobearbeitungsprogramm, für die Smartphone Fotografie – für mich – entdeckt.


Ich liebe Lightroom!


Lightroom kann als kostenlose App für Smartphones und Tablets genutzt werden. Die App funktioniert sowohl für iOS, als auch für Android. Es gibt auch eine kostenpflichtige Premium Funktion, die es einem ermöglicht auf allen Geräten nahtlosen Zugriff auf die eigenen Fotodokumentationen zu erhalten.

Fotobearbeitung kann ein heikles Thema sein. Muss es aber nicht. Mit nur wenigen Handgriffen, kann ich dem Bild noch mehr Emotionen entlocken, ich kann es aber auch völlig „kaputt bearbeiten“. Für den herkömmlichen Gebrauch, also für private Bilder, würde ich vermutlich lediglich an der Belichtung, Klarheit und Gelbstichigkeit „herumschrauben“. 

Ich für mich selber, erstelle eigene Presets (Bildvorgaben), die ich immer wieder verwenden kann und die meinen Bildern eine jeweils ähnliche Handschrift verleihen. Das ist für mich in der Fotografie übrigens die größte Herausforderung.

Wenn man sich mit Bearbeitungsprogrammen nicht richtig gut auskennt, wirkt Lightroom erstmal, wie ein böhmisches Dorf. Man guckt drauf und denkt so „what?“. Aber es lohnt sich sehr, sich mal 10 Minuten damit intensiv auseinanderzusetzen, denn dann fängt es an richtig Spaß zu machen. 

Lightroom als Programm ist zu umfangreich, als das ich es hier thematisch noch näher erläutern könnte. Das wird folgen, aber dann anhand von Fotobeispielen und welcher Regler was mit Eurem Foto macht. Ich hatte ja bereits angekündigt, eine Fotoreihe im dreiraumhaus zu etablieren und das folgt jetzt – zeitnah – nach und nach, weil es mir selbst auch hilft mein eigenes Wissen zu festigen und an der ein oder anderen Stelle zu intensivieren.


  • Die Lightroom App zum Download für Apple Geräte findet Ihr hier.
  • Die Lightroom App zum Download für Android Geräte findet Ihr hier.


Fotografie: Smartphone Fotografie #1 - 3 Tipps für richtig schöne Bilder!


Tipp 3 für die Smartphone Fotografie – Enlight Quickshot!


Bevor ich anfing auch Lightroom für die Smartphone Fotografie zu nutzen, habe ich lange Zeit ausschließlich Quickshot von Enlight genutzt. Quickshot war, nach Ewigkeiten der Suche nach der richtigen App für die Fotobearbeitung, eine Erlösung für mich. 

Ich finde Quickshot extrem übersichtlich, ganz einfach zu nutzen und effektiv. Und Quickshot bietet deutlich mehr „Spielereien“, als Lightroom. 

Quickshot ist kostenlos im Download, kostet dann aber Geld. Man kann sich für ein monatliches oder jährliches Abo entscheiden. Mein Jahresabo kostet 19,99 Euro im Applestore und das ist diese App auf jeden Fall wert. Ihr braucht nur mal einen Blick auf die Menge der Downloads und Bewertungen werfen… das spricht wirklich für sich.

Auch Enlight Quickshot stelle ich Euch im Zuge dieser Fotoreihe noch ausführlicher vor, aber auch hier macht es Sinn, dass anhand von verschiedenen Fotobeispielen zu tun und anhand dessen verschiedene, mögliche Arbeitsschritte zu erklären. Sowohl Lightroom, als auch Quickshot sind unfassbar vielfältig… das würde hier den Rahmen sprengen.


  • Die Enlight Quickshot App zum Download für Apple Geräte findet Ihr hier.
  • Die Enlight Quickshot App zum Download für Android Geräte findet Ihr hier.


Für alle Android User, würde ich empfehlen etwas genauer hinzusehen. Ich habe leider keine Ahnung, ob Quickshot für Android genauso gut funktioniert und wie sich die Preise dann gestalten.

Achtet auch bitte darauf nur das Abo abzuschließen, was Ihr auch wirklich wollt, weil Enlight sich auch aus mehreren Bearbeitungsprogrammen zusammensetzt und man könnte auch ein Abo für alle abschließen, wenn man das möchte… meine Empfehlung hier gilt lediglich für Enlight Quickshot!



Fassen wir nochmal zusammen: Meine 3 Tipps für wirklich effektive Smartphone-Fotografie mit wirklich schönen Bildern, beinhaltet folgendes:


  1. Das Smartphone braucht eine qualitativ gute Kamera mit optischem Zoom und optischem Bildstabilisator. Achtet darauf das die Linse immer geputzt ist.
  2. Lightroom ist mein liebste App für die Bearbeitung von Bildern mit dem Smartphone. Lightroom kann Einsteiger aber auch schnell mal überfordern.
  3. Enlight Quickshot, ist aus meiner Sicht, die perfekte App für Smartphone-Fotografie jeglicher Art. Also perfekt für Einsteiger UND Profis!


Ihr könnt mir sehr gern zu allen Themen Fragen stellen oder auch Eure eigenen Erfahrungen weitergeben. Das hilft sehr dabei diese Fotografie Reihe ansprechend und informativ für Euch zu gestalten. Ich kann es ja immer nur aus meinem eigenen Blickwinkel beurteilen, was aber nicht heißt, dass ich die Fotografie-Weisheit mit Löffeln gefressen hätte. Ich habe aber so lange mit dieser Reihe gewartet, bis ich wirklich das Gefühl hatte, ich bin endlich in der Lage etwas weitergeben zu können. 

Die Sylt-Fotos in diesem Beitrag sind alle mit dem iPhone XS entstanden (fast alle im Porträtmodus) und mit Lightroom direkt am Smartphone bearbeitet.

Ich freu mich auf eine spannende „Fotozeit“ mit Euch.


Eure Andrea

2 Kommentare

  1. Katja
    15. August 2019 / 21:52

    Liebe Andrea, ich bin eine treue Leserin und liebe u.a. auch sehr Deine Bilder. Ich habe Dich ziemlich regelmäßig immer wieder genervt wegen dem Thema “ Fotografie“. :-). Um so glücklicher bin ich heute über den o.g. Artikel und ganz glücklich über die Fotografie- Reihe, auf die ich mich heute schon freue. Ganz lieben Dank! Gruß Katja

  2. Mella
    16. August 2019 / 19:22

    Liebe Andrea, Du hast aber auch ein wundervolles Auge für die Motive! Viele Grüße Mella

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