#Glücklichmacher #8 – Notgeld für den Helikopter…

#Glücklichmacher #8 - Notgeld für den Helikopter...

Ich bin ein bisschen in den Vorbereitungen unseres Workshops versackt und habe die Glücklichmacher vernachlässigt, aber keineswegs vergessen.

Wir haben am vergangenen Workshopwochenende viel über unsere kleinen Rituale gesprochen und dabei hat sich herausgestellt, dass fast jede von uns wichtige Dinge aufschreibt… in kleine Notizbücher, in Tagebücher, auf Blogs… Der Fachausdruck dafür ist „visualisieren“. Es hilft nämlich Dinge aufzuschreiben und man muss ja nicht gleich damit das ganze Internet beglücken (so wie ich zum Beispiel).

Gestern habe ich einen kurzen Mittagsschlaf auf dem Sofa gemacht. Die schwüle Hitze setzt mir ganz schön zu und als ich wieder aufwachte und in mein Smartphone schaute, hatte ich da eine Mail mit unerfreulichen Neuigkeiten. Ich wusste einen Moment lang nicht, wo unten und oben war und wie ich nun handeln soll. Es gibt ja diese Augenblicke, wo man kurz das Gefühl hat aus dem Fenster springen zu müssen und genauso ging es mir. Klappe zu, Affe tot, mein Leben macht keinen Sinn mehr. 

 

Um es kurz zu machen… es ging um Geld…

 

Ich weiß selber manchmal nicht, wie ich es dann doch schaffe zu einem klaren Verstand zurückzukehren und einen Schritt nach dem nächsten zu gehen. Schritt für Schritt habe ich Steine beiseite geschoben und mich um Lösungen gekümmert. Bereits diese Tatsache hat wieder für Standfestigkeit bei mir gesorgt, auch wenn es unfassbar viel mentale Energie gekostet hat. Das habe ich aber erst heute bemerkt, als mich die Müdigkeit, wie ein Sack Blei in die Tiefe gezogen hat.

 

Aber warum dann trotzdem Glücklichmacher?

 

Mein Telefon stand fast den ganzen Tag nicht still. Meine Mädels haben sich erkundigt, was los ist und wie es mir geht und wie sie helfen können. Das alleine hat gereicht. Erneut das Wissen „hey… du bist nicht allein„. 

Ich habe heute zu Meeta gesagt, wie interessant und großartig ich das finde… da erlebt man eine echt blöde Situation und nimmt am Ende doch wieder einen riesengroßen Lerneffekt und jede Menge positive Energien mit. Fühlt sich tatsächlich ein bisschen so an, als würde man aus Scheiße Gold machen. Mentales Gold!

 

Notgeld für den Helikopter…

 

Frauen und Finanzen… Ich war mal richtig schlecht darin. Und was es bedeutet richtig schlecht mit Geld zu sein, merkt man erst, wenn sich das Leben grundlegend ändert. Bei mir war es die Trennung von meinem Mann… bei anderen ist es vielleicht eine schwerwiegende Krankheit, die für Existenzprobleme sorgen kann. 

Ich hab immer gearbeitet und hab mich irgendwie unabhängig gefühlt, aber war ich wirklich unabhängig? Nicht wirklich.

Das ist mir heute so richtig bewusst geworden, nach einem sehr interessanten Gespräch mit einer sehr klugen Freundin. Man braucht Geld, was gar nicht für einen existiert. 

 

quasi Notgeld für den Helikopter, der einen wegfliegen kann…

 

Das ist natürlich nur ein Sinnbild. Aber sie hat völlig recht mit dem was sie sagt. Ich bin zwar meinen Weg gegangen, aber ich konnte keineswegs frei entscheiden. Ich konnte nicht einfach gehen. Weil das Geld fehlte. Ich konnte diesen Frauen, die mir keine Wohnung vermieten wollten… nicht den Mittelfinger zeigen und sagen „leck mich am Arsch“… stattdessen stand ich da, hab geheult und gebettelt. Rückblickend waren das sehr erniedrigende Situationen.

Dieser Gedanke an Unabhängigkeit macht mich sehr glücklich. Sich nicht mehr erniedrigen zu müssen. Ich hab das Gefühl dieses kurze Gespräch mit meiner Freundin war irgendwie bahnbrechend für mich. Kein Finanzberater einer Bank hätte mir so gut vor Augen führen können, wie wichtig „Helikoptergeld“ für Frauen ist.

Dazu braucht man nur die erste Staffel „Big Little Lies“ zu gucken und wenn Ihr an die Stelle mit dem Gespräch zwischen der Therapeutin und Nicole Kidman kommt, wisst Ihr, was ich meine (übrigens eine grandiose Serie mit Hammer-Besetzung).

Ich folge seit einiger Zeit dem Instagram Account von Madame Moneypenny. Sie ist Bestsellerautorin zum Thema finanzielle Unabhängigkeit für Frauen. Auch sie sorgt dafür, dass wir Frauen unsere Augen für Geldangelegenheiten  öffnen. Es geht nicht darum, dass wir permanent mit negativen Ereignissen rechnen sollen, aber wir können vorsorgen, falls uns das Leben doch mal in den Arsch tritt und wenn es das nicht tut, kaufen wir uns halt eine Hermés Tasche oder gründen eine Art Generationenhof, wo wir unsere Kräuter selber anpflanzen und Hühner züchten.

Unabhängigkeit ist echt sexy, leicht erotisch und auf jeden Fall ein echter Glücklichmacher.

Helikoptergeld wird mein nächstes großes, persönliches Projekt und wir Frauen sollten das viel konkreter thematisieren… miteinander. Ich bin 42. Ich kann nicht erst übermorgen anfangen… ich muss es sofort tun.

Im Übrigen hab ich meiner Freundin heute vorgeschlagen, dass sie im nächsten Workshop einen Vortrag dazu halten soll. Ich glaube, sie denkt das wäre ein Witz… 

 

Eure Andrea

 

5 Kommentare

  1. Alexandra
    21. Juni 2019 / 8:22

    Jetzt bin ich erleichtert, dass es „nur“ um Geld ging. Klar sind so Situationen sehr belastend, es kann schließlich um die Existenz gehen. Aber ich glaube, solange du gesund bist, kannst du mit deiner Einstellung alles schaffen.
    Deine Glücklichmacher tun auch anderen – mir – gut. Danke dafür!

  2. Ina
    21. Juni 2019 / 9:04

    Liebe Andrea, mir wollte nach der Trennung unsere Sparkasse kein eigenes Konto eröffnen. Da steht man fassungslos da und glaubt es einfach nicht. Gut, wenn man ruhig und besonnen eine andere Lösung findet. Ich bin bis heute noch gekränkt darüber. Ich sollte das hinter mir lassen.

  3. Nicole Matheisen
    21. Juni 2019 / 9:09

    Liebe Andrea, Geldsorgen sind glaube ich fast noch schlimmer als Liebeskummer. Ich bin seid 3 Jahren Single, ohne Kind. Es ist jeden Monat ein Kampf. Reicht das Geld! Was geht? Frisörtermine etc. sind echt Luxus. Ich bin 48 Jahre und Vollzeit im Einzelhandel tätig. Es ist so unendlich traurig und erniedrigend das das Gehalt nicht ausreicht für Urlaub, essen gehen etc. Ich spare jetzt seid sechs Monaten für eine Woche Mallorca 2020 im
    Mai! Ich werde 49 und möchte meinen ersten Single Urlaub wagen, natürlich im Hotel HONUCAI 😍. Zum „gut“ Leben fehlen mir monatlich 400€! Ic genieße deine Ehrlichkeit, deine Offenheit und deine Power🙋‍♀️. Ich hätte sehr, sehr gerne am Workshop teilgenommen, um dich und Leipzig kennen zu lernen. Änder das wuppe ich Finanziell leider nicht. Weiter so! Du bist großartig, fantastisch, eine tolle Frau und eine Löwenmama ❤️

  4. Anja Lo
    21. Juni 2019 / 12:21

    Wie soll man Geld auf die Seite bekommen,wenn es jeden Monat knapp ist. Obwohl ich 70 Prozent arbeite,mein Mann 100, reicht es nach Miete,Strom,Fahrkarten,Versicherungen für nichts grosses mehr.Ich bewundere Dich und frage mich oft, wie Du so viele Reisen finanziell wuppen kannst( soll nicht negativ sein,ich finde das sooo toll) .Ich kenne viele Alleinerziehende,da reicht es gerade einmal im Jahr fuer eine Woche Camping ( was natürlich auch toll ist).Gibt es besondere Tipps und Tricks oder kann.man den Verdienst einer Krankenschwester/MFa/Verkäuferin einfach nicht mit ‚Influenzern,Bloggern‘ vergleichen? Und darf man das überhaupt fragen?

  5. 21. Juni 2019 / 17:34

    So welche Momente sind wirklich ernüchternd und rauben einem wirklich immer den letzten Nerv. Umso schöner, dass man sich auf starke Mädels vertrauen kann, die einen pushen und wieder aufbauen. Denn das ist die produktivste Energie. Immer wieder dankbar, dass du uns daran teilhaben lässt!

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