Warum du zu allererst dich selbst wertschätzen und lieben musst! #machdichgerade

Warum du zu allererst dich selbst wertschätzen und lieben musst! #machdichgerade

*dieser Beitrag enthält Werbung für Bauerfeind

 

Vor ein paar Tagen habe ich irgendwo ein Interview mit Lena Meyer-Landrut gesehen. Sie wurde nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund gefragt und sie sagte etwas, was bei mir hängenblieb:

 

Wie soll ich Liebe geben, wenn ich nicht mal für mich selbst Liebe übrig habe?

 

Ich verstand sofort, was sie meinte. Denn, ich habe mich selbst lange Zeit weder wertgeschätzt noch geliebt. Ich hatte dieses Thema komplett falsch verstanden und bin falschen Werten hinterher gelaufen.

 

Warum du zu allererst dich selbst wertschätzen und lieben musst! #machdichgerade - Achtsamkeit und Wertschätzung mit Bauerfeind auf Sylt!

 

Was sind denn eigentlich “falsche Wertvorstellungen”?

 

Nun ja, ich würde sagen, wenn dein Leben darauf ausgelegt ist, dass du nur etwas wert bist, wenn dir jemand Aufmerksamkeit schenkt, wenn dich jemand liebt, wenn du in irgendeiner Form materiell vergütet wirst. Wenn all das notwendig ist um dir ein Gefühl von “jetzt bist du etwas wert” vermitteln muss. Vermutlich sträubt sich jetzt alles in dir… wer will sich schon so sehen? Wer will schon dieser Realität ins Auge blicken? Aber Fakt ist… wir lechzen danach… von Kindesbeinen an.

 

Ein einfaches Beispiel:

 

Du bist in der 4. Klasse und gibst richtig Gas in der Schule. Du schreibst eine gute Note nach der anderen und präsentierst das, voller Stolz, deinen Eltern. Du kommst freudestrahlend nach Hause und die Reaktion deiner Eltern fällt – trotz allem – sehr verhalten aus. 

In der 4. Klasse ist einem einfach noch nicht bewusst, dass man gute Noten für die Zukunft und nur für sich schreibt. In der 4. Klasse schreibt man gute Noten, weil man die Eltern stolz machen möchte und Zuhause ein Feuerwerk guter Laune erwartet.

Und das zieht sich fröhlich durch das ganze Leben. Wir erfüllen ganz lange die Erwartungshaltung anderer ohne es wirklich zu merken. Ich glaube übrigens, dass dies bei Frauen deutlich tiefer verankert ist, als bei Männern. Männer sind viel direkter, in dem was sie wirklich wollen und machen viel mehr ihr Ding. Frauen stecken schon früh in ihrer Rolle fest, weil on top auch noch eine biologische Uhr tickt. Ein echtes Dilemma.

Natürlich ist Feedback, Wertschätzung, Liebe und der Respekt anderer Menschen wichtig für uns, unsere Entwicklung, aber noch wichtiger ist es mit sich selbst wertschätzend und respektvoll umzugehen. Vermutlich ist das sogar die größte Herausforderung, denn an allen Ecken lauert der Drang nach Aufmerksamkeit und die Selbstdarstellung im Internet verstärkt dieses Problem erheblich.

Wie wenig ich mich selbst wertgeschätzt und geliebt habe, wurde mir erst bewusst, nachdem ich sämtliche Rollen erfüllt hatte:

 

  • Schule
  • Ausbildung
  • Job
  • Heiraten
  • Mutter werden

 

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Die einschneidendste Rolle dabei ist definitiv das Dasein als Mama. Die Liebe zum eigenen Kind ist eine ziemlich unbeschreibliche Sache und es ist auch ein Stück Selbstaufgabe über einen langen Zeitraum und auch das liegt vermutlich in der Natur der Sache. Wir können 1.000.000 Ratgeber lesen, aber gegen das Gesetz der Natur ist man faktisch machtlos. 

Es klingt, wie aus einem blöden Kitschroman… Ich hatte lange Zeit nur dafür gesorgt, dass es meinem Mann und meinem Sohn gut ging. Von meinem Mann erhoffte ich mir mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe und nichts davon passierte. Ich vergaß mich komplett selbst und machte wirklich viele Fehler. Es war ein Teufelskreis, der im Desaster endete.

 

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Heute weiß ich… nichts davon wäre nötig gewesen. Ich hätte nein sagen können. Ich hätte sagen können, wenn mich etwas verletzt. Ich hätte mich um mich selbst kümmern müssen, als etwas nachzulaufen, was ich schlicht nicht bekommen würde. Vielleicht hätte ich dann auch besser sehen können, was bereits gut war und vielleicht hätte ich das dann schon besser wertschätzen können und es so annehmen können oder ich hätte etwas für mich verändert. Denn damit fängt es an. Aber ich tat weder das eine, noch das andere. Ich steckte fest.

Ganz ehrlich? Ich hatte mich immer für eine selbstständige Frau gehalten, aber ich war rein gar nichts davon. Wie unsicher ich wirklich war, wurde mir erst bewusst, als ich 2016 von vorne anfing… mit 39. Als ich auf einmal sämtliche Entscheidungen alleine traf ohne sie von jemandem abhängig zu machen. Erst fühlte sich das ganz merkwürdig an. Es klingt total schräg… aber ich ging in die Stadt, kaufte ein Kleid und dachte:

 

Krass… ich muss gar nicht fragen, ob er das gut findet und ich muss mich auch nicht für den Kauf rechtfertigen… (ich konnte es einfach tun und alleine darüber freute ich mich wahnsinnig).

 

Verrückt oder?

 

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Wisst Ihr, wie oft und wie bewusst ich das in meinem Umfeld wahrnehme? Ich muss erstmal fragen… bevor ich eine Entscheidung treffe… ist das nun gegenseitiger Respekt in einer Partnerschaft oder hat es nicht auch etwas mit Respekt und Vertrauen zu tun, wenn man dem jeweils anderen seine Individualität lässt? Wir sind erwachsen, benehmen uns aber nicht so. 

Persönliche Wertschätzung und Liebe für sich selbst geht aber noch viel tiefer, völlig unabhängig von einem Partner. Das betrifft unser ganzes Leben. Freundschaften, Kollegen, die Kassiererin im Supermarkt…

Und persönliche Wertschätzung geht nicht ohne konsequente Entscheidungen oder noch viel wichtiger… dem Loslassen! Im letzten Jahr habe ich ganz viel losgelassen. Das schützt nicht vor emotionaler Belastung, aber es ist der richtige Weg um genau dem entgegenwirken zu können. 

 

Rücken gerade machen! Durchatmen! Sich selbst vertrauen!

 

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Wie Achtsamkeit beim Thema Rücken funktioniert, könnt Ihr in tollen Artikeln auf dem Bauerfeind Blog nachlesen.

 

Praktische Tipps für den Rücken bekommt Ihr hier.

Mehr Tipps zum Thema “Achtsamkeit” in Bezug auf das Thema Rücken bekommt Ihr hier (sehr lesenswert von Achtsamkeitsexpertin Simone Langendörfer).

 

Als ich mit Euch in den Instastories über das Thema persönliche Wertschätzung und das Thema Rücken gesprochen habe, habt Ihr mir unzählige Antworten geschickt. Vielen Dank dafür. Dieses Thema ist unfassbar präsent. Physisch und psychisch. Emotionale Belastung merke ich körperlich sofort. Wusstet Ihr, dass Rückenschmerzen und Atemnot auch Ursache einer Depression sein können? Abgesehen von ganz klassischen Dingen, wie mangelnde Bewegung, zu viel Bildschirmarbeit, Alterserscheinungen, vielleicht ein Unfall…

 

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Gesundheit beginnt also bereits im Kopf. Wie wichtig guter Umgang mit sich selbst ist, lernt man in der Regel mit dem älter werden. Wenn schon ganz viele Erfahrungen auf den Schultern liegen, wenn alles nicht mehr so leicht und schnell geht, wie noch mit Anfang 20. 

Ich bin diesem Lernprozess zutiefst dankbar. Weil es mir selbst so gut tut und das ist etwas, was ich heute weitergeben kann. Ich bin der Lage dazu diese Motivation und Energie, meine tägliche Aktivität, weiterzugeben.

Vergangenes Wochenende war ich genau deswegen auf Sylt. Um zu arbeiten, mich zu bewegen, diese lang andauernde Grippe endlich hinter mir zu lassen. Ich war da um offene Themen zu klären und mich auch unangenehmen Dingen zu stellen. Man kann im Leben nicht alles auflösen, aber das ist auch gar nicht notwendig, wenn sich der Rest richtig anfühlt.

Als ich die Tür zu meiner Wohnung in Leipzig wieder aufschloss, waren Rückenschmerzen und Atemprobleme wieder weg… und nicht nur das… aber dazu erst demnächst mehr.

 

Eure Andrea

 

 

6 Kommentare

  1. Martina
    15. Februar 2019 / 11:46

    Hallo Andrea,
    ein wirklich tiefsinniger Beitrag! Erinnert mich an eine Situation, die etwas länger her ist, nachdem eine 7 -jährige Beziehung zu Ende ging und ich mit einer Freundin gegen den Kummer shoppen war. Ich hatte ein tolles Kleid an, und hatte einen totalen emotionalen Moment. Auf die Frage der Freundin hin, wieso ich denn weinte, meinte ich, dass mein Exfreund mich nie in diesem wunderschönen Kleid sehen würde. Und sie meinte, dass es doch ganz egal ist, solange du das Kleid liebst, ist es dein Kleid und nicht seins oder irgend einem anderen, der danach kommt. Ab da habe ich erstmals begriffen, ich tue nur noch das, was ich liebe und tue es für mich. Und zwar nur für mich. Und es hilft mir seitdem enorm weiter.

    Deine Martina

    • Andrea
      Autor
      18. Februar 2019 / 6:01

      Liebe Martina, ja das kenne ich. Ich habe das ganz ähnlich gemacht. Und es ist ein völlig anderes Gefühl, wenn man Dinge nur für sich tut. Ich hoffe Du hast das Kleid gekauft. Lieben Dank für Deinen Kommentar, Andrea

  2. 15. Februar 2019 / 15:17

    Liebe Andrea, heute berührt mich Dein Post ganz besonders, weil Ich genau weiß wovon Du sprichst… aus eigener Erfahrung quasi! Ich bin dabei mein Leben Stück für Stück umzukrempeln und lasse im Moment viele Dinge los… ja es ruckelt und es laufen Tränen hier und da! Aber ich fühle tief in mir, es ist der richtige Weg! Und gerade hilfst Du und auch Joana von Liebesbotschaft mit Euren Posts total! Danke für Euch und ganz liebe Grüße von Annett

    • Andrea
      Autor
      18. Februar 2019 / 6:00

      Liebe Annett, weißt Du… wenn es nur einem hilft, was ich schreibe, dann ist mein persönliches Ziel schon erreicht. Und ich verstehe das so gut, weil ich in dieser Phase des Lebens genau das gemacht habe… nach Texten gesucht habe, die mir irgendwie den Boden unter den Füßen zurückgeben. Alles Gute für Deine Zukunft. LG Andrea

  3. Claudia Ehrlinger
    21. Februar 2019 / 16:13

    Liebe Anrea, dass man dem “ich muss fragen” kenn ich von mir selber oft mit dem Hintergrund, dass ich selber zu unsicher bin, eine Entscheidung zu treffen. Ich arbeite da sehr intensiv an mir. Und oft kommt der Gedanke “was sagt er dann, wenn ich jetzt so und so entscheide”. Mit dem Hintergrund hab ich dann oft ihn entscheiden lassen. Mittlerweile überlege ich, entscheide und wenn er dann was zu meckern hat, dann steh ich dazu, weil ich es ja aus meinem Inneren heraus mit meinem “warum” entschieden habe.
    Bei Kleidung: Ha – da hab ich irgendwann aufgehört, ihn mitzunehmen, was er kaufen würde, ist nie das, was ich aussuchen würde. Und wenn ich aber jetzt allein shoppen gehe und dann heimkomme, dann findet er meistens toll, was ich mir gekauft habe.
    Es ist schwierig, etwas anzuziehen, von dem ich weiß, es gefällt ihm gar nicht, da tu ich mir schwer. Obwohl ich genau weiß, dass ist wieder mein Problem und mein Selbstwert, weil so schrecklich ist es ja dann auch wieder nicht, dass er das nicht aushalten könnte 😉
    Schwierige Sache manchmal!
    LG
    Claudia

    • Andrea
      Autor
      22. Februar 2019 / 4:12

      Liebe Claudia, oh ja das kenne ich. Man lässt sich da sehr schnell verunsichern. Ich hätte nie Birkenstocks oder ähnliches gekauft. Natürlich ist es schön sich auch schön für den Partner zu machen, aber das geht ganz oft nach hinten los. Jetzt, wo ich alles alleine entscheide ohne diese Unsicherheit im Nacken, findet mein Ex-Mann alles ziemlich gut, was ich trage… übrigens auch ein Phänomen von dem ich schon oft gehört habe. LG Andrea

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