Ein leckeres, wärmendes Kürbis-Möhren-Curry – ein Rezept nach TCM (traditionell, chinesische Medizin)!

Ein leckeres, wärmendes Kürbis-Möhren-Curry – ein Rezept nach TCM (traditionell, chinesische Medizin)!

Das Rezept welches ich Euch heute mit gebracht habe, ist bereits vor einigen Wochen entstanden – mitten im gesunden Januar und noch bevor Noweda-Diäten oder spontane Reisen/Aufträge uns ein wenig in die Planung und Struktur „gegrätscht“ sind……. An dieser Stelle bewahrheitete sich mal wieder einer meiner Lieblingssprüche:

 

„Während Du vorne fleißig Pläne machst, fällt im Hintergrund das Leben lachend vom Stuhl“

 

Also haben wir einfach mit gelacht und uns kurzerhand ein wenig umorganisiert – flexibel genug sind wir ja immerhin…….tja, und vielleicht wird ja auf diese Weise ein ganzes gesundes Jahr daraus. Das wäre doch auch gar nicht so übel, oder was meint Ihr?

Lustigerweise war an diesem Rezept selbst – bis auf die Tatsache, DASS ich etwas Gesundes für mich, natürlich für Euch und den Januar kochen wollte – auch gar nichts geplant. Es war eine spontane und rein intuitive Entscheidung für dieses orangefarbene Kürbis-Möhren-Curry.

Ursprünglich hatte ich für diese Woche etwas völlig anderes auf dem Zettel……. aber ganz offensichtlich brauchte ich nach über einer Woche grauem Himmel, Regen und trüber Luft draußen etwas „stimmungsaufhellendes“ und wohlig warmes für drinnen.

Über die Wirkung von Farbenergien hatte ich ja schon kurz im Rezept über meine Möhrensuppe gesprochen. Orange wirkt aufbauend und belebend, das gleiche wird Lebensmitteln dieser Farbe nachgesagt, also genau richtig gegen Trübsal blasen.

Außerdem sind Curry- und Reisgerichte im Winter absolutes Soulfood für uns und gehen quasi immer……also keine Sorge, das schmeckt auch jetzt, in dieser wunderbar sonnigen und klirrend klaren Winterkälte, fantastisch.

 

 

TCM und die 5 Wandlungsreiche

 

Wie versprochen gibt es für diejenigen unter Euch, die es interessiert, auch noch ein paar Tips zur Wirkungsweise von Nahrungsmitteln und dem gezielten Einsatz. Alle anderen dürfen auch gerne direkt zum Rezept „hüpfen“…….

Wichtig ist an dieser Stelle, Extreme immer nur wenig und mit Bedacht zu nutzen. Das bedeutet beispielsweise für die thermische Wirkung, dass „heiß“ und „kalt“ nur mit Vorsicht eingesetzt wird. Die Grundlage sollten neutrale Lebensmittel bilden, dann wärmende oder erfrischende (das kommt natürlich auch immer ein wenig auf die Jahreszeit und die entsprechenden Bedürfnisse an) und schlussendlich eben etwas heiß oder kalt – das geht immer gut mit einer Prise eines entsprechenden Gewürzes.

In unserem heutigen Curry kommt die heiße Wirkung durch die Knoblauchzehe und eine Prise Pfeffer, die Kälte durch das Salz. Kardamom und Koriander wirken warm, die Orange hingegen erfrischend. Die neutrale Grundlage bilden der Reis, die Möhren und der Kürbis. Möhren und Kürbis werden übrigens dem Wandlungsreich „Erde“ zugerechnet.

Die Erde ist einerseits in den Kreislauf der 5 Wandlungsreiche eingebunden, spielt aber andererseits auch oft eine Rolle als Zentrum der anderen 4 Wandlungsreiche. Sie hat eine harmonisierende und zentrierende Energie, außerdem „verteilt“ und nährt sie, spielt also eine nicht ganz unwesentliche Rolle, wenn es um (Er)nährung geht. Mit der Nahrung unsere Mitte stärken, uns zentrieren, sorgt für Harmonie und Ausgleich.

Kommt Euch das mit dem Zentrum und der starken Mitte nicht auch irgendwie bekannt vor?? Also mir begegnet es an vielen Ecken, im Sport, im Leben, im Alltag eben….. und schaden tut’s jedenfalls nicht.

Und ganz fernab von Wandlungsreichen und chinesischer Medizin….. das leuchtend orangefarbene Kurkuma aus diesem Rezept wirkt entzündungshemmend , regt den Zellstoffwechsel an und stärkt unser Immunsystem, perfekt also um ohne Erkältung durch diesen Wintereinbruch zu kommen.

Kurz und gut – wärmendes Soulfood für gute Laune, gegen Erkältung und für eine harmonische Mitte…. na dann mal ran an die Kochtöpfe!

 

Ein leckeres, wärmendes Kürbis-Möhren-Curry - ein Rezept nach TCM (traditionell, chinesische Medizin)!

 

Kürbis-Möhren-Curry – die Zutaten: (für 2 Personen)

 

  • 150g Möhren (1-2 mittelgroße)
  • knapp 400g Hokkaidokürbis
  • 80g rote Linsen
  • 10g frischer Ingwer (wer es nicht so scharf mag, nimmt einfach weniger – ich z.B.)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Kardamonpulver
  • 1/2 TL Korianderpulver
  • Saft von 1 Orange, Schale von 1 Bio-Orange (ungespritzt!)
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 3/4 TL Kurkumapulver
  • 3/4 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 125 g Basmatireis (oder Vollkornreis, dann Wasser und Kochzeit nach Packungsanweisung anpassen….) – ich hab Jasminreis genommen
  • 2 EL Kokosraspel (hatte ich grad nicht da, fiel ersatzlos weg…)
  • 1/4 TL Salz
  • 1/2 EL Kokosöl
  • 10 g Rosinen (ich habe stattdessen getrocknete Datteln klein geschnitten verwendet, die liebe ich sehr)

 

Ein leckeres, wärmendes Kürbis-Möhren-Curry - ein Rezept nach TCM (traditionell, chinesische Medizin)!

 

Kürbis-Möhren-Curry – Und so geht’s:

 

Reis waschen und mit 250 ml Wasser, Kokosraspeln und Salz in einen Topf geben. Alles bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze auf niedrigste Temperatur einstellen und den Reis ca. 15 min. ziehen lassen. Wenn er gar ist, 1/2 EL Kokosöl und die Rosinen unterrühren, bei geschlossenem Deckel warm halten bis das Curry fertig ist (damit nichts anbrennt, den Herd ausschalten).

Kürbis in kleine Würfel schneiden. Möhren schälen und ebenfalls in kleine Würfel oder Scheiben schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Eine tiefe Pfanne oder einen Wok erhitzen und das Kokosöl darin schmelzen, Ingwer, Knoblauch, Kardamom und Koriander darin kurz anrösten. Dann Kürbis, Möhren und rote Linsen dazu tun und ebenfalls kurz anbraten. Jetzt Kokosmilch, Orangensaft und Orangenzeste zufügen und alles bei mittlerer Hitze ca. 20 min. Köcheln lassen bis Gemüse und Linsen gar sind. Wenn Euch das Curry zu dickflüssig ist, könnt Ihr einfach noch etwas Orangensaft oder Wasser nachgießen, bis Ihr die gewünschte Konsistenz erreicht habt.

Am Schluss mit Salz, Kurkumapulver und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken und mit dem Kokosreis servieren.

 

Ein leckeres, wärmendes Kürbis-Möhren-Curry - ein Rezept nach TCM (traditionell, chinesische Medizin)!

 

Und nun lasst es Euch schmecken und habt noch einen fröhlichen Tag!

 

Eure Charlotte

2 Kommentare

  1. 5. März 2018 / 7:43

    boah lecker!!! Das wird sofort nachgekocht!!

  2. 5. März 2018 / 7:44

    Boah lecker! Wird sofort nachgekocht! 🙂

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