Familie, Lifestyle

Rückwärtsblick….

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Nur noch ein paar Tage und ein weiteres Jahr in meinem Leben neigt sich dem Ende zu. Es geht schnell, immer schneller. Und trotzdem ist es unfassbar, was 365 Tage tragen können. Wieviel schöne Dinge, traurige Dinge, Liebe, Wut, Verzweiflung.

Es ist für viele Menschen, inklusive mir, unheimlich wichtig, dass man abschließen kann. Wir beenden 2015 und starten 2016. Es gibt einem tatsächlich das Gefühl von….nochmal neu anfangen. Neues Jahr, neues Glück. Zwischen Weihnachten und Neujahr werden die Batterien geladen, alles wird runtergefahren und spätestens ab dem 02. Januar legen wir motiviert los. Oft ein Trugschluss, aber eben trotzdem so wichtig. Wir brauchen etwas woran wir glauben können! Ich brauch etwas woran ich glauben kann.

 

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Mein Rückwärtsblick in Worten:

Ich teile diese Worte nicht mit Euch nach einem Schema. Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist und wie 2015 in meinen Erinnerungen haften bleibt. Ich blicke deprimiert zurück. Es war das wunderbarste Jahr….seit langem. Es war das schlimmste Jahr. Ich habe auch keine Lust mir Dinge anzuhören, wie…..“denk positiv oder alles hat auch etwas Gutes“. Nein! Ich will es einfach nicht. Ich brauche die Trauer, Wut und Verzweiflung um zu fühlen……nur dann weiß ich was geht und was nicht geht.

 

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Kommt ein Stück meines Weges mit:

 

mein schönster Urlaub:

Die Berge! Es sind defintiv die Berge, die bei mir für Urlaub sorgen. Sie dürfen nicht zu klein sein…die Berge. Sie müssen sich vor mir auftürmen….riesig und unbesiegbar. Mein Anspruch an Urlaub hat sich verändert. Es ist nicht viel was ich brauche. Natur, Ruhe und möglichst schönes Wetter….und qualitative Zeit mit meiner Familie. In Österreich und Südtirol hatten wir das in diesem Jahr. Es war ein wunderbarer Familienurlaub mit tollen Wanderungen und Grenzerfahrungen. Wiederholungsgefahr!

 

mein schönstes Geschenk:

Hab ich mir selbst gemacht. Meine Kamera. Meine Olympus PEN EPL 7. Nach langer Suche bin ich endlich angekommen und habe tatsächlich eine emotionale Bindung zu meinem Schätzchen. Bilder sind großartig. Sie können so viel ausdrücken. Fotografie ist eine Kunst, die mich in jeder Hinsicht in ihren Bann gezogen hat.

 

mein schönster Moment:

In der Sansibar auf Sylt! Auf Holztreppen sitzen…..essen und Wein trinken bei unglaublich schönem Osterwetter. Unkonventioneller geht es einfach nicht. Unfassbar nette Leute mit denen man ins Gespräch kommt und die Liebe für die Insel teilt. Sylt……wird immer meine große Inselliebe bleiben.

 

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mein schönster Film:

Vermutlich kenne ich alle Filme, die es auf diesem Planeten gibt. Ich bin ein Filmegucker und Kinogänger. Ich liebe das. Und es gibt immer den einen Film….der mich in den Bann zieht, der irgendwas hat. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich ihn geguckt habe….es war eher Zufall. Ich hatte in der Zeitung super gute Kritiken gelesen, bei amazon Prime gab es fast ausschließlich 5 Sterne Bewertungen (was selten ist)…also hab ich einfach mal geklickt……..“Für immer Adaline“! Was für ein wunderbares Meisterwerk.

 

mein schönster Song:

Das ist sooooo schwer und doch so leicht. Es ist die Live Version von A.N.N.A, gesungen von Mark Forster. Man muss das Video der 1Live Krone dazu sehen um die Stimmung mitzunehmen. Toller Auftritt! Applaus, Applaus!

 

meine Serie:

Und das ist die schwierigste aller Fragen. Ich habe noch nie so gute Serien gesehen, wie in diesem Jahr. DANKE NETFLIX! Darunter sind wahre Meisterwerke, die mich in ihren Bann gezogen haben. Wenn ich genau drüber nachdenke….dann ist Breaking Bad nach wie vor mein Herzstück. Ich bin richtig in ein Loch gefallen, als die 5. Staffel vorbei war. Ein tolles Stück Seriengeschichte, was man einfach gesehen haben muss.

 

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mein größter Erfolg:

War definitiv mein Gewichtsverlust. Ein hartes Stück Arbeit und Selbstdisziplin. Mit dem eigenen Körper verantwortungsbewusst umzugehen ist gar nicht so einfach. Noch schwerer ist es, dabei zu bleiben. Nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Die schlimmste Erkenntnis war eigentlich, dass ich mir jahrelang selber etwas vorgemacht habe. Ich habe vorm Spiegel gestanden und mir eingeredet das doch eigentlich alles gut ist. Nach gut 14 Kilo weniger weiß ich…..das war eine Lüge. Sich selbst zu belügen war einfacher als diese scheiß Diät. Und trotzdem hab ich es durchgezogen und mir ein Stück Liebe zu mir selbst wieder zurückgeholt.

 

was mich berührt hat:

Auch 2015 war voll mit Schreckensmeldungen aller Art. Für mich persönlich war es der „Germanwings-Absturz“, der mich am meisten schockiert hat. Ich habe tagelang sämtliche Nachrichten gehört, gelesen, gesehen. Was geht in einem Menschen vor, der so eine Entscheidung trifft? Ich empfinde großes Mitgefühl mit allen Familien, Freunden, Kollegen……

 

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mein größter Verlust:

Tja….an dieser Stelle….schlägt mein Herz….der Puls geht hoch……ich schreibe, weiß aber nicht, ob die Worte hier noch stehen, wenn Ihr bereits mitlesen dürft.

Die letzten Monate waren ein Kampf, ein verzweifelter Kampf, ein – vielleicht –  sinnloser Kampf. Ein Fundament ist weggebrochen und es zerreißt mir mein Herz. Zu sehen, wie sich der Mensch, den man liebt, abwendet….nimmt mir die Luft zum atmen.

Ja…ich weiß….ich werde meinen Weg weitergehen. Ich bin eine starke Frau. Und trotzdem möchte ich allen da draußen mitteilen…..es ist in Ordnung….es ist in Ordnung zu weinen, zu schreien, stundenlang zu reden und auf dem Klo zu kotzen. Es ist in Ordnung gekrümmt auf dem Boden zu liegen und Teller an die Wand zu schmeißen. Es ist in Ordnung….das es dauert, bis der Schmerz vorübergeht.

Wisst Ihr was mir richtig auf Keks geht? Diese scheiß Ratgeber! Da steht nirgends wie es sich WIRKLICH anfühlt. Welche beschissenen Phasen man durchmachen muss, bis es endlich besser wird. Irgendwann veröffentliche ein Buch…und das wird dann die schonungslose Wahrheit…..kein Psychobla….was mir im Moment sowieso nicht hilft.

 

Wird 2016 mein Jahr?

Ja! Mein größter Verlust ist auch mein größter Motor. Ich möchte raus…aus dem Sumpf…in dem ich momentan stecke. Mein Kopf ist voller Pläne und ich hoffe 2016 reicht überhaupt aus um wenigstens einen Teil davon umzusetzen.

Ja…im Moment bin ich voller Trauer….ich habe mein Lachen verloren und ganz oft kullern die Tränen. Aber ich weiß, dass ich mein Lachen wiederfinden möchte….!

 

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Meine Lieblingsmenschen:

Was soll ich sagen. Ich bin dankbar…unendlich dankbar. Vor allem die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass man Familie und Freunde hat…die wirklich da sind. Die man anrufen kann zu jeder Tages und Nachtzeit. Die sich stundenlang die Verzweiflung anhören und die stundenlang Pläne schmieden, damit es einem besser geht. Ihr habt mich aufgefangen…in meinen dunkelsten Stunden. Danke! Ich fühle mich gesegnet, dass es Euch gibt!

Und DANKE Bommel……Du bist der allerweltbeste Hund. Ich würde nie nie nie wieder auf Dich verzichten wollen und ich freue mich auf viele weitere Jahr mit Dir….Du alter Stinker.

 

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Danke 2015:

Danke 2015….was warst Du nur für ein Jahr! Du hattest wirklich alles im Gepäck. Ich werde Dir dankbar sein….irgendwann. Denn ich weiß, dass Du etwas in meinem Leben verändert hast. Ich kann diese Veränderung noch nicht sehen…ich kann sie aber schon fühlen. Ich werde den Weg gehen, den Du mir geebnet hast. Es wird schwer, es wird tränenreich, aber es wird auch gut und vor allem wird es besser….irgendwann. Wahrscheinlich wirst Du DAS Jahr in meinem Leben sein, dem ich am meisten dankbar sein werde…..irgendwann.

 

Eure Schnimpeline