Rote Haare, Jugendlieben und die AgrarScouts auf der grünen Woche!

Rote Haare, Jugendlieben und die AgrarScouts auf der grünen Woche!

*dieser Beitrag enthält Werbung für die AgrarScouts und das Forum Moderne Landwirtschaft

Nachdem wir Anfang der 90iger Leipzig den Rücken gekehrt hatten, führte uns unser Weg nach Menden im Sauerland. Man könnte sagen, ich habe dort meine Jugend verbracht. Eine Zeit lang war es recht up to date sich im Diebels Altbierkeller zu treffen. Offen gesagt, weiß ich gar nicht, ob es Diebels oder diesen Altbierkeller überhaupt noch gibt.

Jedenfalls lernte ich eine meiner Jugendlieben kennen. Ja, Ihr lest richtig… eine meiner Jugendlieben. Ich habe mich intensiv umgeschaut, bis ich letztendlich geheiratet habe… und ja, offensichtlich hat das genau Hinschauen nicht wirklich was genützt.

Diese besagte Jugendliebe war Sohn eines Landwirts und hatte rote Haare. Ich war also damals schon richtig im Trend, denn auch rote Haare sind nach Prinz Harry und Ed Sheeran wieder sexy und salonfähig. Meine Eltern fanden das sehr amüsant, denn die Zukunft ihrer Tochter vermuteten sie keinesfalls an der Seite eines Landwirts und speziell in diesem Fall hatten sie den richtigen Riecher… wobei das definitiv nicht an Kühen, Schweinen und der frischen Landluft lag, als vielmehr am Mann.

Nein, ich bin keineswegs die geborene Landfrau und das ist auch nichts, was ich Euch mit diesem Beitrag weismachen will. Aber es war tatsächlich 2 Jahre lang ein kleiner Teil meines Lebens. 

NICHTS!

Einfach nichts… bis auf eine übliche Adresse auf den Onlineseiten des Telefonbuchs. 

 

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Ich bin gerade sehr stolz auf mich, denn das ist eine großartige Überleitung auf das eigentliche Thema. Denn ein ganz großer Teil der Landwirte hat keine Zeit sich mit Webseiten und Social Media zu beschäftigen. Aus meiner Sicht absolut verständlich, denn ich erlebe ja jeden Tag, wie zeitaufwendig und arbeitsintensiv diese Thematik ist. Wenn ich mir vorstelle, dass ich nebenbei noch einen landwirtschaftlichen Betrieb führen würde, der meine Aufmerksamkeit 7 Tage die Woche von früh bis spät benötigt… dann ist völlig klar, dass das Thema Internet nur eine minimale Rolle spielen kann.

Und das ist wirklich schade, denn Landwirtschaft ist ein absolutes Trendthema. Das wurde mir in dem Moment bewusst, als ich vergangene Woche die Messehallen in Berlin betrat. Ich kann gar nicht sagen warum, aber ich hatte deutlich weniger Publikumsverkehr erwartet und nicht das es schon um 10 Uhr morgens brechend voll sein würde. Das hat mich ziemlich überrascht.

 

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Ich hatte vor Ort ein sehr informatives Gespräch mit Maja vom Forum Moderne Landwirtschaft. Das Forum Moderne Landwirtschaft widmet sich genau dieser Problematik und macht Landwirtschaft in Verbindung mit Landwirten greifbar und visuell. Vereinfacht gesagt fungiert das Forum Moderne Landwirtschaft ein wenig, wie der Erklärbar für diese Branche… im absolut positiven Sinne, denn das ist dringend notwendig. Gerade in Zeiten, wo Ernährung und die Herstellung von Lebensmitteln großen Raum des allgemeinen Interesses einnimmt.

Unterstützt wird das Forum Moderne Landwirtschaft von den AgrarScouts. Ehrenamtlich.

 

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Die AgrarScouts sind die Gesichter der modernen Landwirtschaft.

 

Sie machen Landwirtschaft greifbar und erklären die Arbeit der verschiedenen Betriebe und vor allem der vollkommen verschiedenen Betriebsarten. Konventionell, Bio, Ökologisch… einfach alles ist vertreten. Und Landwirtschaft ist so viel mehr, als das, was uns RTL mit “Bauer sucht Frau” weis machen möchte. 

Ich, für meinen Teil, habe Landwirtschaft in der Vergangenheit nur aus den Medien wahrgenommen. Sowohl negativ, als auch positiv. Negativ vor allem bezüglich der Preispolitik, die viele Höfe in die Knie zwingt. Ich sage nur Milchpreise…

Auf meine Umfrage bei Instagram bekam ich allerdings auch einiges Feedback von Landwirten, die mir erzählten, dass sie ständig in der Kritik stehen würden und angegriffen werden. Was einfach schlicht an Fehlinformationen und nicht vorhandener Kommunikation liegt. Und Kommunikation ist überhaupt das Zauberwort… in absolut all unseren Lebensbereichen. 

 

 

Die AgrarScouts kommunizieren. Sie beantworten Fragen und gehen aktiv auf die Menschen zu. In diesem Fall war die passende Plattform die grüne Woche. 

Ich hatte meinen Zug relativ knapp gebucht und hatte mir nur Zeit für die Interviews und einen Streifzug durch diese eine Halle eingeplant und ich habe es direkt bereut. Aber speziell an diesem Tag war es einfach sehr wichtig, so schnell wie möglich zu meinem Sohn nach Hause zu kommen.

Mich hat, offen gesagt, einfach alles begeistert. Es war super modern und total interaktiv. Nichts davon hatte ich erwartet. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Arbeit und Organisation im Aufbau dieser Messestände lag. Und ich habe ungefähr 30 mal wiederholt, wie schade ich es fand, dass mein Sohn nicht dabei war. Denn, wenn ICH! schon so begeistert war, dann war das für Kinder ein großes Abenteuer… inklusive total niedlicher Kälber, die man streicheln konnte. 

 

 

Das Gespräch mit den AgrarScouts Martin und Meinke im Hofcafé war so interessant und angeregt, dass ich fast meinen Zug verpasst hätte und im Sprint die S-Bahn erreicht habe. Da ich für meinen Job selbst so viel Leidenschaft empfinde, hat es mich tief berührt, die Leidenschaft beider junger Männer für ihre Arbeit und ihre Höfe zu sehen. Beide machen das übrigens in fortlaufender Generation. 

 

 

Rote Haare, Jugendlieben und die AgrarScouts auf der grünen Woche!

 

Wie wichtig die Aufgabe des Forum Moderne Landwirtschaft ist, wurde mir klar, als Martin und Meinke meine Frage nach einer Homepage zu ihren Höfen verneinten. Ich meine… da sitzen 2 junge Männer mit gut laufenden Betrieben vor mir und es gibt sie lediglich im Telefonbuch, aus Zeitmangel. Das ist zwar irgendwie niedlich, aber keineswegs zeitgemäß. Die Problematik dahinter allerdings voll verständlich. Und oftmals spielt auch ein Generationskonflikt auf den Höfen eine Rolle… neumodische Technik braucht doch keiner. Da ist seitens der jungen Landwirte oftmals noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Wenn ich auf der Suche nach regionalen Lebensmitteln bin, bin ich jedes Mal dankbar, wenn ich etwas im Internet finde. Wo finde ich einen Eierautomaten, einen Milchautomaten, einen Hofladen oder ggf. sogar einen Lieferanten direkt vom Bauernhof. Und interessant sind eben auch die Informationen dahinter. Wie innovativ arbeitet so ein Hof und kann ich das mit meinem eigenen Konsumverhalten vereinbaren?

Die AgrarScouts sorgen für den Dialog zwischen Endverbraucher und Landwirtschaft. Es ist ein guter und notwendiger Dialog. Ein absolut zeitgemäßer Dialog. Ich hätte mich mit Martin und Meinke noch stundenlang unterhalten können. Ich fing schon an im Kopf Synergien zu knüpfen und wann ich die beiden wo einladen könnte… Gelegenheiten gibt es in meinem Job ja genug. 

 

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Ich würde mir wünschen, dass sich unsere Wege in der Zukunft deutlich öfter kreuzen. Wir sprechen hier nicht über Fashion, Beauty oder Dekoartikel, aber trotzdem über ein absolutes Trendthema. Wobei Trend das falsche Wort ist. Denn Landwirtschaft ist die Basis für unsere Ernährung und die Verantwortung von Landwirten, Industrie und uns, als Endverbraucher, geht hier Hand in Hand.

Kommendes Jahr ist die gründe Woche für mich ein fester Termin und ich freue mich auf jede einzelne Halle.

 

Eure Andrea

 

 

 

2 Kommentare

  1. 1. Februar 2019 / 23:36

    So toll aufbereitet das Thema! Klasse, dass du auch nach Berlin gefahren bist um direkt das Gespräch zu suchen. Man vergisst wirklich total, wie wichtig das Thema ist, da man immer wieder unbewusst dsmit konfrontiert ist. Werde auch mal mehr auf regionale Wochenmärkte setzen.

    Gruß,
    Petra

  2. Jasmin
    16. Februar 2019 / 6:58

    Ich bin dabei 2020! Grad im Kalender notiert. 🐖🐄🐂🐤
    LG
    Jasmin

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