MOMENTAUFNAHMEN… SO WAR DER FEBRUAR!

So fühlt sich Glück an... in Südafrika mit der DAY.LIKE Sommerhose von PETER HAHN und einem Gewinnspiel!

Einige von Euch erwarten heute meinen 2. Teil zu Südafrika, aber ich fühle mich schlicht noch nicht in der Lage meine Gedanken und Empfehlungen „auf Papier“ zu bringen. Für mich war es die intensivste Reise überhaupt und es lässt sich schwer erklären warum. Es waren oftmals nur Kleinigkeiten, die Südafrika für uns perfekt gemacht haben. Ich glaube, insgesamt war es die Bodenständigkeit, die ich so sehr mochte, egal auf welche gesellschaftliche Schicht wir trafen. Ich mag es sehr, wenn man sich nicht „verkleiden“ muss und einfach sein darf.

Der Februar, war trotz seines tristen und nasskalten Starts, extrem facettenreich und hat mir mehr emotionale Herausforderungen in den Weg gelegt, als ich eigentlich bewältigen wollte. Das ist auch definitiv etwas, was ich nicht ständig brauche, auch wenn ich daran immer wieder wachse. Es kann nur hin und wieder auch gern mal etwas weniger sein.

Es hat mich am Donnerstag kurz kalt erwischt ohne Luca nach Hause zu kommen. Ich habe ihn am Flughafen seinem Vater „übergeben“ und bin ohne ihn nach Leipzig zurückgekehrt, dafür aber mit Hugo und Bommel im Gepäck. Wir haben immer so kleine Rituale, wenn wir nach einer Reise nach Hause kommen. Nix Wildes…nur Kleinigkeiten und zum ersten Mal in den vergangenen 3 Jahren, verspürte ich einen kurzen Moment Einsamkeit und Angst. Ich bin, weiß Gott, keine Glucke… aber manchmal erschreckt mich der Gedanke, wie wenig Zeit noch bleibt, bis er komplett seinen eigenen Weg gehen wird. Wann wurde aus dem kleinen Jungen ein Teenager, der größer ist als ich?!

Gott sei Dank begleiten mich viele Leserinnen und Followerinnen aus meiner Generation und machen ganz ähnliches durch und es ist beruhigend zu wissen, dass man mit all diesen Gedanken und Gefühlen dazu nicht alleine dasteht. 

Relativ spontan entschied ich mich dazu ein verlängertes Wochenende auf Sylt zu verbringen um dort zu arbeiten. Ich wollte schreiben und fotografieren und ich freute mich auf einen Frühstücksmoment mit Uta und Bine. Die Rahmenbedingungen waren nicht ganz so glücklich, weil es wirklich fast komplett durchregnete, aber insgesamt hat sich der Reiseaufwand gelohnt. Für ein Frühstück mit Uta und Bine gibt es keinen Mehraufwand… das ist einfach nur kostbare und seltene Zeit miteinander und für mich haben sich dadurch kleinere Knoten komplett lösen können. Ich bin also mit einem sehr guten Gefühl wieder nach Hause gefahren und habe meine Auftraggeber mit guten Jobs glücklich gemacht, denn mich erreichten – im direkten Anschluss – großartige Folgeaufträge.

Das hat mich dazu veranlasst, mir noch intensiver Gedanken über die Umsetzung meiner Arbeit zu machen und an dieser Stelle wirklich größer zu denken. Es hat sich einfach an jeder Stelle gelohnt sich zu professionalisieren und Kampagnen ganzheitlich zu betrachten und sie nochmal anders in mein Leben einzubinden. So entsteht auf diesem Blog irgendwie eine richtige Geschichte, weil sich alles miteinander verknüpfen lässt, egal auf welchem Kontinent ich mich befinde.

Eine Leserin fragte mich vor kurzem, wo sie denn auf meinem Blog anfangen muss? Sie würde so gern alles von Anfang an lesen… Das sind über 1600 Beiträge in 6 Jahren. Mal gut, mal weniger gut. Und einen „roten Faden“ gibt es erst seit gut 3 Jahren.

In meiner Januar Momentaufnahme hatte ich Euch erzählt, dass ich darüber nachgedacht habe umzuziehen, weil mir ein richtiges Büro fehlt und meine Wohnung dafür keinen geeigneten Platz bietet. Einen Umzug hatte ich ja dann relativ schnell verworfen und ich war mir sicher, dass sich irgendwie, irgendwo, irgendwann ein Weg auftun wird, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal annähernd greifbar gewesen wäre. 3 Tage nach diesem Blogpost schneite es diese Lösung vom Himmel. Unerwartet und ungeplant. Und ich freue mich, wenn ich Euch bald näheres dazu erzählen kann. 

In Südafrika las ich noch mal das Café am Rande der Welt von John Strelecky. Ich habe Euch das Buch schon recht häufig empfohlen. Irgendwie empfand ich diese Reise genau passend um mich nochmal in diese Geschichte zu vertiefen. Als ich es zum ersten Mal las (vor ca. 3 Jahren), war ich noch nicht ich. Mein Mann kehrte nochmal zurück in mein Leben und ich machte exakt die gleichen Fehler, wie vorher. Und auch aus beruflicher Sicht war ich noch lange nicht da, wo ich heute bin. Aber das ist, rückblickend, auch überhaupt nicht schlimm. Ich bin äußerst dankbar dafür, dass ich langsam wachsen durfte. Ich möchte mir, in jeder Hinsicht, meine Bodenständigkeit und Normalität bewahren. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wirklich zählen und das ist nicht nur eine hohle Phrase.

Im Café am Rande der Welt führt John gegen Ende des Buches ein Gespräch mit Casey. Es geht um Menschen, die voller Leidenschaft sind für das, was sie tun und um die Frage, warum genau für diese Menschen sich oftmals alles in die richtige Richtung entwickelt (Höhen und Tiefen eingeschlossen) und warum sie so viele positive Dinge erleben?! Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vorwegnehmen… lest es einfach. Es stecken unfassbar viele Aha-Momente darin. Mich hat es an einigen Stellen tief berührt, weil ich mich so oft selbst sehen konnte.

Besonders lehrreich war der Februar für mich in Bezug auf uns Frauen. Und das aus vielerlei Perspektiven. Wir möchten alle so viel, geben uns offen und möchten so gern ein Miteinander und doch fallen wir uns ganz oft… gegenseitig… auf die Füße. Erstaunlicherweise spielt das Alter dabei keinerlei Rolle. Wir können uns auch mit Ü40 noch verhalten, wie zickige Teenager in der Schule. Offen gesagt, wundert es mich nicht, dass wir so völlig blöde Dinge, wie Frauenquoten brauchen und die Männer unsere Gesellschaft immer noch dominieren. Frauen sind unfassbar kritisch mit Frauen und das leider, so gut wie nie, in einem offenen Schlagabtausch. Alles, was da miteinander oder auch untereinander abläuft, ist sehr oft subtil und hinter Subtilität verbirgt sich oftmals… ganz salopp formuliert:

 

Die feine, englische Art des Lästerns.

 

Hier ein Zitat dazu aus dem Wörterbuch:

 

SUBTIL BILDUNGSSPRACHLICH

 

  • mit viel Feingefühl, mit großer Sorgfalt, Genauigkeit vorgehend oder ausgeführt; in die Feinheiten gehend; differenziert „eine subtile Beschreibung der Atmosphäre“, fein strukturiert [und daher schwer zu durchschauen, zu verstehen]

     

Soll heißen… man tut es, aber es fühlt sich nicht wirklich so an, weil man es ja erstmal positiv formuliert im Sinne von… „Ich finde ja gut, was die macht, aaaaaber…“! Eine Kommunikationsregel besagt ja, dass man Kritik mit einer positiven Einleitung beginnen sollte und das funktioniert auch hervorragend beim Lästern. 

 

Das Problem? Die einhergehenden Verletzungen sitzen tiefer und länger, als es bei jedem „offenen Schlagabtausch“ je der Fall gewesen wäre. 

 

Spätestens, wenn die biologische Uhr nicht mehr tickt und wir uns nicht mehr nur über unseren Partner oder die Familie definieren, sollten wir doch in der Lage sein auch mögliche Konkurrenz in positive Energie umzuwandeln. Es ist genug für alle da. Platz für jeden. Die Welt ist groß genug! Könnt Ihr glauben… ich war gerade in Südafrika, ich hab’s gesehen!

Letztendlich ist der daraus resultierende Lernprozess für mich enorm positiv. Ich liebe, liebe, liebe diese Energie zwischen uns Frauen und das, was wir bewältigen und auf die Beine stellen können und ich bin froh und dankbar auf Frauen zu treffen, die ebenso ticken und mit denen ich mich trotzdem reiben darf… sonst wäre es auch furchtbar langweilig. Das Potential, was wir verschenken, ist enorm. Wir könnten damit ganz andere Dinge tun. Konzentriert Euch auf Euch selbst und fangt an dieses Frau sein zu genießen und auch das Miteinander von uns Frauen. Ich könnte einen Roman dazu schreiben…

Interessanterweise ist es sehr lehrreich Mutter eines Sohnes zu sein. Die klare Art von Luca oder der kurze Weg einer Klärung, hat mich vor einigen Fehlentscheidungen bewahrt. Er redet nicht lange drumherum, sondern sagt mir mitten ins Gesicht, was Sache ist. Manchmal muss ich echt schlucken und stelle ganz oft hinterher fest, wie klug das war. Ich habe in diesem Alter meine Mama jede Menge Nerven gekostet mit meinen elend langen Diskussionen. Das ist mit Jungs echt anders. Da knallt es… kurz und heftig und dann ist auch wieder gut.

Ein großes Highlight für mich im Februar war der Start des Briefwechsels mit Denise alias Fräulein Ordnung. Es war richtig toll, wie gut das bei Euch angekommen ist und wie zahlreich Ihr gelesen habt. Eine Leserin kritisierte, dass es dabei um das Thema Trennung geht und das ja wohl ausgelutscht sei und ich auch offensichtlich nicht kritikfähig bin. Ich kann da nur immer wieder sagen… es hat wirklich jeder die Möglichkeit auszusteigen. Man muss hier nicht lesen, man darf hier lesen und stellt Euch vor… es kostet nichts. Nicht einen Cent! 

Erschwerend kommt hinzu, dass es nicht mehr darum geht Wunden zu lecken oder vor lauter Liebeskummer heulend in der Sofaecke zu sitzen… sondern es geht um schonungslose Reflexion der Gegenwart. Sich mit Kind und Kegel mit über 40 zu trennen, neu anzufangen, ggf. auf Partnersuche zu sein, ist aufregend, anstrengend und richtig spannend. Wie fühlt sich der erste Sex mit einem neuen Mann nach über 20 Jahren an? Oder, wie ist es nochmal richtig verliebt zu sein? Wie schmerzhaft ist es das eigene Kind in „diese andere Familie“ zu schicken?

Denise und ich wären ohne unsere Trennungen nicht die Frauen, die wir heute sind und das passiert nicht von heute auf morgen. Das ist nun mal ein Prozess und Ihr dürft daran teilhaben und vielleicht sogar Mut daraus schöpfen… nicht Mut Euch zu trennen… das ist KEINESFALLS! unsere Intention, aber vielleicht endlich den Mut aus dem Schatten von Ehe und Mutter sein wieder herauszutreten und mal wieder selbst für sich was tun. Uns geht es doch allen in diesem Punkt sehr ähnlich, oder?

 

MOMENTAUFNAHMEN… SO WAR DER FEBRUAR!

 

Mein Spruch des Monats!

 

Auch im Februar gibt es einen Harvey Specter Spruch für Euch (wann geht eigentlich endlich mal Staffel 7 auf Netflix los… in den USA wird schon Staffel 9 gedreht).

 

STAY AWAY FROM NEGATIVE PEOPLE…

THEY HAVE A PROBLEM FOR EVERY SOLUTION!

 

Nehmt es mir bitte nicht übel, dass ich heute kein Freebie für Euch habe. Ich wollte mir eigentlich in Südafrika die Zeit dafür nehmen, aber es war wichtiger einfach nur auf das Meer zu schauen.

 

Meine Empfehlungen zum Sehen und Hören!

 

Was hab ich gelesen?

 

Wie bereits oben schon erwähnt, habe ich nochmal das Café am Rande der Welt gelesen und ein super interessantes Buch über Südafrika: Gebrauchsanweisung für Südafrika.

Offen gesagt, habe ich dieses Buch ziemlich emotionslos angefangen zu lesen und war mit jeder Seite mehr begeistert. Wir hatten an 3 Tagen kein WLAN im Apartment und auch der Fernseher funktionierte nicht. Irgendwann fing ich an Luca aus dem Buch vorzulesen, weil ich es so interessant fand. Zuerst hat er gemotzt und dann sollte ich immer weiterlesen. Das war richtig toll!

In der Süddeutschen Zeitung kann ich Euch ein zauberhaftes Interview eines Paares empfehlen, was bereits 67 Jahre zusammen ist. Besonders interessant fand ich die Antworten auf die Frage:

 

Was macht das Leben in Ihren Augen aus? Braucht man eine Liste mit Dingen, die man im Leben gemacht haben will?

 

Was hab ich gesehen?

 

Im Februar deutlich weniger, als sonst. Ich arbeite immer noch die Staffeln Game of Thrones auf und ich habe angefangen mit Dirty John auf Netflix. Erst war ich gar nicht so begeistert, aber mittlerweile finde ich es richtig spannend.

Durch meine Reisen nach Sylt und Südafrika habe ich tatsächlich deutlich weniger gesehen und gelesen, als sonst. Irgendwie ein gutes Zeichen, finde ich.

 

MOMENTAUFNAHMEN… SO WAR DER FEBRUAR!

 

Was hat denn der März im Gepäck?

 

Oh… ganz viele News, die ich Euch endlich mitteilen kann. Das wird alles im Laufe des Monats passieren. Ich möchte Euch nicht unnötig auf die Folter spannen, aber ich glaube an die Macht von Unterschriften und erst dann sprech ich drüber um was es geht. Außerdem geht endlich der Dekosamstag wieder weiter und der Briefwechsel geht in die 2. Runde mit einem ziemlich spannenden Thema, was sicher sehr kontrovers diskutiert werden kann. Außerdem geht es nach London für mich. 

Insgesamt freue ich mich aber darauf intensiv an all den neuen Projekten zu arbeiten und auch wirklich richtig Zeit dafür zu haben, weil ich es geschafft habe mich deutlich besser zu strukturieren und zu fokussieren. Ein ganz wichtiger Punkt, wenn man selbst bestimmt arbeitet. Selbstdisziplin ist dabei einer harter und wichtiger Fakt.

Außerdem habe ich richtig schöne Fotos aus Südafrika mitgebracht und es ist an der Zeit daraus etwas zu machen. Die Kamera nochmal zu wechseln, war der beste Schritt!

Ich freue mich sehr auf einen gemeinsamen März mit Euch!

Habt einen wunderbaren Sonntag!

 

Eure Andrea

 

2 Kommentare

  1. Bianka Diedrichsen
    3. März 2019 / 19:57

    Hallo Andrea,
    ich finde deine Blogs so toll. Lese Sie jedesmal mit Begeisterung. Dein Südafrika Reise fand ich auch super. Freunde von uns sind gestern gerade von Ihrer 3 wöchigen Südafrika Reise wiedergekommen. Die Bilder, ein Traum. Meine 19 jährige Tochter ist gerade auf Weltreise und Ihr erster Stop war Kapstadt. Sie ist fasziniert von diesem Land. Sie hat uns geschrieben, dass mein Mann und ich dort unbedingt hin müssen❤️Ich bin gespannt auf den März mit Dir.
    Einen tollen Wochenstart.
    Viele liebe Grüße
    Bianka Diedrichsen

  2. 5. März 2019 / 12:19

    Ach, ich mag deinen Monatsrückblick, und freue mich ihn gelesen zu haben. Kenne das Gefühl, wenn das einzige Kind erwachsen ist und bereits vor einigen Jahren ausgzogen ist und sich so schön weiterentwickelt. Ich bin ja schon jetzt gespannt auf euren 2. Briefwechsel. Sylt hat es mir by the way auch endlich angetan und werde bald mit meinem Mann da ein Wochenende verbringen. Vorerst genieße ich das Wetter in Bella Italia. Ich bin gespannt, was wir im März von Dir hören werden.

    Gruß,
    Petra

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