Depression: Meine Erfahrung im Podcast!

Depression: Meine Erfahrung im Podcast!

 

Von 2012 – 2014 gehörte ich zur Krankenstatistik in Deutschland. Vermutlich die dunkelsten Jahre meines 41-jährigen Daseins.  Wenn ich mich heute sehe und – oberflächlich – auf diese Zeit zurückblicke, dann fühlt sich das an, als wäre das eigentlich nicht ICH gewesen.

Ende 2014, ein Jahr nach meiner Reha und als es mir endlich wieder besser ging, entschied ich mich darüber zu schreiben. Ich weiß noch, wie lange ich mit mir gekämpft habe, mit meinen Depressionen an die Öffentlichkeit zu gehen. Während es heute völlig normal ist, über solche Dinge zu schreiben…war es 2014 noch recht selten. Aber es lag so sehr auf meiner Seele, dass es einfach raus musste.

Der Artikel über meine Depression war letztendlich auch der Weg…ohne Kalkül….zum Erfolg des Blogs. In exakt diesem Moment habe ich das dreiraumhaus mit mir als Mensch verbunden und mich den Lesern wirklich geöffnet. Das ist mir erst Jahre später bewusst geworden.

Mit diesem Blog zu arbeiten, war vermutlich auch ein Stück Therapie…oder nein….es IST! Therapie. Diese Arbeit hier hat dazu beigetragen, dass ich mich Stück für Stück in mein Leben, in meine Selbstbestimmtheit zurückgekämpft habe. Ich bin so zufrieden und glücklich damit, dass mich nicht mal die Trennung von meinem Mann in ein lang anhaltendes, dunkles Loch hat fallen lassen. Davor hatte ich große Angst, aber es ist nicht passiert.

Den Podcast zu meiner Geschichte über schwere Depressionen, Selbstmordgedanken und allem, was eben mit dieser Krankheit zu tun hat, habe ich vorgestern Abend als Podcast aufgesprochen. Anfang der Woche ging es mir nicht so richtig gut. Diese berühmte, dunkle Wolke schwebte über mir und ich kam nicht so richtig dagegen an. Was letztendlich half, war ein langes Telefonat mit meiner Seelenverwandten…meiner Schwester und später saß ich im Bett und sprach den Podcast ins Mikrofon.

Ich habe schon beim erzählen und dann auch vorlesen gemerkt, dass mich das Thema wieder tief berührt. Depression hört ja auch niemals wirklich auf. Ich habe den Podcast über meine Depression, aber so gelassen. Ich habe nichts geschnitten oder hinzugefügt…am Ende stockt es einfach etwas, weil mich meine eigenen Gefühle übermannen.

Ich habe – Gott sei Dank – die richtigen Menschen in meinem Leben und ich habe das dreiraumhaus und auch mein Mikrofon. Ich lasse meine Knoten einfach platzen….indem ich schreibe oder darüber spreche. Keine Medizin konnte je so gut helfen, wie die Menschen um mich herum oder auch mein Job. Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit.

Viele von Euch kennen den Artikel über die Depression schon…vielleicht habt Ihr trotzdem Lust reinzuhören. Es ist tatsächlich nochmal komplett anders, wenn man das Geschriebene auch hört…die Emotionen lassen sich noch viel einfacher transportieren. Deswegen geht es in Folge 5 auf unserem 25 Stunden Champagner Podcast für Frauen auch genau um diesen Sachverhalt. 

 

Hier geht es zum Podcast über Depression auf SoundCloud:

 

 

Und hier geht es zum Podcast über Depression auf iTunes:

 

25 Stunden Champagner Podcast für Frauen und Podcast über Depression

 

Irgendwann schrieb mir mal jemand, dass sich bei der Behandlung von Depressionen eine ganze Menge geändert hätte. Es gäbe genügend Anlaufstellen und Hilfemöglichkeiten. Das musste ich erstmal so stehen lassen, weil ich aktuell nicht betroffen bin. Denn meine Erfahrung war komplett anders und leider komplett negativ. Vor kurzem las ich dann diesen Artikel auf Tollabea zum Thema Hilfestellung bei Depression und den Kampf mit Krankenkassen und Ämtern. Das ist deckungsgleich mit meinen Erfahrungen und wirklich sehr lesenwert.

Danke fürs Zuhören!

 

Eure Andrea

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