#privatsphäre – meine Wochengedanken, Glück und Demütigung…

Privatsphäre Glück Demütigung Wochenrückblick

Wenn ich auf diese Woche zurückschaue, dann war das eine Mischung aus sämtlichen Emotionen, die man sich nur vorstellen kann. Im Augenblick freue ich mich einfach nur mega, dass ich mal 3 Wochen am Stück Zuhause bin und nur wenige Termine meinen Alltag durchkreuzen. Ich hab das Gefühl, dass ich seit November nur noch Feuer ausgetreten habe…beruflich und privat.

So gerne ich unterwegs bin, so gerne bin auch einfach völlig unverplant Zuhause, denn irgendwas zu tun gibt es ja schließlich immer und Leipzig bietet so viele Möglichkeiten sich die Freizeit zu vertreiben, dass es manchmal schwer ist sich zu entscheiden.

Aber genau das ist es, was mich wirklich so glücklich und zufrieden macht. Nach fast 10 Jahren in ländlicher Idylle hätte ich mir nicht vorstellen können, dass mich das Leben in der Stadt so sehr anspricht. An vielen Stellen fühle ich mich immer noch, als wäre ich aus dem Winterschlaf aufgewacht. Ich habe in 10 Monaten Leipzig so viel unternommen, wie in 10 Jahren Hennef nicht. Damit will ich weder das eine schlechter, noch das andere besser machen….es sind einfach nur 2 völlig verschiedene Leben aufgrund völlig unterschiedlicher Rahmenbedingungen. Und die aktuellen Rahmenbedingungen passen viel besser zu meiner Situation als Single und alleinerziehender Mama.

Diese Woche ist mir bewusst geworden, welches Glück Luca und ich miteinander haben. Als wir umgezogen sind, gab es schwierige Zeiten zwischen uns. Ich war noch viel zu viel gefangen in Traurigkeit und der Frage nach dem „WARUM“. Für Luca war auch alles so neu und dann ging auf einmal die Pubertät los. Zwischendurch überkam mich die Angst „ich würde meinen Sohn verlieren“….ich fand keinen richtigen Zugang mehr. Das hat sich komplett gelegt. Die Situation hat sich deutlich entspannt und ich könnte mir keinen tolleren Sohn vorstellen.

Wenn ich einen Ratgeber für Trennungen schreiben würde, dann wäre mein allererster Rat „Abstand schaffen“. Das sorgt zwar erstmal für innerliche Zerrissenheit, aber es ist das einzige was wirklich hilft. Ich hatte meinem Mann – für eine Zeit – die Tür in Leipzig zu weit aufgemacht. Konsequent zu bleiben ist dabei wirklich schwerer, als einfach wieder einzuknicken. Was das Ende unserer Ehe angeht…kann ich nach gut 18 Monaten sagen…ist die Traurigkeit überwunden. Zumindest bei mir. Da ist nur noch so eine Art Ungläubigkeit über das, was passiert ist und auch über das, was immer noch passiert.

Was mich die letzten 3 Wochen aber leider oft gepackt hat ist Wut…so richtig schlimme Wut…kurzweilig…aber sie war da. Ich weiß, das Ehen kaputt gehen können. Ich bin keine verkappte Romantikerin und schaue schon mit offenen Augen ins Leben. Das Ende meiner eigenen Ehe war nicht meine Idee….ich habe lediglich die Schritte umgesetzt, die notwendig waren. Ich bin an unzähligen Stellen immer wieder über meinen Schatten gesprungen, war fair und habe meinem Mann immer wieder unter die Arme gegriffen, trotz aller Verletzungen. Ich wollte für Luca einen Papa…seinen Papa… und ich wollte die Basis dafür schaffen. Das ist mir nicht gelungen. Es funktioniert nicht, wenn nur einer dafür kämpft. Aktuell laufe ich wirklich allem hinterher….der Umgangssituation, also wann sehen sich Vater und Sohn, dem Kindesunterhalt und der eigenen Scheidung. Das ist sehr demütigend. Am meisten irritiert und demütigt mich dabei, diese immer größer werdende Entfernung zu Luca….ich vergesse nur dabei immer wieder, dass dies ja eigentlich gar nicht mein Problem ist.

Die Wut lässt aber langsam nach. Ich merke das richtig….wie sie meinen Körper verlässt. Man gewöhnt sich nämlich tatsächlich an alles. Und im Endeffekt muss ich ja nichts weiter tun, denn Luca und mir geht es gut. Wir haben unser Leben so eingerichtet, dass wir glücklich sein können ohne eine „echte“ Familie zu sein. Er gibt mir so viel zurück, dass ich einfach weiß….das ich intuitiv ganz viel richtig mache. Ich hoffe sehr, dass ich den fehlenden Papa – wenigstens ein Stück weit – mit auffangen kann. Abgerechnet wird ja meist später.

Mal völlig abgesehen von diesen „Wutsituationen“, war es eine traumhaft schöne Woche. Arbeitsreich, aber entspannt arbeitsreich. Dieses Bloggerdasein hat mein Leben wirklich positiv verändert. Um mich herum sind so viele tolle Menschen, inspirierende Kontakte…das Feedback von Euch ist unfassbar motivierend. Ich wünschte, ich hätte noch viel mehr Zeit um auf alles entsprechend reagieren zu können..das gelingt mir leider nicht immer.

 

 

 

Das ist einfach so….verrückt. Da schreibt man sich Dinge von der Seele, vielleicht auch als Sponsored Post und da gibt es Menschen, die das lesen….die so richtig voller Begeisterung meinen Weg mitgehen und mir unermüdlich Feedback geben oder mir einfach nur einen Gruß da lassen.

Und es ist ja nicht so, dass dies nur virtuell so wäre. Viele meiner Freundschaften in Leipzig haben sich aufgrund des Blogs ergeben. Aber nicht alle meine Freunde sind Blogger (das ist zwischendurch auch wirklich wichtig).

Ich freue mich total darüber, dass scheinbar wirklich viele von Euch am Thema Einrichtung und Dekoration interessiert sind. Das freut mich so, weil es so dermaßen mein Ding ist. Ich bin kein Experte, ich habe nichts davon gelernt, habe aber – im Laufe der Zeit – ein Gefühl dafür entwickelt und wenn ich mir das Feedback auf sämtlichen Kanälen anschaue…dann mach ich wohl ein paar Dinge in dieser Richtung ganz richtig. Ich werde immer wieder um Rat gefragt….das ist echt toll! Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie wichtig es ist eine Aufgabe zu haben, die einen wirklich ausfüllt und vor allem erfüllt.

 

 

 

Meine Woche auf dem Blog:

 

Vergangenen Sonntag habe ich Euch erzählt, wie es tatsächlich ist alleinerziehend zu sein. Nach diesem emotionalen Thema habe ich Euch am Montag erstmal ordentlich den Bauch gewärmt mit einer easy peasy Kokos Möhren Suppe…..die war wirklich unfassbar lecker.

 

 

 

Am Dienstag habe ich meiner Schwester einen Brief geschrieben. Von allen Menschen, die meinen Weg in den vergangenen 18 Monaten begleitet haben, hatte sie den wichtigsten Part. Sie war nämlich einfach nur da…immer und immer und immer wieder. Ich glaube, sie weiß gar nicht wirklich, wie großartig diese Eigenschaft ist.

 

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Ich habe meiner Schwester einen öffentlichen Brief geschrieben…und ich freue mich auf einen kurzen Zeitraum im Sommer mit ihr und meiner Mama….denn da werden wir etwas tun…nur eine Kleinigkeit…aber wir werden etwas tun….! Und falls auch Ihr einem besonderen Menschen auf individuellem Weg etwas sagen wollt…erzähle ich Euch in meinem aktuellen Blogartikel auch wie Ihr das tun könnt! Habt einen zauberhaften Abend! Zitat: Es gab Wochen, in denen hab ich Dich täglich angerufen. Wir haben durchschnittlich 2 – 3 Stunden telefoniert. Du hast Dir immer wieder meine Sorgen, Verzweiflung und Trauer angehört….immer und immer wieder….ohne mir jemals das Gefühl zu geben, dass es Dir zu viel ist. Du hast mir weder gesagt, was ich tun soll, noch was ich nicht tun soll. Du warst einfach nur da und bist meinen Weg mitgegangen. Einen Weg, den ich nur alleine gehen konnte…immer dann, wenn es sich genau richtig für mich angefühlt hat…….. http://dreiraumhaus.de/2017/01/31/sags-mit-rotkaeppchen-von-herzen-lifestyleblog-leipzig-leipzigblog/ #rotkäppchen #sagsvonherzen #family #sisters #newblogpost #linkinbio #liebevollewerbung #kitcheninspo #ikea #schwester #schwesterherz

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Mittwoch habe ich Euch von Jan Becker und seiner Selbsthypnose zum Thema Diät erzählt. Er hat dazu ein Buch geschrieben, was ich aktuell Stück für Stück im Selbstversuch durchgehe.

Am Freitag gab es wieder was zu essen für Euch. Ein simples, aber sauleckeres Gericht. Ich hab Euch Fächerkartoffeln mit Lachs auf den Teller gepackt.

Und gestern habe ich Euch darüber informiert, warum es wichtig ist Kinder mit der richtigen Versicherung zu schützen und ich habe Euch nochmal ein Rezept aus dem letzten Jahr überarbeitet. Luca liebt Leipzig und lebt gern mit mir hier…hat mir aber Freitagnacht davon erzählt, wie sehr er Karneval vermisst. Also habe ich das Rezept für meine Krapfen nochmal hervorgeholt und das wird heute gebacken.

 

 

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Wir hatten gestern einen wunderbaren Abend. Der schönste Teil kam dann Zuhause. Luca und ich haben noch bis Mitternacht herrlich gequatscht. Wer einen Sohn in der Pubertät hat, weiß um diese Seltenheit. Er liebt Leipzig, nur vermisst er gerade schmerzlich den Karneval in Köln. Manchmal zerreißt es mir fast mein Mamaherz in solchen Situationen. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich dieses Rezept für Krapfen und den Karneval online gestellt. Das backe ich morgen für ihn nach um ihm das "Karnevalsheimweh" etwas zu nehmen. Ganz davon ab…haben wir doch gestern tatsächlich jede Menge verkleidete Menschen in der Leipziger Straßenbahn getroffen….#wenigstensetwas Kommt gut in den Samstag! Eure Schnimpeline http://dreiraumhaus.de/2017/02/04/krapfen-rezept-karneval-food-lifestyleblog-leipzig-leipzigblog/ #newblogpost #linkinbio #food #sweets #krapfen #karneval #soulfood #alaaf #köllealaaf #kölle #cologne #köln #heimweh

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So geht es weiter im dreiraumhaus:

 

Ja…wow…da steht so viel an….so viele tolle Projekte…ich bin schon ganz hibbelig.

Mit Stefanie vom Stil Conceptstore in Leipzig arbeite ich eng zusammen. Sie hat noch wesentlich mehr Ahnung von Einrichtung und der richtigen Anordnung von Möbeln, als ich. Also wird es ein Moodboard geben. Ich freu mich da so unfassbar drauf. Und Ihr dürft Euch auf eine Artikelreihe zum Thema Living freuen und das werden sicher so 8 – 10 Blogposts. Es geht dabei um Farbgestaltung, die Wahl des richtigen Teppichs, der richtigen Möbel und Accessoires. Ich versuche Euch wirklich so mitzunehmen, dass Ihr die Möglichkeit habt, viele der Dinge für Euch selber umzusetzen und ich hoffe Ihr seid genauso gespannt, wie ich.

Ich habe gestern schon damit angefangen meinen Esstisch in der Küche einen neuen Anstrich zu verpassen. Nach langer Überlegung und intensiver Recherche hab ich mich für Grundierung und Farbe von Farrow & Ball entschieden. Gekauft hab ich die Dosen übrigens hier. Das komplette DIY wird es in Kürze auf dem Blog geben. Ich wurde sehr häufig gefragt, ob ich den Tisch abschleifen musste…darauf gehe ich dann noch konkret ein.

 

 

 

 

Außerdem stehen einige Reisen auf dem Plan. Es geht nach Berlin, Hamburg und Dubai. Der Februar ist also ziemlich voll. Und aufgrund der Ferien kann Luca mich überall hin begleiten. Darüber freue ich mich natürlich sehr (und er auch).

Jetzt hab ich mich aber in Rage geschrieben…meine Güte. Ihr seht…ich hab irgendwie all diesen negativen Scheiß der letzten 1,5 Jahre in die richtige Richtung kanalisiert. Wut und Trauer hab ich in Energie umgewandelt und das ist so hilfreich auf diesem Weg. Meine wundervolle 14-jährige Nichte hat auf Instagram etwas sehr richtiges geschrieben und das möchte ich Euch zum Abschluss mit auf den Weg geben:

 

Du kannst nicht negativ denken und Positives erwarten…

 

In diesem Sinne…habt einen zauberhaften Sonntag…

 

Eure Schnimpeline

2 Kommentare

  1. Ilka :-)
    5. Februar 2017 / 9:12

    Den Spruch übernehme ich direkt mal in mein Leben, Danke!
    Ihr fliegt nach Dubai? Seid Ihr denn im Recall? Ich glaube Edna nicht!
    Bin so gespannt!
    Herzliche Grüße
    Ilka 🙂

  2. Heike
    5. Februar 2017 / 15:49

    Liebe Andrea, ich hab als Anwältin für Familienrecht berufsbedingt ziemlich viel mit Trennungen und Scheidungen zu tun..und habe aus deinen oft ja sehr persönlichen Posts den Eindruck, dass du das bisher ziemlich gut hingekriegt hast! Viele Kinder stecken nach einer Trennung in extremen Interessenkonflikten und das wird durch das Verhalten der Eltern nicht leichter, vor allem, wenn der Elternteil, bei dem sie leben, den Kontakt zum anderen Elternteil nicht unterstützt oder sogar ablehnt. Das „Hinterherlaufen“ ist sicher nervig und anstrengend, aber ganz wichtig für Luca! Es ist dann Sache des Vaters, was er daraus macht….Manchmal wird man durch deine Wochenrückblicke ja richtig „herumgewirbelt“. In der Woche gibt es tolle Posts von schönen Dingen, man denkt, alles ist in Butter, und dann lässt du einen ein wenig hinter die Kulissen blicken. Ich denke, gerade das macht deinen Blog aus! Bin gespannt auf die nächsten Dinge im Dreiraumhaus. Liebe Grüße

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