#privatsphäre – alleinerziehend und jetzt?

#privatsphäre – alleinerziehend und jetzt?

Formulieren wir es mal so…ich habe es mir nicht ausgesucht alleinerziehend zu sein. Das war einfach nie mein Plan. Ich komme aus einem intakten Elternhaus und so was, wie Trennung oder gar Scheidung gab es in meiner Vorstellung irgendwie nicht.

Für mich wäre es nie in Frage gekommen, mein Leben so zu planen, dass Luca nicht in meiner Nähe gewesen wäre. Trotzdem musste ich mich der Realität stellen…es hätte genauso gut sein können, dass er bei seinem Vater hätte bleiben wollen. Ihm diese Frage zu stellen…hat unfassbar viel Kraft gekostet.

Ich hatte Angst vor der Antwort.

Luca hat sich am Ende sogar für den Weg mit mir nach Leipzig entschieden. Ich wäre geblieben, wenn das für ihn der Grund gewesen wäre, bei seinem Dad zu bleiben. Dann wäre ich keine 500 km weggezogen.

Für ein paar Monate war ich, aufgrund der Rahmenbedingungen, gezwungen mit meinem Mann noch unter einem Dach zu leben.

Das war unerträglich.

Ich bin sehr emotional und viele Situationen haben mich an den absoluten Rand der Verzweiflung gebracht. Es gab viele Momente, in denen ich das nicht von Luca fernhalten konnte. Ich bin eben auch nur ein Mensch. Am Ende war klar…es ist scheiß egal ob wir hunderte Kilometer wegziehen…Hauptsache wir sind raus aus diesem Haus. Alles war besser, als weiter unter einem Dach leben zu müssen. Es war besser….für Luca…es war besser…für mich.

Mein Mann wirft mir immer noch vor, dass ich so weit weggezogen sei…Das sind Momente, in denen ich nur schreien oder weinen könnte, weil mich das so sehr verletzt. Er hat sich mehrfach in Affären gestürzt, wollte das ich gehe…er wollte nicht – für uns –  an unserer Ehe arbeiten und warf mir vor ich würde mich bei der Wohnungssuche nicht genug anstrengen. Ich hatte ganze Bewerbungsmappen für Vermieter zusammengestellt…mir sind teilweise die Tränen vor Verzweiflung bei Wohnungsbesichtigungen gelaufen. Ich war am Ende so unter Druck, dass ich den waghalsigen Schritt nach Leipzig gegangen bin.

Es mag sein, dass beide Partner am Ende einer Beziehung ihr Päckchen zu tragen haben…nur meinen Weg nach Leipzig in einen Vorwurf zu verpacken, ist kaum zu ertragen, wenn ich bedenke, wie schmerzhaft und schwer alles war. Ich bin nicht gegangen, weil ich meinen Mann nicht mehr geliebt habe (ganz im Gegenteil)…ich bin gegangen, weil er mich nicht mehr geliebt hat und mich nicht mehr wollte.

Dieser Punkt ist ein wirklich sehr emotionales Thema für mich. Denn man entscheidet sich nicht einfach mal so, dass eigene Kind aus der gewohnten Umgebung herauszureißen oder so weit weg vom Vater zu ziehen. Ich habe hier keinen familiären Anschluss….ich hatte keine Freunde. Ich hatte aus finanzieller Sicht kein Netz oder doppelten Boden. Es gab keinen Plan. Ich wusste nur eins…ich muss raus aus dieser Situation. Alles war besser, als zu bleiben.

Mir ist erst in Leipzig klargeworden, was es heißt alleinerziehend zu sein. Viele Dinge in einer Partnerschaft funktionieren ohne Kommunikation. Jeder hat so seine Aufgaben. Man kann sich in viele Sachen reinteilen. Mein Mann hat sich zum Beispiel immer um das Thema Müll oder Pfandflaschen gekümmert. Klingt vielleicht banal…sind aber einfach so Kleinigkeiten. Oder wir haben uns morgens aufgeteilt…einer geht mit Bommel und der andere macht das Schulfrühstück.

Wenn ich heute mit einer schlimmen Migräne im Bett liege….muss ich aufstehen. Nichts läuft von alleine. An dieser Stelle bin ich mehr als dankbar, dass Luca bereits 12 und sehr selbstständig ist. Ich bewundere jede alleinerziehende Mama oder auch jeden alleinerziehenden Papa mit Kleinkind oder sogar mehreren Kleinkindern. Das ist einfach eine Meisterleistung und man bleibt als Frau oder Mann dabei einfach auf der Strecke.

Durch die Entfernung von über 500 Kilometern zum Kindsvater ist eine Regelmäßigkeit von Besuchen eine Herausforderung. Erschwerend kommt hinzu, dass mein Mann bei einer neuen Familie lebt und Luca sich weigert ihn dort zu besuchen. Auch für mich ist das natürlich ein heikles Thema, aber ich würde Luca gehen lassen, wenn er je den Wunsch äußern sollte.

Das, was bei einer Trennung mit Kind sonst üblich ist…der Vater sieht das Kind alle 2 Wochen am Wochenende oder auch unter der Woche…gibt es bei uns nicht. Es ist an vielen Stellen verdammt schwierig vernünftig damit umzugehen, weil ich jedesmal vor einer persönlichen Herausforderung stehe und immer wieder über meinen eigenen Schatten springen muss. Um Luca einen einigermaßen normalen Umgang, also eine schöne Papa/Sohn Zeit zu ermöglichen, lasse ich meinen Mann immer wieder in mein Leben…in meine Wohnung. Ansonsten würden sich die Besuche auf irgendwelche Billighotels beschränken und das ist auf Dauer kein Zustand…nicht wenn ich möchte, dass Luca den Draht zu seinem Papa nicht verliert….und das ist auch nicht mein Ziel.

Als ich die letzten 4 Tage in Österreich war, erhielt ich viele persönliche Nachrichten, in denen ich gefragt wurde, wo denn eigentlich Luca in dieser Zeit sei und ob er womöglich alleine Zuhause sitzt. Mich haben diese Nachfragen irgendwie verwundert. Also natürlich würde ich Luca NICHT alleine Zuhause lassen und wenn ich ihn doch mal mitnehmen muss (auch wenn Unterricht ist), dann spreche ich selbstverständlich mit der Schule. In der Theorie ist doch alles eine Sache der Absprache und wenn ich weiß, dass ich verreisen muss, aus beruflichen Gründen, dann spreche ich das mit meinem Mann ab.

Im Übrigen empfinde ich das als selbstverständlich. Das ist nicht super toll, dass mein Mann mich an dieser Stelle unterstützt, sondern das ist selbstverständlich. Es kann ja nicht sein, dass man als alleinerziehende Mama (oder auch Papa) für den Lebensunterhalt sorgen muss, sich täglich durch den Alltag kämpft und am Ende von Hartz4 lebt, weil es nicht möglich ist sich beruflich zu entwickeln. Ich glaube wirklich, das dies ein Problem vieler Betroffener ist.

Wenn neue Partner, am besten noch mit Kind, ins Spiel kommen…wird die Situation ja noch verfahrener. Man hört immer von diesen Patchworkfamilien, aber ich empfinde uns nicht so. Ich empfinde das als sehr schwierig. Mag vielleicht daran liegen, wie es dazu gekommen ist…aber an dieser Stelle gibt es eine klare Grenze für mich…aus reinem Selbstschutz. Ich bin manchmal 3, 4 Wochen am Stück mit Luca alleine…eine Zeit, in der mein Mann ein anderes Familienleben mit einem Jungen in gleichem Alter lebt. Es gab Momente, in denen wäre ich am liebsten einfach aus dem Fenster gesprungen, weil es mir so sehr mein Herz zerrissen hat. Das ist – zum Glück – nicht mehr so.

Ich weiß, dass das alles sehr traurig und irgendwie verbittert klingt. Aber ich bin nicht traurig (nicht mehr) und schon gar nicht verbittert. Jeder, der mich kennt weiß, dass ich so was von nicht verbittert bin…Ich bin wütend…manchmal! Da sitzt noch so ein kleiner Teufel im Bauch, der manchmal explodiert….vor Wut. Aber auch Wut ist sehr heilsam und reinigend…vor allem wenn man sie raus lässt (am besten ohne die Wohnungseinrichtung zu zertrümmern).

Ich muss nicht traurig oder verbittert sein. Der kostbarste Schatz ist doch bei mir. Der Mensch, der sowohl mir, als auch meinem Mann alles auf dieser Welt bedeutet…ist bei mir. Ich DARF den Alltag mit ihm leben.  Er hat sich mit mir gemeinsam für dieses Leben in Leipzig entschieden. Wir diskutieren, streiten und bepissen uns vor Lachen. Wir gehen shoppen, glotzen stundenlang fern und futtern Pizza im Bett. Er nervt mich….ich nerv ihn. Ich hasse es seine Unterhosen und Socken aus dem Zimmer aufzusammeln oder Essensreste in sämtlichen Ecken zu finden……

Und dann? Dann steht er am Bahnhof….holt mich vom Zug ab…drückt mich voller Freude und ganz feste und holt unter seiner Jacke ein Päckchen Milka Herzen vor. Er ist 12….Das ist der Moment, in dem mir klar wird, dass ich an der ein oder anderen Stelle etwas richtig gemacht haben muss. Das ich es geschafft hab diesem Minimenschen mit auf den Weg zu geben, wie wichtig Liebe und Aufmerksamkeit sind.

 

 

 

Ich hatte keinen Plan davon, wie es sein würde alleinerziehend zu sein. Es ist nicht immer einfach und manchmal stoße ich an meine Grenzen, weil ich überfordert bin…mit einfach allem. Aber es ist nichts im Vergleich zu einer unglücklichen Partnerschaft. Ich würde jeden, einzelnen Schritt wieder so gehen.

Es hat sich gelohnt mir selbst zu vertrauen.

Habt einen zauberhaften Sonntag.

 

Eure Schnimpeline

 

20 Kommentare

  1. Hannah Kerber
    29. Januar 2017 / 8:49

    Hallo Andrea, ich verfolge Deinen Blog noch nicht so lange, aber mittlerweile bin ich ein Fan von Dir. Ich bin auch ein “Scheidungskind” und ich wollte dir nur mal schnell sagen, dass du wirklich stolz auf dich sein kannst. Als meine Eltern sich damals getrennte haben müsste meine Mama auch von null anfangen und ich bin jeden Tag beeindruckt und stolz wie sie das alles so tapfer geschafft hat. Es ist nicht leicht und Zweifel an sich sind normal, aber ich bin mir sicher dass es deinem Luca so wie mir geht und er dich für diese Kraft zum Weitermachen bewundert.
    Ganz liebe Grüße
    Hannah

    • 29. Januar 2017 / 9:16

      Liebe Hannah, danke für Deinen wunderbaren Kommentar. Mir sind kurz die Tränen gelaufen. Es ist unheimlich erleichternd solche Dinge zu lesen…also von Menschen, die ebenfalls betroffen sind und ihre Erfahrungen damit gemacht haben. Viele liebe Grüße, Andrea

    • nicolle
      29. Januar 2017 / 13:23

      Hallo Andrea, wer sucht sich denn schon aus, alleinerziehend zu sein? Vermutlich sehr wenige.
      Ich kann dich mit deinen Aengsten, deinen Zweifeln, deinen Frust, der Wut verstehen. Ich erziehe seit fast 13 Jahren allein. Meine Kinder sind heute 15 und 16.
      Die Jahre waren verdammt hart und trotzdem schön. Man sieht sie mir an, die Müdigkeit, den Stress, die zerrende Kraft, immer alles alleine zu entscheiden. Ich arbeite 40h, finanziere teuren Sport und die Privatschule, die Zahnarztrechnungen und die teuren Klassenfahrten. Manchmal würde ich auch gerne alles hinschmeißen. Aber unsere gemeinsame Zeit ist beschränkt, meine Zeit wird kommen.
      Zu ihrem Vater sind sie schon länger nicht mehr übers Wochenende gegangen. Von wegen alle 2 Wochen Kinderfrei. Ich kenne das nicht. Muss mir seit Jahren vorhalten lassen, dass ich reich werde weil er Unterhalt zahlt. ( Das auch erst seit 4-jährigen Anwaltskampf.)
      Er sitzt seit 12 Jahren unter unserem Weihnachtsbaum, er kennt meine Wohnung in und auswendig. Jeden Geburtstag feiern wir zusammen. Er fühlt sich wohl hier! Was ich fühle ist uninteressant. Ich tue es für meine Kinder.

      Ich habe mal in einem Buch gelesen: Am Ende wird immer Bilanz gezogen! Und so ist es auch. LUCA weiß was er an dir hat. Er scheint glücklich zu sein. Der Moment am Bahnhof gleicht soviel wieder aus, und du weißt dann wieder warum du das tust.
      Ich wünsche dir die Kraft weiter zu machen, zu leben und zu lieben, wie und was du willst. Ich wünsche dir eine Schulter, an die du dich lehnen kannst. Manchmal reicht lucas, manchmal die der Freundin oder die der Familie.
      Du hast dir ein tolles Leben aufgebaut, lernst viel neues kennen und musst vielleicht nicht in einem engen Hamsterrad dein Geld verdienen. Zeit einteilen ist ein großer Vorteil. Genieß es, dein neues Leben, auch wenn du es mal anders geträumt hast.
      Alles Liebe ?

  2. Ilka :-)
    29. Januar 2017 / 8:54

    Ich bewundere Dich für Deine Stärke und finde Deinen Sohn klasse! Grüß ihn mal!
    Bleib stark!
    Herzliche Grüße
    Ilka 🙂

    • 29. Januar 2017 / 9:14

      Liebe Ilka, vielen lieben Dank. Ich bleibe stark…:-) LG Andrea

  3. Jennifer
    29. Januar 2017 / 9:01

    Jetzt war ich sehr gerührt, mit der Pralinensache. Echt süß!!! Und wie du sagst, da machst du bestimmt einiges richtig und er wird wahrscheinlich auch spüren, dass es für dich keine leichte Zeit ist/war und du trotzdem darauf achtest, dass es ihm gut geht und ihn nicht vernachlässigst.
    Ich bin ein Trennungskind und habe einen Rosenkrieg über Jahre miterlebt und es war einfach nur Sch….! Vor allem diese Erlebnisse/Erfahrungen wirken Jahre nach und das ist alles andere als leicht diese Dinge wieder loszuwerden.
    Deswegen finde ich es einfach toll, wie du das machst und ich hätte mir gewünscht, dass meine Eltern so bemüht gewesen wären!
    Habt einen schönen, gemütlichen Sonntag. Lasst es euch gut gehen!
    Herzliche Grüße aus Wien

    • 29. Januar 2017 / 9:14

      Liebe Jennifer, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja…die Sache mit dem Rosenkrieg….das ist wirklich nicht so einfach. Ich kann es sogar verstehen, dass es Paare gibt, die sich darin verlieren. Es ist einfacher sich dem Hass und der Wut hinzugeben. Auch mir geht es zwischendurch natürlich so…nur weiß ich das dies einfach nicht der Weg sein kann, denn mir geht es am Ende nicht gut damit. Es ist eine Herausforderung..ein echter Balanceakt und manchen Menschen gelingt das einfach nicht. Hab ebenfalls einen schönen Sonntag. LG Andrea

  4. 29. Januar 2017 / 9:22

    Trennungskind. Ich hab Angst davor. Das mein Kind irgendwie leiden muss weil auch ich alleinerziehend bin. Das wichtigste ist einfach nur für sein Kind da zu sein. Später werd ich ihm alles erklären, jetzt ist er noch zu klein dafür. Danke für den bezaubernden Bericht. Ich drücke Dich

  5. 29. Januar 2017 / 9:36

    hallo andrea,
    ich denke, dass wütendsein ein ganz normales gefühl bei einer trennung dieser art ist. unsere geschichten gleichen sich sehr, nur dass es bei mir eben schon acht jahre her ist, und noch immer kommen bei mir diese wütendseinbrocken hoch. ich habe mich zum beispiel lange zeit für dumm gescholten, weil ich dieses versprechen bei der heirat so ernst genommen und so sehr um diese ehe gekämpft habe und er eben gar nicht und irgendwann neulich kam eine wahnsinnige wut in mir hoch, dass sein verhalten mich dazu gebracht hat, mich für etwas in meinen augen ganz normales, wenn ein kind im spiel ist, dumm zu halten. es ist nun mal so, dass die seele immer nur genau so viel schlimmes verarbeiten und zulassen kann, wie es ihr in diesem moment möglich ist. manchmal braucht man seine ganze kraft dafür, weiterzumachen. und dann kommt man jahre später an einen punkt, wo man bereit dafür ist und trauer und wut zulassen kann, die auf der strecke geblieben sind beim weiterleben. für mich ist das eine ganz normale, gesunde reaktion und in deinem blog zu lesen hilft mir sehr dabei, dieses unverarbeitete zuzulassen und endlich zu verarbeiten. vielen dank für deine ehrlichkeit u. liebe grüße aus wien! anna
    http://dancinnow.blogspot.co.at/

  6. me
    29. Januar 2017 / 9:52

    Liebe Andrea,
    ich hatte es am Freitag an anderer Stelle schon geschrieben: WELL DONE!
    Ich bin auch einmal gefragt worden, wie wir das mit den Prinzen organisieren, wenn ich nicht da bin… Das hat mich so geärgert, denn mr. right wurde das nie gefragt. Und er hat seit dem 3. Lebensjahr der Prinzen immer in einer anderen Stadt gearbeitet. Hier meine Antwort: “Ich habe den Keller mit Schallschutz versehen lassen und einen Kühlschrank reingestellt, den Hund davor gekettet, damit sie nicht ausbrechen können. Bislang gab es noch keine Beschwerden von den Nachbarn.”
    Du kannst stolz sein, auf all das, was Du geschafft hast.
    Dein Lebensplan war sicher gut. Das allein aber zählt nicht. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Und da bist Du mit Sicherheit nicht nur für Luca ein Vorbild!
    Mach’ es Dir gemütlich heute!
    Ich mach’ das auch!

  7. Claudia Leveringhaus
    29. Januar 2017 / 10:14

    Guten Morgen liebe unbekannte Andrea!!!
    Ich komme mir manchmal so ein bisschen wie eine Stalkerin vor, weil ich Deine Berichte und Grüße an uns alle da draußen lesen und heule oder wütend bin oder mich einfach mir Dir/ Euch freue und Du gar nicht weißt, das ich an Deinem Leben teil habe. Ich habe mich noch nicht vorgestellt bei Dir. Jetzt sitze ich an meinem iPad und habe Deinen heutigen Bericht gelesen und ich heule mir gerade die Augen aus dem Kopf. So unendlich vieles aus Deinem Berichten habe ich / haben meine Töchter und ich erlebt / durchlebt und überstanden. Es waren schlimme Jahre und ich habe heute zwei erwachsene, wunderbare, innerlich und äußerlich wunderschöne Töchter, die mein Leben sind und alles, jeden Kummer und Schmerz, jede Verzweiflung wert waren. Sie tragen mich auf Händen, bereiten mir jeden Tag unendliche Freude und ich würde mein Leben für beide geben. Der Erzeuger meiner Töchter hat über viele Jahre Nicht-da-sein verwirkt, sich Vater nennen zu dürfen.
    So, das ganz kurz zu unserer Historie, ich werde mich ganz ganz bald auch mit meinen persönlichen Daten vorstellen, damit ich Dir nicht mehr heimlich folgen muss ?, jetzt muss ich mit meinem Bommel / Sammy in den Wald. Er guckt mich schon ganz gequält an. Ich wünsche Dir, deinem tollen Sohn und der knutschkugel Bommel einen entspannten Sonntag. Gute Besserung,….. und alles wird gut .?? Claudia

  8. Manuela Be
    29. Januar 2017 / 23:26

    Alleinerziehend zu sein stelle ich mir nicht einfach vor. Ich bin froh nicht in dieser Situation zu sein. Meine Kinder sind mittlerweile 19 und 22, die würden mittlerweile auf eigenen Füßen stehen, wenn sich mein Mann von mir trennen würde. Was zum Glück nicht im Raume steht. Ich stehe kurz vor der Silberhochzeit und ich wünsche allen Paaren das sie sich nicht trennen wollen.

  9. 30. Januar 2017 / 10:20

    Liebe Andrea,
    ich habe keine Kinder und bin auch nicht verheiratet. Aber in meinen Freundeskreis sind Alleinerziehende Mütter keine Seltenheit. Leider… Ich kann nur sagen, Hut ab! Ich weiß nicht wie ihr das schafft!
    Eine Trennung ist immer hart aber dann auch noch für sein Kind stark zu bleiben verlangt eines ab.
    Dein Schritt komplett neu anzufangen, in einer neuen Stadt finde ich großartig. Mach weiter so. Dein Sohn steht fest hinter dir und das ist das allerwichtigste!
    GLG Natascha

  10. Petra
    31. Januar 2017 / 19:14

    Hallo an alle lieben Mütter – Alleinerziehende, aber auch die mit Mann, Kind, Haus, Hund, Garten … ;-))
    In der Tat ist es nicht einfach plötzlich alles alleine tragen zu müssen, Kinder, Finanzen, Krankheiten, Haushalt, Job und sich selbst.
    Auch ich war viele Jahre allein erziehend. Eigentlich von Anfang an. Zwei wunder- und liebevolle Töchter sind sie geworden. Stehen im Leben und 100% hinter mir.
    Es hat sich alles gelohnt. Die Geldsorgen, die Hausaufgaben, die Arztbesuche, die schlaflosen Nächte, die Existenzängste und jede einzelne Träne.
    Heute sind wir ein ein tolles Dreierteam, wir haben einen liebevollen Umgang miteinander und auch wenn heute jede von uns in einer eigenen Wohnung wohnt sind wir eng verbunden.
    Immer wieder sagen sie zu mir, – meine Herzenskinder – Mama. Du hast alles richtig gemacht. <3
    Und durch all das bin ich heute die, – die ich heute bin und dankbar und glücklich.
    Bleibt alle stark! Es gibt Schatten- und Sonnenseiten. Am Ende ist es die Sonne und die Liebe, an die wir uns erinnern (sollten).
    Alles Liebe!

  11. Yvonne Engelmann
    2. Februar 2017 / 9:05

    Hallo Andrea,
    Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe lange um meine fast 20jährige Ehe gekämpft und bin dabei fast vor die Hunde gegangen. Für mich war es so schlimm, sich von dem Gedanken der kleinen heilen Familie bis zum Lebensende zu verabschieden. Mein Ex war meine große Liebe; für ihn hätte ich alles getan. Aber er konnte mir nur noch weh (von seinen Affären kann ich ein Buch schreiben).
    Ich habe fast drei Jahre gebraucht, mich aus dem Sumpf zu ziehen und bin jetzt mit meinen beiden Töchtern auch alleinerziehend. Es ist ein stetiger Kampf, da ihr Vater keinerlei Unterhalt zahlt; seine Selbstständigkeit gegen die Wand gefahren hat und jetzt auf pleite macht … und mir noch einen Haufen Schulden überlassen hat, weil ich so blöd war in guten Zeiten für ihn einen Kredit mit zu unterschreiben.
    Er hat jetzt auch seit einem Jahr den Kontakt zu den Kindern komplett abgebrochen. Nie hätte ich ihm das alle mal zugetraut.

    Ich verdiene in meinem Vollzeitjob nicht schlecht, aber die Kosten hier im Raum Frankfurt a. M. sind hoch und wir drei wollen ernährt werden. Aber wir schaffen das!!! Ich habe wundervolle Töchter und mein Mann weiß gar nicht, was er da verloren hat.

    In diesem Sinne an alle Alleinerziehenden Frauen da draußen: Wir sind stark! Wir schaffen das! Nicht die Männer sind das starke Geschlecht, sondern wir!

    LG
    Yvonne

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