sind wir jetzt eine happy Patchwork Familie? raus aus der Besinnlichkeit….

Geschenkempfehlungen mit Orangenpunsch und Gläsern von Villeroy & Boch im Leipziger Lifestyleblog dreiraumhaus.

Die Feuerprobe ist bestanden. Weihnachten 2.0 ist vorbei. Und ich habe das Gefühl es war das entspannteste Weihnachten aller Zeiten. Was hatte ich Panik vor diesen 3 Tagen und jetzt ist alles schon wieder rum und meine Angst war völlig unbegründet.

Wie verbringt man denn diese Feiertage als Single, alleinerziehend und wenn der Ehemann, den man verlassen hat nun in einer neuen Familie lebt? Ich befinde mich ja nun irgendwie in dieser merkwürdigen Patchworksituation….zumindest auf sehr oberflächliche Art und Weise.

 

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Ich glaube nicht, dass es ein Rezept oder einen Wegweiser gibt. Ich habe es Euch schon oft erzählt und tu es auch immer wieder:

 

Hör auf das, was Dein Herz Dir sagt!

 

Wir hatten also zum ersten Mal die Situation, dass wir den Papa meines Sohnes und auch meinen „immer noch Ehemann“ teilen mussten.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was mir dieser Gedanke anfangs Angst gemacht hat. Wie soll ich damit umgehen das er am 24.12. hier ist und uns am nächsten Tag den Rücken zudreht und wieder verschwindet.

Aber ich hab die Gedanken irgendwann beiseite gelegt. Es ist tatsächlich so, dass Abstand unfassbar hilfreich ist. Damit meine ich Abstand aus sämtlichen Richtungen. Mein Mann ist nun mal in diesem neuen Leben und ich kann nur eine Sache tun…ich kann mich auf mich und Luca konzentrieren. Und das funktioniert erstaunlich gut.

Ich habe gestern ein paar Blogartikel von Masha Sedgwick gelesen und war sehr überrascht. Mir war gar nicht bewusst, dass sie ebenfalls sehr unter einer Trennung gelitten und dies auf ihrem Blog – sehr offen – verarbeitet hat. Sie hat im Nachgang darüber geschrieben, was ihr geholfen hat und das war u.a. auch in eine andere Stadt zu ziehen…einfach von vorn anzufangen. Natürlich birgt auch das Höhen und Tiefen, aber man ist eben erstmal raus aus diesem Dunst, der alles nur schlimmer macht.

Es war nicht mein Plan. Alleinerziehend zu sein. Single zu sein. Nach Leipzig zu ziehen. Meine Familie war mein Plan. Ich hätte nie gedacht, dass es mal anders sein könnte. Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann von jetzt auf gleich zu einer anderen Familie zieht und ein Leben mit anderen Menschen, als uns, vorzieht.

Aber es ist so gekommen. Und es hätte leicht passieren können das ich mich verliere. In Hass, Wut und Trauer. Ich habe mich darin auch verloren. Für mich ganz alleine. Und diese Gefühle sind so scheiße. Sie fressen mich auf und das kann einfach nicht mein Weg sein.

 

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Weihnachten war schön. Weihnachten mit meinem Sohn und meinem Mann war eigentlich wie immer. Wir hatten vertraute, angenehme Tage miteinander. Ich bin emotional auf Abstand, aber Berührungsängste? Habe ich keine. Nicht ich muss mit diesem emotionalen Stress dieser merkwürdigen Patchworkfamilie umgehen, sondern er. Aber das ist sein ganz eigenes Thema mit dem er lernen muss umzugehen. Er hat eine Wahl getroffen, mit der er nun leben muss.

Ob ich traurig oder niedergeschlagen war als er wieder gefahren ist? Nein. Ich war nicht traurig darüber das er wieder gefahren ist. Ich war irgendwann enttäuscht. Weil er gefahren und seitdem einfach abgetaucht ist. Er hat die Tür in Leipzig zugemacht und seitdem existieren wir – wieder mal – nicht mehr. Kein „Danke“ für die schönen Tage bei uns….kein Wort darüber ob er gut angekommen ist….nichts. Das hat etwas mit Wertschätzung und Respekt zu tun…egal ob man ein Paar ist oder nicht. Das ist tatsächlich etwas, womit ich noch lernen muss umzugehen. Es verletzt mich. Aber auch hier kann ich nur wieder über meine ganz eigenen Schatten springen.

Zurückzublicken würde allerdings auch bedeuten, dass man sich damit auseinandersetzen muss, was man verloren hat. Vielleicht liegt dort das Problem für ihn begraben….denn das wäre Schmerz, den man aushalten muss. Es gibt Menschen, die halten das aus, setzen sich damit auseinander und gehen weiter. Es gibt Menschen, die blenden das aus…können aber so in ihrem Leben auch nichts verändern. Und es kommt immer der Tag, an dem man davon eingeholt wird. Dieser Tag kommt. Immer.

 

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Luca und ich haben am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag den totalen Chill-Modus eingelegt. Ich musste nicht mal wegen Bommel vor die Tür, da der sich auf Weihnachtsurlaub bei meinem Mann befindet. Ich bin so ausgeruht wie schon lange nicht mehr. Sofa, Küche, Bett….so sahen die letzten beiden Tage aus. Ich hab viel geschlafen und wir haben bei Gossip Girl endlich Staffel 6 erreicht.

Diese klitzekleine Auszeit war so unfassbar nötig.

Aber ganz allmählich kehren die Lebensgeister wieder zurück und spätestens ab dem 02. Januar heißt es wieder Vollgas.

Ich hatte übrigens für Luca noch ein total spontanes Weihnachtsgeschenk gekauft. Er hat sich natürlich viel so technischen Kram gewünscht. Spielzeug stand gar nicht mehr auf dem Wunschzettel, aber daran kann ich mich immer noch nicht so richtig gewöhnen. Bei Kaufhof gab es das Starterset von Anki OVERDRIVE im Angebot und ich hab es auf gut Glück einfach mitgenommen (hätte ich ja notfalls umtauschen können). Es war auch nicht so, dass Luca vor Freude explodiert wäre unterm Weihnachtsbaum….er hat gesagt:

 

„Mama, ich guck mir das mal an und dann gucken wir, ob wir es behalten….“

 

Jedenfalls hab ich mich heute schon mit dem riesigen Karton in der Straßenbahn sitzen sehen. Aaaaaaber…es ist etwas passiert, womit ich gar nicht gerechnet habe. Die Bahn ist in meinem kleinen Wohnzimmer aufgebaut und er sitzt oft stundenlang davor und fährt Autorennen. Das Coole ist eben, dass er auch alleine gegen das System Rennen fahren kann. Ich freue mich jedenfalls total, dass dieser Spontankauf eingeschlagen hat wie ne Bombe…..auch wenn es erst gar nicht danach aussah.

 

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Ich bin froh über mich selbst. Ich habe meinem Mann, der mir 2016 wirklich unfassbaren Schmerz zugefügt hat, die Tür aufgemacht und wir konnten mit Luca eine wirklich schöne Zeit verbringen. Ich hätte die Tür auch zulassen können….aber was hätte das gebracht? Außer das ich vielleicht eine Trumpfkarte gespielt hätte um ihn zu verletzen….ich hätte aber auch Luca und mich ebenso verletzt.

Ob wir jetzt – nach Weihnachten – eine happy Patchwork-Family sind? NEIN! Auf gar keinen Fall. Das ist tatsächlich etwas, was ich ausschließen kann. Es dauert jetzt wieder locker 3 Wochen bis Luca seinen Vater wiedersehen kann. Was diese Themen angeht….da gibt es Wut…sehr viel Wut und oft auch Enttäuschung. Ich kann verstehen, dass man sich trennt. Ich  kann verstehen, dass man sich auf neue Partner einlässt…aber ich kann nicht verstehen, dass man von jetzt auf gleich so viel Distanz zum eigenen Kind schaffen kann…und ich lege hier ganz sicher keine Steine in den Weg. Jedes Handeln hat eine Konsequenz und das wird auch hier so sein….irgendwann.

Ihr seht also…man kann in solch einer Situation nicht sämtliche negative Emotionen ausschalten. Man kann aber dafür sorgen, dass sie keinen weiteren Nährboden finden.

2017 wird sicher spannend…mit Hinblick auf diese Patchworkfamiliensituation…meine Erfahrungen mit Tinder und ich werde 40 im Januar. Ich muss lächeln, wenn ich das lese. Ich freue mich darauf Euch auch weiterhin daran teilhaben zu lassen….

 

Eure Schnimpeline

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6 Kommentare

  1. Annett
    27. Dezember 2016 / 10:29

    Meine Liebe,
    sicher ist es bei Dir noch ganz frisch und deshalb kreisen die Gedanken in Deinem Kopf. Aber das Dein Noch-Ehemann Distanz hält liegt daran, dass er sich selbst schützen muss. Na klar wird es ihm bewusst, wie Sch…. das alles ist. Vielleicht steht er unter der Dusche und weint… (mein Ex hat das gemacht, hat er mir nach Jahren mal erzählt). Ich will ihn nicht in Schutz nehmen, aber ich habe selbst so einen Ex-Ehemann, der sich überhaupt nicht kümmert. Anfangs war ich wütend, enttäuscht… hab mich gefragt wie er das nur durchziehen kann. Auch er hat eine neue Familie… Aber es geht mir erst besser, seit dem ich ihm irgendwie verziehen habe. Weißt Du so richtig innerlich verziehen. Ich hab mich bedankt dafür, dass er mir so ein wundervolles Kind geschenkt hat und ich hab mich bedankt dafür, dass ich nicht mit ihm alt werden muss – da er gar nicht richtig zu mir passt und ich hab ihn fast ein wenig bedauert, dass er so ein wundervolles Kind nicht mehr in seinem Leben hat. Wer will schon mit jemanden sein Leben teilen, der keinen Arsch (sorry) in der Hose hat!!! Ich werde natürlich die harten Zeiten nie, nie, nie vergessen – aber ich kann sie für mich nutzen. Sie haben mich stark gemacht und mein Selbstbewusstsein ordentlich aufgemöbelt. Habe ich doch gemerkt, was ich alles allein schaffen kann!!! Natürlich ist es für mein Kind auch schwer – aber ich kann den Schmerz nicht nehmen, ich kann nur versuchen die beste Mama auf der Welt zu sein und mein Kind mit Liebe zu überschütten, dass es für 2 reicht! Bis jetzt funktioniert das ganz gut und es sind immerhin schon 12 Jahre!!! Die Zeit ist da auch ein wichtiger Faktor. Wenn man über Jahre eine Beziehung geführt hat, dann kann man auch nicht erwarten, dass man alles in 2 Wochen vergessen hat. Auch das braucht Zeit zu heilen. Du bist auf dem besten Weg, ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft. PS: ich kann mich noch an mein erstes Weihnachtsfest erinnern, wo ich mit meiner kleinen Tochter ganz allein unterm Baum gesessen habe. Den Baum haben wir selbst aufgestellt, zusammen geschmückt. Ich habe für uns beide einen leckeren Gänsebraten gekocht, habe fast alles vom Wunschzettel organisieren können und wir haben einen herrlichen Tag zusammen verbracht. Wir waren in der Kirche und es war so unglaublich entspannt und liebevoll. Ich war irgendwie befreit und überhaupt nicht allein. Das größte Glück saß ja bei mir!!!

    • 27. Dezember 2016 / 10:41

      Ja genauso ist es. Vieles hat sich gelegt. Viele Emotionen bleiben einfach aus und ich komme gut klar und Luca auch. Es wird auch der Tag kommen da ist es mir egal…es wird mir egal sein, dass er sich so wenig kümmert und einfach auf einmal nicht mehr da ist für seinen Sohn. Dazu muss man einfach wissen, das Luca unser größtes Glück ist und er eine intensive Bindung zu seinem Vater hatte…in unserem normalen Familienalltag. Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen von Luca so weit entfernt zu sein…ihn so selten zu sehen…zumindest nicht so lange er noch Kind ist. Diese Zeit ist begrenzt und so kostbar….nichts auf der Welt kann das wieder zurückbringen. Ja, das ist sicher noch ein Punkt, den es zu verarbeiten gilt und ich mache quasi das gleiche wie Du…ich bin die allerbeste Mama der Welt….:-)

  2. Alice
    27. Dezember 2016 / 15:47

    Liebe Andrea, heute muss ich dir auch endlich ein paar Zeilen schreiben…Ich bin vor ein paar Monaten auf deinem Blog gelandet als ich nach Erfahrungen mit der HCG Diät gesucht habe. So habe ich dich und dein Leben „kennengelernt“ 😉
    Mittlerweile schaue ich jeden Tag bei dir vorbei…lache und weine mit dir, freue mich über Dekoartikel und teile den Trennungsschmerz mit dir…Woche für Woche laufen mir die Tränen übers Gesicht wenn ich deinen Wochenrückblick lese, weil du mir genau der Seele schreibst. Und jedes Mal stelle ich fest wie viele Gemeinsamkeiten unsere Geschichten haben. Auch ich habe einen 11 jährigen Sohn und eine kleine Hundedame und bin vor einiger Zeit aus der gemeinsamen Wohnung zurück in meine alte Heimatstadt gezogen um Abstand zu finden. Die Hoffnung das man wieder als Familie zu zusammen findet ist leider zerbrochen…zwischendurch viele Lügen und Verletzungen. Unehrlichkeit…Genau wie du hab ich auch diese Tür jetzt geschlossen…und natürlich gab es auch längst eine neue Familie. Auch mit Kind. Ich versuche, mit Höhen und Tiefen, meine Krone zu richten, nach vorne zu schauen und meinen Weg gemeinsam mit meinem größten Glück, meinem Sohn, zu gehen. Der Weg fühlt sich gut und richtig an, auch wenn noch einiges an Seelenarbeit zu bewältigen ist…Aber das schaffen wir!!!
    Mach weiter so liebe Andrea…und Dankeschön für deinen liebevollen, ehrlichen Blog. Alles Liebe für Dich, Luca und Bommel!
    Und im übrigen lag unter unserem Weihnachten auch die Anki Overdrive 😉

    • 27. Dezember 2016 / 16:21

      Was für ein lieber Kommentar. Vielen vielen Dank! Es tut so unfassbar gut zu lesen…von Menschen denen es halt ähnlich geht. Die ähnliches erlebt haben und wissen welchen Kummer man durchmacht. Es klingt tatsächlich sehr ähnlich, was Du durchgemacht hast bzw. noch durchmachst. Es wäre doch alles so viel einfacher, wenn man einfach mal „klar Schiff“ machen würde, aber mit der Hoffnung oder Gefühlen zu spielen ist nicht fair. Und schon gar nicht, wenn es um Gefühle von Kindern geht. Das mit Anki Overdrive ist ja witzig…das ist hier ein ganz großer Hit. Ich hoffe bei Euch auch. Fühl Dich gedrückt. Andrea

  3. Alice
    27. Dezember 2016 / 19:19

    Danke für deine liebe Antwort und die lieben Worte, liebe Andrea. Das tut wirklich gut zu wissen das man mit seinem Kummer, seinen Sorgen und Ängsten nicht alleine ist. Ich weiß genau was du gerade durchmachst…mit allen Facetten, Höhen und Tiefen…ich kenne das nur zu gut…Ich finde so langsam mein Lachen wieder, wenn ich auch zwischendurch immer wieder Tiefs habe…Aber das gehört eben alles dazu und es ist auch wichtig das alles zu verarbeiten. Daran wachsen wir. Und damit sind wir unseren Expartnern einen Riesenschritt vorraus. Denn statt sich der Situation zu stellen wird sich ja ganz bequem ins nächste gemachte Nest gesetzt…Aber, wie du schon sagst, der Tag wird kommen…
    Wir scheinen wirklich einiges gemeinsam zu haben. Ich finde mich in so vielen Worten, Berichten von dir wieder…die Liebe für die Nordsee, Freude über schöne Teedosen, ein gemütliches Heim, grüne Smoothies…usw…Schade das Leipzig nicht gleich um die Ecke ist sonst würde ich mich mit dir glatt mal zum Cocktailtrinken verabreden wollen ; )
    Und die Anki Overdrive ist natürlich hier auch der absolute Hit. Das macht selbst mir Spaß. Aber auch ein großer Hit ist mein Weihnachtsgeschenk…ein Fitness Trampolin…mit viel Spaß und zu gute Laune Musik lassen sie die trüben Gedanken einfach weghüpfen…selbst mein Sohn legt immer mal wieder kleine „Hüpfrunden“ ein. Das ist bestimmt auch was für euch. Zumal das Trampolin springen so gesund ist und 10 min so effektiv wie 30 min joggen.
    Übrigens auch noch lieben Dank für deine leckeren Rezepte, hab schon einiges ausprobiert 🙂
    Sei auch ganz lieb gedrückt

  4. 28. Dezember 2016 / 13:11

    Du bist toll und ich lese so gern bei Dir! Bleib stark…. TÜRCHEN was Euch gut gefällt und vorallem blogge weiter. Ich finde Dein Leben trotzdem toll! LG, Bettina

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