mein Wochenrückblick und warum Entscheidungen wichtig sind…

Kinderpatenschaft und Patenschaft mit World Vision - Hilfe zur Selbsthilfe!

Es war eine durchwachsene Woche. Eine Woche, die mich mal wieder emotional völlig im Griff hatte. Ich musste viele Pausen einlegen um mich wieder zu sammeln und klar zu werden. Letztes Jahr, am 02.10., hatte ich noch keine Ahnung davon, dass mein Leben ab dem 25.10. eine komplett neue Wendung nehmen würde.

Charlotte und ich hatten zu dieser Zeit große Pläne geschmiedet und waren dabei alles in die Tat umzusetzen. Auf einer unserer Exkursionen ist uns ungebremst eine alkoholisierte Fahrerin ins Auto gekracht und wir wurden ins Krankenhaus abtransportiert. Ich hatte es schon fast vergessen…..! Es war ein verrückter Oktober 2015. Ein Monat, den ich nicht nochmal wiederhaben möchte.

Ich bin wirklich angekommen in Leipzig und es fühlt sich mittlerweile, wie mein richtiges zuHause an. Ich habe mir ein Wohlfühlumfeld geschaffen, was extrem wichtig ist für mich und mein Seelenheil. Trotzdem sitzen die Verletzungen und Enttäuschungen der letzten Monate tiefer, als ich mir das eingestehen möchte. Ganz oft bremst mich das aus.

Es gibt Momente, in denen mein Herz rast, ich fange an zu schwitzen, mir wird schlecht. Es rollt, wie eine Welle über mich. Einen Tag war es so schlimm, dass nur noch der Weg ins Bett blieb. Mir war eiskalt und ich hab mich mit 3 Decken zugedeckt und hab den ganzen Tag nur geschlafen.

 

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Glücklicherweise, weiß ich was ich in solchen Momenten zu tun habe und dann gibt es Standleitungen zu Charlotte und meiner Schwester. Reden hilft. Es hilft mir so sehr. Den Kummer und den Schmerz auszusprechen hilft Entscheidungen zu treffen…die Dinge klar zu sehen.

Manchmal denke ich, ich bin verrückt. Das kann doch gar nicht sein, dass mich das so umgeworfen hat. Ist das denn wirklich sooo schlimm? Warum verdammt nochmal geht es mir so schlecht damit? Warum holt es mich immer wieder ein? Ich habe ganz viel gelesen und dabei herausgefunden, dass Trennungen oftmals ein Trauma hinterlassen, zumindest vorübergehend. Das ist auch gar nicht so abwegig. Denn letztendlich erleidet man einen Verlust…einen Verlust, der sehr viele Veränderungen mit sich bringt und das in kürzester Zeit.

Für Frauen kommt dann oft noch hinzu, dass sie alleinerziehend sind und mir war gar nicht klar, was das eigentlich heißt. Im Grunde ist man für alles allein verantwortlich. Und alles in Summe…Trennungsschmerz, Umzug, neue Stadt…muss verarbeitet werden. Dafür bleibt mir wenig bis gar keine Zeit.

Wenn ich meinen Gefühlen Worte verleihen würde, dann würde dort stehen:

Ich bin traurig.

ABER! Genau das ist auch mein Antrieb. Ich will nicht traurig sein. Ich möchte einen Menschen finden, der mir zuhört, wirklich zuhört. Der meine Gefühle und Wünsche nicht ignoriert. Der mich wertschätzt. Jemand dem ich vertrauen und bei dem ich mich anlehnen kann. Jemand mit dem ich lachen kann…..ganz wichtig….lachen…Humor…Witz.

Damit ich nicht mehr traurig bin, muss ich Entscheidungen treffen. Ich musste sowieso schon die ganzen letzten Monate Entscheidungen treffen…auch unbequeme. Und jetzt muss ich es wieder tun.

Wenn ich an einem Weg stehe, der sich gabelt…muss ich mich entscheiden. Wenn ich stehenbleibe und in meiner Position verharre, werde nicht voran kommen. Es kann auch sein, dass ich den falschen Weg wähle…, aber wenigstens habe ich gewählt und treffe diese Entscheidung selber und ich kann daran etwas verändern. Immer. Voraussetzung dafür ist……zu handeln. Handelt man nicht…läuft man Gefahr, dass andere die Entscheidung fällen. Und dann gibt es oft kein zurück mehr.

Ich bin weder unglücklich noch unzufrieden. Ganz im Gegenteil. Ich bin einfach nur traurig. Und wenn ich aus Südtirol wieder da bin, werde ich mir einen Tag gönnen…an dem ich weine. Ich weine alles raus. Und dann werde ich schlafen und nicht mehr traurig sein.

Im Januar werde ich 40. Ich freue mich darauf. Und gestern habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich diesen Tag feiern will. Ich habe eine ungefähre Idee davon….Fakt ist, dass es keine Party geben wird. Wenn der Zeitpunkt reif ist, werde ich Euch sicher davon erzählen….was und wie ich es geplant habe.

 

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Mein Song der Woche!

Gestern morgen habe ich darüber nachgedacht, was eigentlich mein Song der Woche ist. Und ich hatte – ganz unerwartet – gar keine richtige Idee. Scheinbar war ich so sehr mit mir selber beschäftigt, dass die Musik einfach nur an mir vorbeigelaufen ist und das ist bei mir eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Und als hätte der liebe Gott meine Gedanken gehört…schickte er gestern Max Giesinger zu 1Live. Sein neuer Song….“Wenn sie tanzt“…wurde vorgestellt. Es war SOFORT um mich geschehen. Was für ein schönes Lied. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er es für seine Mama geschrieben.

Irgendwie seh ich mich in diesem Lied selber….wie oft mache ich laut Musik an oder setze Kopfhörer auf. Wie oft tanze ich durch die Wohnung und singe schief, schiefer, am schiefesten (aber aus voller Überzeugung) mit. Luca hat sich jedenfalls bitterböse beschwert, weil ich sein Bett zum wackeln gebracht habe.

Hier das Video zu „Wenn sie tanzt“. Klickt mal rein…es ist ein wirklich zauberhafter Song.

 

 

 

Mein Geschreibsel der Woche!

Wenn Ihr wollt, klickt Euch doch nochmal durch meine Artikel der letzten 7 Tage. Ich hab ganz schön was aus der Feder gelassen.

 

 

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Die kommende Woche!

Bin ich weg. Mit Charlotte. In Südtirol. Endlich.

Habt einen zauberhaften Sonntag!

 

Eure Schnimpeline

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8 Kommentare

  1. Alexandra
    2. Oktober 2016 / 8:45

    Wunderschönen guten Sonntagmorgen,
    Das hast du so schön geschrieben, in jedem Satz steckt ganz viel Ehrlichkeit, die mich richtig gefesselt hat. ich bin auch ein ganz tiefemotionaler Mensch, Traurigkeit zieht mich runter und ich kenne das von dir beschriebene Gefühl, mich dabei „krank“ zu fühlen, dann hilft Wärmflasche und das Bett.
    Und ja, weinen hilft, Gefühle müssen raus. Keiner sagt zu einem, der lacht, wenn er glücklich ist „Na, lach doch nicht.“ Und deswegen sag ich nie „Hör auf zu weinen.“, wenn jemand traurig ist.
    Es tut gut. Punkt. Aus. Und danach ist die Luft rein und der Kopf klarer.
    Mir wird dann sogar manches bewusster und ich lerne daraus. Lerne, auf mich zu hören und mehr auf mich zu schauen.
    „Ab heute bin ich nett zu mir“…. den Spruch hab ich mal irgendwo gelesen und ich find ihn so schön.
    Den schenk ich dir heute 😉 und wünsche dir eine wunderschöne Südtirol Zeit,
    liebe Grüße aus Österreich
    Alexandra

    • 2. Oktober 2016 / 9:15

      Liebe Alexandra, auch Dir einen wunderschönen guten Sonntagmorgen! Abgesehen von Freunden und der Decke überm Kopf ist eben auch unglaublich hilfreich darüber zu schreiben und auch auf diesem Weg einen Austausch zu finden. Viele liebe Grüße nach Österreiche…ich winke, wenn wir durchfahren…LG

  2. Nadine
    2. Oktober 2016 / 9:04

    Du bist so toll und sprichst mir in meiner sehr sehr schweren Zeit so aus der Seele! Ich weine und kann dich so gut verstehen.viel Spaß in Tirol mit deinen Lieblingsmenschen.
    Liebe Grüße

    • 2. Oktober 2016 / 9:14

      Liebe Nadine, ja das ist wohl im Moment einfach so. Eine Trennung steckt man eben nicht so einfach weg. Vor allem nicht, wenn man Ewigkeiten miteinander verbracht hat. Das gibt es Verbindungen, die einfach so gekappt werden und das muss man erstmal hinter sich lassen. Fühl Dich ganz fest gedrückt. Andrea

  3. 2. Oktober 2016 / 10:10

    Hey Andrea,
    jetzt, da ich das lese erinnere ich mich an den Unfall. Er geschah kurz vor der Pblounge, nicht wahr? Hab mich schon oft gewundert, wie erstaunt froh Du klingst, trotz der ganzen Veränderungen. Sicher tut Ablenkung gut aber alles muss doch langsam verarbeitet werden. Dazu gehört auch traurig sein. Ganz wichtig. Ich wünsch Dir ne tolle Auszeit in Tirol.
    Liebe Grüße
    Marion

    • 2. Oktober 2016 / 10:39

      Liebe Marion, ja wie ich schon geschrieben habe….ich bin glücklich und zufrieden…und auch froh. Die Veränderungen tun mir gut, nur ist es eben auch so, dass ich in diesen Weg „hineingezwungen“ wurde. Im Normalfall wäre ich heute noch mit meinem Mann zusammen in unserem Haus im Rheinland. Und das, was sich da zwischenmenschlich abspielt, trägt man ja nicht permanent nach außen. Ich bin ein positiver Mensch und eine Frohnatur…nur bin ich eben auch sehr traurig darüber, wie sich meine Ehe entwickelt hat bzw. in welcher Form sie auseinandergegangen ist….Liebe Grüße, Andrea

  4. Arnica
    2. Oktober 2016 / 11:06

    Liebe Andrea,
    ich bin ja neulich erst durch Instagram auf dich aufmerksam geworden und dadurch zum blog gekommen.
    Ich muss dir jetzt mal sagen das du ne ganz tolle Frau & Mutter bist!
    Ich bewundere für das was du im letzten Jahr gewippt hast und was du so auf die Beine stellst.

    Ich verstehe deine Trauer über das Ende deiner Ehe sehr gut.
    Meine Schwester hat sich vor 4 Jahren für einen anderen Mann von ihrem Mann getrennt (mit dem sie 23 Jahre zusammen war). Obwohl sie diejenige war die gegangen ist, hat sie doch Jahre gebraucht um darüber hinweg zukommen.
    Und wie du schreibst, es ist ein Verlust…und Verluste müssen betrauert, beweint und zugelassen werden. Sonst wirst du es nie hinter dir lassen können.

    Ich wünsche dir eine tolle Woche mit deiner Charlotte. Zeit zum quatschen, lachen & gammeln!
    Zeit für Dich und deine Seele

    Alles Liebe, Arnica

    • 2. Oktober 2016 / 11:11

      Liebe Arnica, dankeschön für Deine super lieben Worte. Ich kann ganz oft selbst nicht glauben, was ich in der recht kurzen Zeit auf die Beine gestellt habe. Ich glaube, das ist einfach Typsache. Für mich war die Situation zuHause so unerträglich, so lähmend….daran MUSSTE ich etwas ändern…um eben wieder glücklich sein zu können. Und das bin ich auch….nur eben manchmal auch traurig und auch das ist angesichts der Tatsachen absolut normal. Viele liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag. Andrea

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