PRIVATSPHÄRE

Es könnte doch so einfach sein…meine Wochengedanken aus KW07!

Wie man zu Weihnachten Erinnerungen verschenken kann...zauberhafte Geschenkideen zu Weihnachten mit StoneTrip Steinschmuck!

Hey Mama…ich hab dir was mitgebracht.

Er schmeißt den Rucksack auf den Tisch in der Küche und kramt alles raus, was er so eingekauft hat.

In der Hand hält er eine Tafel Milkaschokolade mit GANZEN!!! Nüssen.

Ich bin ein Pingel. Bei Schokolade. Vor allem bei Schokolade.

Ich bin nicht so der große Schokoladenfan und es ist schon sehr viel Geld in schöne Schokolade geflossen, die sich letztendlich im Vorratsschrank gestapelt hat und irgendwann im Müll vernichtet werden musste.

Die hübschen Verpackungen und verschiedenen Sorten lachen mich immer wieder an und ich bin sehr gern ein Verpackungsopfer….aber für mich gibt es nur diese eine Schokolade….

 

Milka mit ganzen Haselnüssen!

 

Ich bin jetzt 41 und ich glaube, mein Sohn ist bisher der einzige Mensch, der mir nie was anderes mitbringen würde. Jeder, der es hören oder auch nicht hören will, weiß eigentlich das ich nur diese eine Schokolade esse. Heißt also, wenn man mir eine Freude machen möchte….dann brauche ich keine Milka Pralinen oder sonst was für Sorten. Ich brauche nur Milka Schokoladen mit GANZEN! Haselnüssen (es gibt nämlich auch Milkaschokolade mit zerkleinerten Haselnüssen).

Da lag sie nun vor mir….diese Tafel Schokolade….und ich war total gerührt über diese kleine und doch so unfassbar aufmerksame Geste. Mein 13-jähriger Sohn hat für mich die richtige Schokolade gekauft….einfach so.

Mir bedeutet das sehr viel!

Weil er zugehört hat und meinen Hang zu Milkaschokolade einfach akzeptiert und mir nichts anderes aufdrängt (das macht bei mir tatsächlich keinen Sinn). Nicht, weil ich so super eigensinnig bin….mir schmecken all die anderen, wunderbaren Schokoladendinge einfach nicht.

Ich wünsche mir sehr, dass er sich das behält…dieses Hinhören und die Wahrnehmung der leisen Zwischentöne. Die Sache mit der Schokolade ist quasi eine Metapher für ein aufmerksames Miteinander…vorausgesetzt man hat Kenntnis davon.

Für mich hat das was mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Respekt zu tun. Und ich weiß, dass es da draußen ziemlich viele Frauen gibt, denen es wie mir geht. Wir wünschen uns nicht den puren Luxus und 10 Diamantringe. Wir wünschen uns einen Mann, der zuhört und aufmerksam ist. Am allerbesten natürlich in einer gesunden Balance, denn ein Weichei wollen wir ja auch nicht wirklich.

Nehmen wir mal das Thema Blumen.

Valentinstag, Hochzeitstag und was es sonst noch so gibt…wurde bei uns ignoriert oder es war so ein „gefühltes Muss“. In 15 Jahren Ehe gab es nicht einen Überraschungsmoment und am Valentinstag durften Blumenhändler ja schließlich nicht unterstützt werden. Das wäre alles nur Kommerz. Das Problem an der Sache….auch die restlichen 364 Tage im Jahr wurden keine Blumenhändler unterstützt.

Ich mag z.B. auch keine Blumen in gelb und orange. Ich mag eigentlich überhaupt kein gelb und orange, aber wenn ich mal Blumen bekam, dann waren sie gelb und orange.

Meistens habe ich dann so getan, als ob ich mich freue. Zumindest erstmal. In Wirklichkeit aber war ich verletzt. Und meistens brach das dann auch irgendwann aus mir raus. Ich verstand es einfach nicht….da ist man so lange ein Paar und trotzdem nimmt der andere Part überhaupt nicht wahr, was einem gefällt oder auch nicht.

Jetzt könnte man ja tatsächlich sagen….“Hey, immerhin hat er überhaupt Blumen mitgebracht“. Ich muss nur ehrlicherweise zugeben, dass mir keine Blumen lieber gewesen wären, als die falschen Blumen. Genauso ist es mit dieser Schokolade und auch mit vielen anderen Dingen….es gäbe unzählige Beispiele und vermutlich finden sich einige von Euch darin wieder.

Und dabei wäre es doch so einfach. Schenk mir eine Milkaschokolade mit ganzen Haselnüssen und ich weiß das Du mir zugehört hast und ich weiß, dass Du im Supermarkt gestanden hast vor der Fülle an Schokoladen und dachtest „ach….das ist doch die Sorte, die der Andrea so gut schmeckt, die bring ich ihr jetzt mit“.

Alleine diese Tatsache macht diese kleine, lila Tafel für mich sehr wertvoll.

 

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Ich bin mit meinem „kleinen“ Schokoladenmitbringer gerade in Dubai. Was letztes Jahr noch eine echte Herausforderung war, ist in diesem Jahr pure Freude. Wir haben herausgefunden, dass wir ziemlich gut zu zweit auf diesen Reisen „funktionieren“.

Das hätte ich übrigens so nie erwartet. Als ich 13 war fand ich Reisen mit meinen Eltern sterbenslangweilig. Mit 14 habe ich mir meinen ersten Ferienjob gesucht, nur um nicht mehr mit in den Urlaub fahren zu müssen. Und immerhin ist Luca ein Junge und ich bin eine Frau (nicht zu vergessen seine olle Mama). Das wir so einen großen, gemeinsamen Spaß daran haben…ist für mich ein Geschenk. Es ist für mich, als Mama, quasi ein Kompliment. So schlimm kann ich nicht sein, wenn er freiwillig mit mir immer noch die Berge hochkraxelt, Strandspaziergänge macht oder trotz seiner Flugangst ins Flugzeug steigt um die Welt zu sehen.

All diese Dinge, diese Erlebnisse, verbinden uns auf eine sehr besondere Art. Weil es Erinnerungen sind….Es sind niemals Erinnerungen an etwas Materielles, sondern eher dieses…..

„Weißt Du noch….dieses Gänsehautfeeling als wir zum ersten Mal den Burj Khalifa und die Dubai Fountains gesehen haben? Oder als wir in New York zum ersten Mal am Time Square standen und es überhaupt nicht fassen konnten?“

Wir sind leidenschaftliche Reisende und wir können uns wie kleine Kinder über alles mögliche freuen, sogar wenn Flieger ausfallen oder alte Fliegerbomben den Leipziger Hauptbahnhof stilllegen. In der Ruhe und auch im Humor liegt die Kraft. Und wir freuen uns über jeden weiteren Stempel in unseren Reisepässen.

Als ich Luca das erste Mal in den Armen hielt, hab ich geweint und dachte nur „Oh mein Gott, dass schaff ich nie…“! Wie soll ich diesen kleinen Menschen nur groß kriegen? Damals gab es noch keine Familienblogs und diese unfassbar unzähligen Ratgeber. Wir waren nie beim Pekip oder in der Krabbelgruppe. Wir haben intuitiv das gemacht worauf wir Lust hatten. Vermutlich hat Luca die ersten 3 Jahre seines Lebens im Fahrradanhänger verbracht und ist mit uns den Rhein hoch und runter gefahren….von einem Biergarten in den nächsten Biergarten….Das war eine wunderbare Zeit.

Er ist das beste, was ich je zustande gebracht habe…

Natürlich ist es keineswegs so, als wäre zwischen uns ständig heile Welt. Ich meine….HALLOOO! wir sprechen hier von einem 13-jährigen Teenager, der die Dinge dort liegen lässt, wo er sie fallengelassen hat. Frischluft könnte man als eindeutigen Notstand bezeichnen und manchmal scheppert es ordentlich zwischen uns. Nicht zu vergessen seine charmante Art mir ungefähr täglich zu sagen:

 

Mama, chill mal und stell dich bitte nicht so an.

 

Alles andere wäre auch unnormal.

Wenn ich auf die vergangenen 2 Jahre zurückblicke, dann kommt mir ganz viel noch völlig unwirklich vor. Jeder Stein, der aus dem Weg geschoben werden musste hat sich gelohnt…auch die Tatsache immer wieder über die eigenen Grenzen gehen zu müssen. Manchmal musste ich mich regelrecht dazu zwingen.

Ich glaube, die größte Erleichterung trat ein, als ich die Ehe abschließen konnte. Das ist ein unfassbar befreiendes Gefühl. Immer noch! Das Verhältnis zu meinem Ex-Mann hat sich auf einem annehmbaren Niveau eingependelt und ich würde mir wünschen, dass er in seiner neuen Beziehung mehr auf die leisen Zwischentöne achtet und Wertschätzung lernt.

Ich bin so zufrieden mit mir selbst und voller Glück….ich bin fest davon überzeugt, dass alles zur richtigen Zeit kommt. Ich halte übrigens nichts davon zu schreiben „man muss nur daran glauben“….das hört sich ähnlich beschissen an wie „du musst nur positiv denken“.

Ich halte eher was davon einfach zu machen….so wie es zu den eigenen Rahmenbedingungen passt…emotional, zeitlich, finanziell. Hätte ich nur dagesessen und gehofft und geglaubt….wäre ich heute sicher nicht in Leipzig. Ich wäre immer noch in dieser Ehe gefangen und unglücklich.

Es ist das erste Mal, dass ich es tatsächlich laut aussprechen kann, weil ich es genauso empfinde „Diese Trennung war das beste, was mir passieren konnte“.

Hier in Dubai ist es gerade 08:30 Uhr. In Deutschland ist es also 05:30 Uhr. Wir lümmeln noch in den Betten rum und ich habe schon Angst vorm Frühstücksbuffet. Das Frühstück hier ist das Unglaublichste, was ich in Hotels je gesehen habe….überhaupt ist die Kulinarik in Dubai der Knaller. Im Übrigen auch etwas, was ich so gar nicht erwartet hatte….aber wie war das noch….öffne Augen und Herz….und du wirst überrascht sein von dieser Welt.

Im vergangenen Jahr haben wir es nicht auf den Burj Khalifa geschafft. Das holen wir heute nach….und zwar zum Sonnenuntergang. Ich bin sehr gespannt darauf Dubai von oben zu sehen. Vorher werden wir uns aber mit einem guten Buch einfach an den Pool werfen und Sonne und Wärme genießen.

Ich wünsche Euch von Herzen einen fabelhaften Sonntag.

 

Eure Andrea

 

PS: Im Übrigen ist das KEINE Werbung für Milka….

 

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