PRIVATSPHÄRE

Der Boden unter den Füßen, Schlüsseldienste und Hugo…meine Wochengedanken aus KW44!

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Wenn ich eine Beschreibung für diese Woche finden sollte, dann wäre es ein „völlig normal„.

Es ist hin und wieder noch ganz merkwürdig das ich ganz offensichtlich den Boden unter den Füßen wiedergefunden habe. Nach so vielen Monaten voller Auf und Ab’s ist absoluter Normalzustand eingekehrt. Ich finde es sogar manchmal etwas beängstigend, wie egal mir dieser Mensch aus meiner Vergangenheit geworden ist bzw. was uns verbunden hat. Die Trauer darüber ist gänzlich verflogen. Da ist einfach nichts mehr bis auf die Vater/Sohn Besuche alle 2, 3 Wochen.

 

ES! IST! VORBEI!

 

Und manchmal möchte ich dieses befreiende Gefühl einfach nur in die Welt hinaus schreien und tanzen (ok manchmal tanze ich durch die Wohnung, aber das Schreien erspare ich meinen Nachbarn lieber).

Gestern Abend war ich mit Luca im Kino in „Thor“. Wir haben uns köstlich amüsiert und wer hat denn bitte Chris Hemsworth erschaffen? Ein Bild von einem Mann und dann ist der zu allem Überfluss auch noch witzig und kann sich so richtig schön selbst auf die Schippe nehmen. Herrlich.

Jedenfalls sind wir vorher noch kurz durch die Stadt gebummelt und haben noch so richtig schön Pommes mit Currywurst gefuttert. Das Wetter war angenehm, es war voll und überall spielten wieder die Straßenmusiker und wir haben fleißig Münzen in die Gitarrenkoffer geworfen.

Ganz unvermittelt sagte Luca dann zu mir „Mama, wir leben in einer echt tollen Stadt und stell dir mal vor….wir würden hier nicht leben, wenn der Papa nicht fremdgegangen wäre. Klingt zwar doof, aber so hat ja auch alles sein Gutes“.

Ich musste kurz schlucken. Mir bedeutet das einfach alles. Das es ihm gut geht. Das er glücklich ist. Das ich glücklich bin. Das wir unser Leben voller Spaß und Zufriedenheit leben können. Und das er so fühlt wie ich….das unser Weg nach Leipzig richtig war und das wir es lieben in dieser großartigen Stadt zu leben ohne in der Vergangenheit zu kleben.

Gestern Mittag habe ich uns ganz fröhlich zum allerersten Mal ausgesperrt. Das musste irgendwann mal passieren. Mich ohne Schlüssel auszusperren ist ein Problem, was mich schon mein Leben lang begleitet. Für mich sind schon Nachbarn über Dächer geklettert….

Wir wollten mit den Hunden raus…ich schlüpfe in die Schuhe…Luca ist schon draußen. Ich sehe noch den Schlüssel, ziehe aber die Tür zu…BUMMS! Wenn ich mit den Hunden unterwegs bin, dann zu 99% ohne Smartphone. Da standen wir also. Mein Sohn hielt sich den Bauch vor Lachen und mich überfiel kurz die Panik…

 

was mach ich denn?

was mach ich denn?

was mach ich denn?

 

Gott sei Dank haben wir uns hier nachbarschaftlich schon alle  angefreundet. Also klingelte ich bei meiner Lieblingsnachbarin und wir riefen den Schlüsseldienst. Die Stiftung hat übrigens jedem Mieter eine Notfall-Liste mit dem Mietvertrag übergeben und dort sind auch solche Nummern hinterlegt (nützt nur nicht viel, wenn die Liste samt Handy in der Wohnung liegt). Nach 40 Minuten war das Problem gelöst und ich war 65 Euro ärmer. Ich habe noch nie so gern 65 Euro für etwas bezahlt….Und bei all den Horrorgeschichten um Schlüsseldienste war das ja wohl mal ein echt fairer Preis zum Samstag.

Während ich all das schreibe, liege ich natürlich in meinem gemütlichen Bett und rechts von mir liegt Bommel und links von mir liegt Hugo. Ein Bild für die Götter.

Der Einzug von Hugo am Dienstag war natürlich das größte Highlight der Woche. Und 5 Tage später ist es so, als wäre es nie anders gewesen. Ich habe unfassbar lange mit mir gehadert und die eigentliche Entscheidung fiel ja dann wirklich von heute auf morgen in unserem Österreich Urlaub. Und Hugo passt zu uns, wie kein anderer Hund. Als hätte es genauso sein müssen….

 

 

Er ist rotzfrech, absolut unängstlich und lässt sich von Bommel kein Stück einschüchtern, unterwirft sich ihm aber natürlich. Wir hatten schon vor Wochen der Züchterin seinen Namen gegeben und deswegen hört er auch bereits auf Hugo. Das ist toll und erleichtert ganz viel. Luca übernimmt außerhalb der Schule ganz viel und hört tatsächlich auch darauf, wenn ich ihm zum Thema Hundeerziehung etwas erkläre. Wer einen Teenager im Haus hat, weiß das dies nicht immer der Fall ist….

Fakt ist, dass mit Hugo und Bommel muss funktionieren und das bedeutet konsequente Erziehung. Unser Alltag soll sich nicht um die Hunde drehen, sondern sie sollen Familienmitglieder sein, die unseren Alltag begleiten und nicht dominieren. Dank Bommel konnten wir die 2 Fellnasen auch schon allein Zuhause lassen und zwar völlig problemlos. Wäre Bommel nicht da, würde Hugo sicher „jammern“ und so legt er sich auf meine Pantoffeln und schläft (wozu ich ein Körbchen gekauft habe, weiß kein Mensch).

Mich erreichen viele Fragen zu diesem Thema…vor allem zur Hundeerziehung, sauber werden und und und. Ich bin keineswegs ein Hundeexperte, aber ich werde ganz sicher zu dem Thema noch was schreiben in den kommenden Tagen. Es ist eine Mischung aus Intuition, Erfahrung, aber auch fundiertes Wissen aus der Hundeschule. Ohne Hundeschule geht es nicht. Ich hätte ganz viele Fehler bei Bommel gemacht ohne dieses Wissen. Es ist die eine Sache etwas zu lesen und es ist die andere Sache etwas direkt umzusetzen auf der grünen Wiese mit professioneller Anleitung.

Meine allergrößte Sorge galt übrigens Bommel. Ich hatte keinen Schimmer wie er reagieren würde. Ihr müsstet es sehen….Er macht das so toll, dass ich ihn ständig abknutschen könnte. Seit gestern lässt er es übrigens zu, dass Hugo sich zu ihm legen darf…Das ist echt Zucker!

Heute lassen wir uns einfach treiben. Das Wetter ist recht unbeständig und davon hängt ab, was wir ggf. unternehmen oder auch nicht. Ich werde Kuchen backen, ein wenig an meinen DIY Sachen für meine IKEA Küche weiterarbeiten…denn morgen hole ich nun endlich Kühlschrank und Co. bei IKEA. Am Dienstag kommt der Schreiner und dann hat hoffentlich die Kühlschrankodysee und Küchenmodifizierung ein Ende.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht schon wieder neue Ideen für meine Wohnung hätte. Es ist einfach ein dynamischer Prozess und ich habe gelernt zu akzeptieren, dass ich eben so bin und all diese Dinge gern mache…also lebe ich das auch, anstatt mich schlecht zu fühlen.

Auf eine Sache freuen wir uns ganz besonders. Am Dienstag macht Food Kurt in Leipzig auf. Das Konzept erinnert mich sehr an Whole Foods in New York und das mochten wir dort wirklich sehr. Ich bin super gespannt auf die Umsetzung. Wir haben uns für kommenden Sonntag erstmal Plätze für den Brunch organisiert.

Außerdem ist am Dienstag auch noch Leipziger Mitsingnacht in der Thomaskirche. Auch das finde ich absolut großartig. Ich hoffe sehr, wir schaffen es dort hinzugehen.

Ich möchte auch an dieser Stelle nochmal ein großes DANKE loswerden an Euch. Es war so schön, wie Ihr diese Woche begleitet habt und wie Ihr Euch alle mit freuen könnt. Es ist ein absoluter Kontrast zu dem, was man so oft über das Internet und Social Media liest. Es geht auch anders und Ihr seid der Beweis dafür.

Ich wünsche Euch einen zauberhaften Sonntag.

 

Eure Andrea

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