PRIVATSPHÄRE

Kühlschrankprobleme, Depri-Stimmung und was machen wir eigentlich Weihnachten?…meine Wochengdanken aus KW42!

Ungefähr im Januar dieses Jahres überlegte ich ernsthaft von meiner kleinen Wohnung in eine der größeren, neu sanierten Altbauwohnungen hier zu ziehen. Ich verwarf das wieder. Stattdessen beschäftigte ich mich damit, wie ich aus meinen 60 qm das Optimum herausholen könnte. Denn ich hatte ein klitzekleines Problem….in meiner Küche war keine Spülmaschine eingeplant. Und offen gesagt, weiß ich gar nicht, wie ich das 9 Monate überleben konnte. Vermutlich bekam ich Weihnachten deswegen eine handgeschriebene Karte von Lieferheld.

In einer witzigen Hin- und Herschiebeaktion auf den Instastories berieten mich meine großartigen Follower über den Stellplatz meines neuen Kühlschranks. Ich ließ eine Spülmaschine einziehen und musste alles anders stellen und den Einbaukühlschrank rausschmeißen.

Ostern war alles fertig. Der Kühlschrank hatte seinen Platz und die Spülmaschine auch. Perfekt quasi.

Dann kam mein Mann zurück…bzw. wir ließen es zu, dass er zurückkam.

Ich mietete also doch die größere Wohnung. Und saß stundenlang mit Charlotte über der IKEA Küchenplanung. Der neu gekaufte Kühlschrank für die alte Wohnung war irgendwie ein Problem für die neue Wohnung.

 

Living: Warum ich mich immer wieder für eine IKEA Küche entscheiden würde! #neuewohnungteil1

 

Und dann beging ich einen entscheidenden Fehler…ich fragte den Mann, der zurückgekommen war (und jetzt wieder weg ist) nach seiner Meinung. Und er wollte es anders haben…also plante ich nochmal um… mir war es wichtig ihn mit einzubinden in unser neues, gemeinsames Zuhause…Neuanfang und so.  Und zu guter Letzt plante die IKEA Küchenplanerin die neue Küche ein wenig zu knapp und prompt ging der Kühlschrank in der neuen Küche nicht mehr auf.

Notiz an mich: Frage keine Männer mehr, wenn es um Einrichtung geht und verlasse dich auf deine eigenen Maße….

 

Living: Warum ich mich immer wieder für eine IKEA Küche entscheiden würde! #neuewohnungteil1

 

Da stand er also…der hübsche Retrokühlschrank, eingequetscht in der Ecke und mein Gehirn ratterte. Also plante ich wieder um.

Fest entschlossen keine Kompromisse mehr einzugehen, zog also vor gut 2 Wochen ein niegelnagelneuer SMEG Kühlschrank in schwarz ein. Der Termin mit dem Schreiner für die kleine Modifizierung der Küche stand fest im Kalender. Aber der SMEG war defekt. Ich ließ ihn wieder abholen.

Und dann dachte ich….ach scheiße Andrea…das war doch für irgendwas gut und ich plante kurzer Hand einen IKEA Einbaukühlschrank ein und gab die Bestellung für die Lieferung auf. Ein neuer Termin mit dem Schreiner wurde vereinbart und gestern stand die IKEA Lieferung an.

Nur es gibt ein…ganz klitzekleines….Problem…

 

Es wurde nicht geliefert….

 

Man könnte ja jetzt meinen, ich würde wie Rumpelstilzchen auf meinem Bett rumhüpfen und mir die Haare raufen. Aber das komplette Gegenteil ist der Fall.

Wenn ich auf die vergangenen 24 Monaten zurückblicke, dann hat sich einfach jeder scheiß Umweg irgendwie gelohnt. Wäre der Vater meines Sohnes nicht zurückgekommen, hätte ich niemals den Mut gefunden in eine größere Wohnung zu ziehen. Ich hatte eine riesengroße Angst vor diesem Schritt und ich bereue keine Sekunde diesen Weg, wenn ich sehe wie glücklich Luca und ich hier sind. Wahrscheinlich wäre mir die nächsten 20 Jahre noch ein SMEG Kühlschrank durch den Kopf gegeistert, wenn ich nicht selbst die Erfahrung gemacht hätte, das die schönen Italiener offensichtlich ein Qualitätsproblem haben….

Man muss das Leben nehmen, wie es kommt und irgendwann wird da sicher ein Kühlschrank stehen und die IKEA Küche wird irgendwann wirklich komplett sein. Gut Ding will eben Weile haben.

Als mir gestern eine meiner liebsten Bloggerkolleginnen per Whatsapp schrieb:

 

So ein Kühlschrank wird auch völlig überbewertet…

 

hab ich mein Smartphone angelacht und gedacht „ja“…genauso ist es.

Mal abgesehen von Kühlschrankproblemen, war es irgendwie eine verrückte Woche. Und am Freitag wachte ich mit verquollenen Augen auf und war in einer völligen Depri Stimmung. Eigentlich war alles irgendwie anders geplant für die Woche. Ich wollte viel produktiver sein, Sport machen, auf gesunde Ernährung achten und nichts hat so richtig geklappt.

Und eigentlich hatte ich beschlossen, aufgrund meines Umzuges und der höheren, monatlichen Kosten, auf so Dinge wie Maniküre zu verzichten. Das hab ich auch ne Weile durchgehalten und dann war es aber endlich mal an der Zeit wieder was für mich, also nur für mich zu tun….etwas für mein eigenes Wohlfühlgefühl…ohne Rücksicht auf irgendwelche Umstände.

Ich kann mich wirklich ganz prima selbst geißeln und hinterher frag ich mich immer, warum ich das eigentlich mache. Dabei ist es doch so wichtig, Dinge für sich zu tun….Wie war das noch? Nur, wenn es mir selbst gut geht, dann geht es auch meinem Umfeld gut.

Und es ist wirklich der Hammer…wenn man im Kopf den Schalter umlegt, dann stellt sich auf einmal alles in einem anderen Licht dar. Ich bin also in die Stadt, bin über den Markt gelaufen, hab Blumen gekauft, mich mit Luca getroffen und ne dicke Waffel mit Sahne und Eis gegessen und dann hab ich auch noch Deko mit nach Hause geschleppt. Und vor lauter Freude über den wunderbaren Freitag, habe ich auch noch 5 Stunden einen Blogbeitrag über meine neue Deko für das Wohnzimmer geschrieben. Auf einmal waren sämtliche Energien wieder freigesetzt. Wahrscheinlich musste ich einfach nur mal vom Schreibtisch weg….

 

LIVING: Wie Kleinigkeiten das Wohngefühl verändern? Goldtöne und Samt für die dunkle Jahreszeit! Deko mit David Fussenegger, Pad Concept, House Doctor, H&M Home und DEPOT!

 

Der Samstag gestern war dann so richtig perfekt (mal abgesehen davon das IKEA mit der Lieferung nicht kam). Ich war mit dem Rad einkaufen. Habe tatsächlich meine Rewe Punkte eingelöst und diesen hübschen, roten Bräter von Zwilling mitgenommen (top Teil!) und ein super leckeres Gulasch gekocht. Ab 16 Uhr hockte ich mit Luca und Bommel (der ständig stinkend pupste) auf dem Sofa und wir haben Filme auf maxdome geguckt…..Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so die Zeit verplempert hätten und schon am Nachmittag vorm Fernseher saßen. Es war super!

 

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Außerdem war die Woche gar nicht so schlecht, wie ich ursprünglich dachte. Sie hat Menschen in mein Leben zurückgespült, die lange eine große Rolle gespielt haben. Meine Schwiegereltern. Fast 2 Jahre hab ich sie nicht gesehen und sie kommen uns ein langes Wochenende zum Beginn des Weihnachtsmarktes in Leipzig besuchen. Ich habe mir lange Zeit den Abstand genommen, der nötig war und jetzt freue ich mich sehr darauf sie wiederzusehen. Die schönste Erkenntnis daran ist, dass ich an vielen Stellen geheilt bin und auch mit der Vergangenheit wieder einen Umgang finden kann.

Und ich habe mit Luca beschlossen über Weihnachten abzuhauen. Ich habe schon gebucht. Unser Leben ist einfach nicht mehr, wie es war und auch die Weihnachtszeit hat sich verändert und wir zeigen der Vergangenheit einfach mal fröhlich den Mittelfinger und machen unser Ding, ein neues Ding draus. Es ist übrigens das erste Jahr, wo ich das problemlos kann…..Es ist ein richtig gutes Gefühl an diesem Punkt zu sein.

Heute lassen wir uns einfach treiben und gucken in aller Ruhe, was uns dieser Sonntag so bieten wird. Das Wetter ist gar nicht so schlecht und der Herbst lädt zu einem kleinen Ausflug nach draußen ein.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sonntag.

 

Eure Andrea

 

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