PRIVATSPHÄRE

Manche Emotionen müssen einfach raus…meine Wochengedanken aus KW39!

Affäre, Trennung, Scheidung, Trennungsschmerz, Trennung verarbeiten

„Andrea, mach so was nie wieder.“

Wir mussten herzhaft miteinander lachen. Sie war froh, dass sie an diesem Morgen nur Wimperntusche trug. Aber ihr war es egal das ihr inmitten von Menschen die Tränen liefen. Manche Emotionen müssen einfach raus…

Das kommt davon, wenn man um 07 Uhr morgens Blogartikel der eigenen Schwester liest….

Ich bin froh darüber, dass ich wieder ein Jahr weiter bin. Ein Jahr weiter in meiner eigenen Lebensgeschichte. Froh, weil es schneller geht, wenn da nochmal so was, wie Schmerz oder Wut anrollt. Ich kann viel schneller abschalten und normal weitermachen ohne das Gefühl zu haben von innen aufgefressen zu werden. Das ändert natürlich nichts daran, dass es immer mal wieder kommt….aber es wird viel, viel besser. Und darüber bin ich aufrichtig froh, denn das lässt sich ja auf Dauer nicht ertragen.

Am Dienstag war einfach dieses total erdrückende Gefühl da. Er hatte mich wieder über Wochen angelogen, über Monate. Das lässt sich nur ganz schwer abschütteln, einfach weil es nicht aufhört. Manchmal erdrückt mich meine Wut und dann hilft nur noch schreien. Nach 2 Jahren Doppelleben immer wieder hören zu müssen, dass dies ja meine Schuld gewesen sei, weil vorher alles so scheiße war….Ich glaube, es kann sich einfach niemand vorstellen, was das mit einem macht. Da bündeln sich Emotionen zusammen, die ich einfach nicht erklären kann. Ich hoffe sehr, das ich diesen Punkt, an dem mich das so sehr verletzt, bald hinter mir lassen kann.

Ich wusste es, so wie ich viele Dinge wusste, weil dieses Gefühl im Bauch einfach ein untrügliches und absolut sicheres Zeichen ist….und seit Anfang der Woche war es endlich raus. Das ist im ersten Moment immer wie ein Schlag ins Gesicht, dann aber vollkommen befreiend. Ich kann viel besser damit umgehen, wenn ich weiß, wie der Hase läuft….Ich hasse nichts mehr als Geheimniskrämerei…Geheimnisse sind ein ganz schlechter Nährboden. Außer irgendjemand von Euch möchte mir ganz HEIMLICH zu Weihnachten diese eine Tasche von Mulberry zukommen lassen. Also das wäre ein äußerst tolles Geheimnis…ich wäre dann auch überhaupt nicht böse. Echt nicht!

Normalerweise steht mein Laptop nicht neben dem Bett. Aber ich hatte Abends noch gearbeitet und ihn einfach auf den Boden gelegt. Der Griff am Morgen zur Tastatur war also fast schon vorprogrammiert und extrem hilfreich. Die Frage, ob der Partner wieder zurückkommt, ob es einen Neuanfang geben kann….steht für viele getrennte Paare immer wieder im Raum und so natürlich auch bei uns. Der Text floss mir nur so aus den Fingern und danach war ich befreit. Während meine Schwester also den halben Tag besorgt auf der Arbeit saß, hatte ich schon längst meine Fröhlichkeit wieder zurückerobert….Wir telefonierten 4 Stunden….

Würde man die Texte aus den vergangenen 2 Jahren zu meiner Berg- und Talfahrt meiner persönlichen Trennungsgeschichte zu einem Buch zusammenfassen, dann wäre das sicher interessanter Lesestoff. Aber rückblickend würde ich etwas mehr Humor einfließen lassen. Denn rückblickend kann ich tatsächlich über viele Dinge lachen, weil es einfach manchmal absolut verrückt ist, wie Menschen so ticken, wenn es um die Liebe geht. Mit viel Abstand kann ich tatsächlich fast alles mit einer großen Portion Humor betrachten….und ein Buch von mir zu diesem Thema hätte in jedem Fall Humor, ein wenig Sarkasmus und sehr viel Ironie.

Ein Buch zu schreiben….steht auf meiner Wunschliste ganz oben. Aber ich habe auch eine Menge Respekt davor. Mal gucken, wo der Weg mich hinführt. Alles kommt zur richtigen Zeit. Darauf vertraue ich.

Meine Woche war weitestgehend davon begleitet auszusehen wie Scheiße. Ich muss es leider so deutlich sagen. Ich bin täglich um 05 Uhr aufgestanden, hab mich um den üblichen Alltag mit Kind, Hund und Haushalt gekümmert und dann wie ne Irre gearbeitet. Ich muss damit direkt morgens anfangen, denn offensichtlich bin ich kein Nachtmensch. Wenn ich abends Texte schreibe und die am nächsten Morgen Korrektur lese, dann weiß ich das war ein Fehler abends noch Buchstaben aneinanderzureihen. Manchmal verschwimmt dann auch alles auf dem Bildschirm und dann muss ich aufhören.

Meine persönlichen Eitelkeiten in puncto Aussehen waren mir also völlig egal für ein paar Tage.

Ich habe nicht mitgezählt, aber es sind sicher um die 15 Blogartikel gewesen, die ich in dieser Woche geschrieben habe. Zumindest Blogger, Autoren oder auch einfach nur Menschen, die Texte schreiben, wissen was das bedeutet. Zumal ich an jeden Artikel den gleichen Anspruch habe….ihn mit Leidenschaft und Persönlichkeit zu erfüllen. Natürlich könnte ich auch einfach irgendwas „hinklatschen“ und wenn mich solche Gedanken manchmal überfallen, dann verwerfe ich sie ganz schnell wieder. Auch hier gilt für mich „es gibt keine Kompromisse“. Ich halte Qualität für sehr wichtig. Ich bin eine leidenschaftlicher Schreiberin und wenn das irgendwann mal weg wäre, müsste ich eben aufhören oder zumindest eine Pause machen.

Es sind Herbstferien in Leipzig. Ich hatte mir lange Gedanken gemacht, wo und ob es überhaupt irgendwo hingehen soll. Mein Fernweh begleitet mich ja aktuell täglich. Aber eben auch das Gefühl die Berge sehen zu wollen, wandern zu gehen und mit dem Blick auf die Zugspitze aufzuwachen. Schon der Gedanke daran bringt irgendwie Erholung.

Wir fahren also in unser geliebtes Österreich. Lermoos ist übrigens ganz hervorragend mit dem Zug zu erreichen.

Ich habe mir noch super kurzfristig eine Überraschung, nein…es sind sogar 2 Überraschungen…für Luca überlegt. Er weiß, dass was auf ihn zukommen wird, aber er weiß noch nicht was es ist. Ich habe einen Umschlag für ihn vorbereitet und bin sehr gespannt wie er reagiert. Ich bin ja ganz schlecht damit so was für mich behalten zu können…am liebsten würde ich sofort immer mit allem rausplatzen. Ich war da diesmal ganz streng mit mir.

Im Alltag, vor allem als alleinerziehende Mama, bleibt immer viel zu wenig Zeit. Wir müssen von irgendwas leben und ich kann mich nur auf mich verlassen, was eben auch heißt das ich meinen Sohn oftmals sich selbst überlassen muss. Diese gemeinsamen Auszeiten in den Ferien haben für uns also eine ganz besondere Bedeutung….und vor allem haben die beiden Überraschungen keinen materiellen Hintergrund.

Es gibt tatsächlich an dieser Stelle noch eine Menge aus dieser Woche zu erzählen. Ich habe Instagram Stories vollgeschimpft zum Thema Werbung und Menschen, die sich den lieben, langen Tag damit beschäftigen anderen irgendwie das Leben schwer zu machen. Da stellt man sich tatsächlich die Frage nach deren Lebensinhalten. Und mittlerweile vergesse ich da auch meine gute Kinderstube. Ich hab einfach keinen Bock mehr darauf bei blöden Kommentaren meine Klappe zu halten. Und offensichtlich geht das vielen meiner Kolleginnen und Kollegen auch so. Manchmal gibt es dann richtiges Erstaunen….frei nach dem Motto…..ich kann dich zwar anmeckern, aber zurückmeckern ist nicht erlaubt…damit verärgerst du ja deine Leser und verlierst Follower und überhaupt bist du ja deiner Leser überhaupt nicht würdig. Hallo? Gehts noch?

Während man sich früher zurückgehalten hat, wird sich immer öfter gegen diese Angriffe gewehrt….gern auch mal auf sehr ironische Art und Weise…! Denn jemand, der öffentlich kommentiert, steht damit genauso in der Öffentlichkeit….die ewige Begründung „du bist ja öffentlich und musst dann auch damit leben“ gilt in diesem Fall also für beide Seiten.

Gott sei Dank sind 98 Prozent meiner Leser und Follower nicht so. Vielen Dank dafür!

Ach und ich war beim Friseur…..

Auch dazu könnte ich ne Menge erzählen. Ich muss aber noch mein Kind wecken, den Hund in die Pension bringen und einen Zug erwischen…..

Ich wünsche Euch einen fabelhaften Sonntag.

 

Eure Andrea