TRAVEL

Sparsam entlang der Westküste der USA – damit nicht am Ende des Geldes noch Urlaub übrig ist!

Manchmal erinnern wir uns ja nur noch anhand der Jahreszeiten an Geschehnisse der vergangenen Monate… „War das vor oder nach Weihnachten / Onkel Ernsts rundem Geburtstage / dem Wintereinbruch im März?“ daher ist es umso wichtiger, die Ereignisse, auf die wir so lange hinfiebern, auch gebührend lange zu planen, damit wir uns ausgedehnt vorfreuen können, um sie ausschweifend zu genießen.

Eine Reise nach Amerika fällt in zehn von zehn Fällen in diese Kategorie.

 

The Golden Gate Bridge in San Francisco, CA at sunset. SOURCE: Wikimedia

 

Nachdem die Idee unseres Urlaubs an die Westküste der USA also langsam aber sicher Form angenommen hatte, fanden wir uns wenige Wochen vor Abflug mit folgender Route am Küchentisch wieder: Von Berlin über London nach San Diego, mit dem Mietwagen gen Norden mit Zwischenstop in Los Angeles, nach San Francisco und dann durch den Yosemite Nationalpark nach Las Vegas, von wo es wieder über London zurück nach Berlin geht. In unseren Köpfen hatten wir so viele Dinge, die wir unbedingt sehen wollten, bisher aber nur aus dem Fernsehen kannten: Der Walk of Fame in Hollywood, die Golden Gate Bridge in San Francisco und natürlich die legendären Hotels in Las Vegas, wie das Rio, in dem die WSOP jedes Jahr ausgetragen wird.

Bei all der Begeisterung über unsere anstehenden Reisen, hatten wir uns aber natürlich auch ein Budget gesetzt und glücklicherweise sind wir schnell im Internet fündig geworden, wie man durch günstiges vorbuchen, aber auch unterwegs noch ordentlich sparen kann.

 

Hier also die absoluten „AHA!!“ Spartricks für einen Urlaub in Amerika mit unseren Erfahrungen der letzten Jahre:

 

ADAC-Karte mitnehmen

 

Der ADAC hat eine Kooperation mit dem AAA, das steht für American Automobile Association. Mit der ADAC-Karte kann man bei Ankunft einfach in eine Niederlassung des AAA gehen und bekommt dort kostenlos Kartenmaterial und viele gute Tipps für die Reise. Nichtmitglieder zahlen gern 8,50 Dollar für eine Karte. Unterwegs einfach ÜBERALL nach AAA-Rabatten fragen, wenn an der Eingangstür kein Aufkleber vorhanden sein sollte, denn sowohl Hotels als auch Restaurants gewähren schnell mal 10% Rabatt, wenn man die Karte vorzeigt.

 

Studentenausweis (falls Ihr noch einen habt)!

 

Überraschend oft haben wir das Schild „10% student discount“ und das nicht nur in Bildungseinrichtungen wie Museen, sondern auch im Outlet bei einem Jeansladen. In Verbindung mit dem Reisepass werden die Studentenausweise (falls kein Foto drauf sein sollte), akzeptiert und wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich vor Abreise einen internationalen Studentenausweis von ISIC holen, der wird ohne Diskussion anerkannt.

 

Geburtstage feiern

 

Unerwartet, aber toll: Wer Geburtstag hat, bekommen was geschenkt! Bei zwei Frühstücksrestaurants gab es kostenlos einen Birthday-Pancake und ein Stück Kuchen, begleitet mit einem Geburtstagsständchen  und abends gab es dann, neben einem Lied vom Personal, auch noch einen kleinen Eisbecher und eine Waffel mit Sahne. Wir mussten übrigens nie den Geburtstag auf dem Papier nachweisen!

 

SOURCE: Wikimedia

 

Couponhefte

 

In San Diego gelandet sind uns die viele Kästen mit kostenlosen Anzeigenblättern aufgefallen. In einem haben wir Hotelcoupons gefunden, die wir auf unserer Reise direkt benutzt haben, aber auch satte 20% Rabatt bei Restaurants wie Denny’s konnten wir so sparen, das hat sich doch erheblich auf unsere Reisekasse und unsere Laune ausgewirkt!

 

SOURCE: Flickr

 

Wir haben auch recht häufig entweder im Hotel an der Rezeption oder in Restaurants Coupons ausliegen sehen.

 

Westküste

SOURCE: Flickr

 

Last-Minute Änderungen beobachten

 

Überraschenderweise konnten wir beim Mietwagen noch ein unerwartetes Schnäppchen machen. Zwar hatten wir diesen schon drei Monate im Voraus gebucht, hatten aber „nur mal so interessehalber“ zwei Tage vor Abflug nochmal nach den aktuellen Tarifen geschaut (das lohnt sich übrigens auch ganz oft bei Mietwagen auf Mallorca). Das identische Angebot gab es da auf einmal statt für 750 Euro für 508!! Da wir glücklicherweise einen Tarif gebucht hatten, den wir kostenlos bis 24h vor Anmietung stornieren konnten, haben wir natürlich zuerst den neuen Mietwagen gebucht und dann nach Erhalt der Buchungsbestätigung die erste Buchung storniert. Wer hätte das gedacht?

 

Vor Ort nach Rabatten fragen

 

In den allermeisten Fällen, haben die Leute hinter dem Schalter oder Tresen eine Möglichkeit, noch etwas am Preis zu machen. Wir haben beim Einchecken im Hotel einfach gefragt, ob nicht zufällig ein besseres Zimmer für den gleichen Preis verfügbar ist oder sie irgendwelche Rabatte anbieten. Gerade wenn nicht viel los ist, tun die Mitarbeiter ihren Gästen gerne etwas Gutes, denn im Endeffekt ist es egal, welches Zimmer nachts belegt ist und auch in kleinen Läden haben wir öfter mal beim Kauf von zwei Dingen 50% Rabatt auf den zweiten Artikel bekommen, was direkt zum nächsten Punkt führt…

 

Mitgliedschaften und Clubkarten

 

So gut wie alle größeren Supermärkte und Geschäfte haben ihr eigenes Bonussystem. Oftmals reicht es, beim Kundenservice nach der Karte zu fragen, man muss keinen Wohnsitz im Land haben und wenn man etwas hinterlegen muss, reicht meist die E-Mail-Adresse. Mit dieser Kundenkarte bekommt man bei den großen Ketten wie Ralphs, Vons/Safeway, Albertsons und wie sie alle heißen oft einen günstigeren Preis und/oder kann Punkte sammeln, durch die man später an der Tankstelle dann weniger für die Gallone Benzin bezahlt. Solche Rabatte beinhalten dann auch tolle Schnäppchen wie „Kaufe eins, bezahle nur die Hälfte für das zweite“ oder „Kaufe eins, bekomme eins umsonst“.

 

Westküste

SOURCE: Wikimedia

 

Solche verlockenden Angebote führen dann aber auch schnell dazu, dass man versucht ist, zu viel zu kaufen, denn…

 

Im Dutzend wird es billiger

 

Wir haben tatsächlich häufiger als wir an unseren beiden Händen abzählen können Angebote wie „Kaufe zehn Tuben Zahnpasta für zehn Dollar“ gesehen. Wer braucht denn bitteschön ZEHN Tuben Zahnpasta? Naja, irgendwer wird das schon kaufen, sonst würde es das ja nicht geben. Da wir aber Zahnpasta gebraucht haben, haben wir eine Tube gekauft und dann voller Freude festgestellt, dass wir auch nur einen Dollar bezahlt haben! Im nächsten Laden mit ähnlichem Konzept fiel uns beim genaueren Hinsehen auf, dass zwar auf dem Preisschild steht „10 für 10!“ aber ganz unten in kleiner Schrift auch der Hinweis „1 Dollar pro Stück“. Nur wenn man wirklich eine bestimmte Menge kaufen muss, um den Aktionspreis zu erhalten, steht das auch dabei, damit sich nachher keiner beschweren kann.

Wir haben übrigens festgestellt, dass das Motto beim Bezahlen zu sein scheint: „Wer den vollen Preis bezahlt, macht was falsch“, denn stets kam die Frage: „Haben Sie denn einen Coupon den Sie benutzen möchten oder eine Mitgliedskarte?“.

Also nicht scheu sein, sondern proaktiv nachfragen, Geschenke versüßen den Urlaub nämlich nochmal eine ganze Portion mehr!

Habt nen super Urlaub!

 

Eure Schnimpeline

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