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Mut zur Lücke…mein (glückliches) Leben ohne Führerschein!

Ich wollte ihn machen. Wirklich. Da war ich 18 und in einer Fahrschule im Sauerland angemeldet. Ich war gerade mit der Ausbildung fertig und im Sauerland vernünftig irgendwo wegzukommen…ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ohne fahrbaren Untersatz.

Wie gesagt, ich war 18 und wohnte noch Zuhause und das lief nicht so richtig gut. Meine Schwester war 13 und wir hatten ein gemeinsames (sehr kleines) Zimmer und die Probleme waren einfach vorprogrammiert. Ich war halbwegs raus aus der Pubertät und sie gerade mitten drin. Und genauso spontan, wie ich vergangenes Jahr nach Leipzig gezogen bin, bin ich mit 18 von Zuhause ausgezogen. Meine Eltern waren gerade in Berlin und ich hab in der Zeitung Wohnungen gesucht…Ja! vor 22 Jahren suchte man noch in der Zeitung danach (unglaublich, aber wahr).  Sonntags habe ich dann eine Wohnung besichtigt und bin Mittwochs schließlich ausgezogen.

 

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Ich hab damals beim Anwalt einen echten Hungerlohn verdient. Das wären heute 600 Euro netto…wir reden hier von einer Vollzeitstelle. Rückblickend weiß ich gar nicht, wie man so sein Leben bestreiten soll mit Miete usw.! Ich war 18, ging gern feiern und shoppen….eine Zeit lang war es mein Lebensinhalt in sämtlichen Clubs, im Ruhrgebiet durch die Nächte zu tanzen mit meinen Freunden.

Der Führerschein rückte in weite Ferne.

Miete und Fixkosten waren auf einmal Alltag und mit 18 hat man in diesen Punkten einfach keine Ahnung von nichts. Zumindest war das damals so. Da füllte sich das Klopapier nicht mehr von alleine auf oder die Zahnpasta stand im Schrank. Ich war auf einmal für alles alleine verantwortlich und ein paar Dinge hatte ich nicht wirklich bedacht…..

Meine beste Freundin hatte ein Auto und mit dem kleinen Ford Fiesta haben wir sämtliche Clubs abgeklappert. Wir sind an die Nordsee gefahren. Wir waren wirklich und ständig überall. Ich habe mich einfach nie als unflexibel empfunden. Irgendwie ging immer alles….auch ohne Führerschein.

Noch bis vor ein paar Jahren musste ich mich ständig rechtfertigen. Oder sagen wir es mal so….ich selbst habe mich in die Position begeben mich rechtfertigen zu müssen. Selbst schuld….sage ich da nur. Offensichtlich ist es ein gesellschaftlicher Makel nicht mit einem Führerschein gesegnet zu sein. Allerdings haben die Fragen aufgehört. In Zeiten, wo Umweltschutz eine große Rolle spielt oder die Kosten für fahrbaren Untersatz explodieren…gibt es immer mehr Menschen, die bewusst auf ein Auto verzichten.

Natürlich gab es Momente, da ging es mir auf den Keks, dass ich ihn nicht hatte….den Führerschein. Vor allem die vergangenen 9 Jahre auf einem Dorf, wo der Bus einmal die Stunde fuhr…Aber ich habe auch diese 9 Jahre überstanden und war nur im allergrößten Notfall auf die Unterstützung von Menschen mit Autos angewiesen. Außerdem war da ja auch noch mein Mann….wir waren also nicht völlig ohne fahrbaren Untersatz.

 

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Noch viel schwieriger als der Bus, der nur einmal die Stunde kam, war die Lage. Also, wir wohnten wunderschön und idyllisch, aber eben auch richtig oben auf einem Berg und abgelegen. Ich konnte bzw. wollte also nur in den seltensten Fällen den fehlenden Führerschein mit meinem Fahrrad ausgleichen.  Das war nicht nur ein Hügel…es war ein Berg und ich habe es in 9 Jahren nicht geschafft ihn hochzufahren…ich habe immer geschoben…es ging ca. 2 km nach oben. Dort waren echte Biker unterwegs…das hat also mit entspanntem Fahrrad fahren nichts mehr zu tun.

Und dann zog ich nach Leipzig. Zurück nach Leipzig. Vor über einem Jahr.

Eigentlich…ja eigentlich…wollte ich dann doch noch den Führerschein machen. Nach der Trennung von meinem Mann dachte ich das wäre notwendig und wichtig.

Und heute weiß ich….ich werde ihn nicht machen. Ich werde ihn nie machen.

Es ist eine Entscheidung.

Ich brauche ihn nicht….diesen Führerschein.

Ich habe eine Bahncard und 2 Fahrräder. Ein schnelles Fahrrad und ein gemütliches Fahrrad. Mein gemütliches Fahrrad ist mein Lieblingsrad. Es ist so ein Rad, wie ich es schon gaaaaanz lange haben wollte. So ein Retroteil mit hübschen Körben und einer Mädchenklingel. Ein Mädchenfahrrad also. Ich habe es mir gekauft, als ich vergangenes Jahr nach Leipzig gezogen bin. Es ist ein Electra Loft 7i. Das war eine bewusste Entscheidung. Es hat 7 Gänge und ist für die Bauart recht leicht und es ist ein echter Packesel. Ich mache damit alles und fahre auch meine ganzen Lebensmittel Einkäufe damit heim. Ihr glaubt gar nicht, was so ein Fahrrad alles „tragen“ kann.

Im Grunde ist mein Electra Bike mein Auto. Ich habe es an einigen Stellen gepimpt. Ich habe einen Gepäckträger dran bauen lassen und auch einen Dynamo nachgerüstet, weil ich kein Fan dieser Ansteckleuchten bin und außerdem wollte ich den Retrolook nicht kaputtmachen.

Auch der Centro Alukorb von Basil war eine ganz bewusste Entscheidung. Ich wollte es cool, hübsch, aber trotzdem dezent haben. Ich habe wirklich lange überlegt und gesucht, weil ich mein Rad echt lieb hab. Und natürlich musste es so ne richtige Mädchenklingel sein…in rosa. Ich bin jetzt allerdings so viel durch den Dreck gefahren, dass ich heute echt mal durch die Waschanlage muss.

Im Übrigen hat sogar Bommel einen eigenen Fahrradanhänger und er liebt es seine Nase in den Fahrtwind zu halten. Vielleicht stelle ich Euch das mal gesondert vor. Das ist nämlich wirklich total süß.

 

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Ich vermisse keinen Führerschein. Ich vermisse kein Auto. Es ist sogar vielmehr so, dass ich froh bin, dass ich kein Auto unterhalten muss. Ich habe nicht mal ein Monatsticket für die Straßenbahn. Ich bin überzeugt davon, dass ich ständig Auto oder Straßenbahn fahren würde, wenn ich ein Auto oder eben ein Monatsticket hätte. EINE! Hin- und Rückfahrt mit der Bahn kostet mich aktuell 5,20 Euro. Diese Kosten habe ich nicht, wenn ich mich auf das Fahrrad setze. Es ist eine Art Erziehung zur Selbstdisziplin. Einerseits um Geld zu sparen und andererseits um etwas für die eigene Fitness zu tun.

 

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Und sollte mal ein Notfall eintreten…gibt es auch immer noch Taxis. Ein Taxi nutze ich, hier in Leipzig, vielleicht alle 3 Monate mal…auch das steht in keinerlei Verhältnis zu den Kosten eines Autos.

Was also vor ein paar Jahren noch eine Rechtfertigung war, ist heute eine bewusste Entscheidung von mir. Eine gut überlegte Entscheidung! Und nach 22 Jahren ohne Führerschein sollten die Fragen auch tatsächlich eingeschlafen sein (aber es hat lange gedauert bis zu diesem Punkt!).

 

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Meine Shopping Tipps für Euer Fahrrad!

 

Falls Ihr auch mehr Fahrrad fahren und den fahrbaren Untersatz pimpen wollt….:

 

  • Hier findet Ihr den wunderbaren Korb von Basil für hinten!
  • Hier findet Ihr die schönste Klingel!
  • Hier findet Ihr ein super schönes Korb System für vorne!
  • Und hier findet Ihr gleich mein ganzes Fahrrad!

 

Und bevor Ihr fragt…über den Rucksack und wo Ihr ihn kaufen könnt…habe ich bereits hier geschrieben.

So…ich  schwinge mich jetzt gleich auf mein Electra und fahre in die Waschanlage. Das macht man doch Samstags so…oder?

Habt Spaß!

 

Eure Schnimpeline

 

Liebevolle Werbung: Dieser  wertvolle Beitrag ist in Kooperation mit Basil entstanden.

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